Open Ohr 2013 - Stimmung am Drususstein
Viel Rückendeckung fürs Open Ohr: der Verein – Foto Open Ohr

„Das Open Ohr“ – sagen Leute, die es wissen müssen -, „hat eine Zukunft, weil es eine Gegenwart hat.“ Die, die da so philosophisch daher kommen, sind die Leute vom Open Ohr Verein, einem Gremium, das sich 1995 gründete, um dem Ohr den Rücken frei zu halten. In Zeiten steigender Kosten (also immer) und wachsender Kritik am Festival (damals) beschlossen Freunde, einen Verein zu gründen, um das Open Ohr am Leben zu erhalten.

Das ist gelungen (Glückwunsch!) und deshalb Grund genug, zum 40. Geburtstag des Festivals den zu Wort kommen zu lassen, der selbst 2014 seinen 20. Geburtstag feiert: Der Open Ohr Verein. Was er zu sagen hat? Nicht weniger als 10 Thesen, warum es das Open Ohr braucht:

01 – Das Open Ohr ist ein politisches Kulturfestival, das ein aktuelles Thema vier Tage lang von verschiedenen Seiten beleuchtet, thematisiert und ohne Scheuklappen kontrovers diskutiert. Aktuell, provokativ und kreativ.

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02 – Das Open Ohr ist ein Gesamtkunstwerk. Das Festival lebt von der Verbindung verschiedener kultureller Ausdrucksformen und Gattungen – egal ob Kabarett, Theater, Musik, Film, Workshops oder Diskussionen.

03 – Das Open Ohr wirkt über den Tag hinaus. Es ist kein singuläres Ereignis, sondern bringt Menschen und Initiativen zusammen, schafft Netzwerke und neue Diskussionszusammenhänge.

04 – Das Open Ohr strahlt über die Grenzen von Mainz hinaus. Längst hat das Open Ohr eine bundesweite Reputation, für viele Referenten und Künstler ist Pfingsten ein fester Termin im Jahreskalender.

05 – Das Open Ohr ist ein aktives Festival, das seine Besucher aktiv in Projekte, Workshops und Foren einbezieht. Das Festival lebt vom Engagement seiner Besucher.

06 – Das Open Ohr ist unabhängig. Ohne behördliche Gängelung konzipiert und gestaltet eine unabhängige Projektgruppe das Programm, und die erneuert sich ständig durch neue, frische Mitglieder.

07 – Das Open Ohr ist ein Forum für Jugendkultur. Es präsentiert zeitgenössische kulturelle Strömungen, und arbeitet mit dem Jugendamt der Stadt Mainz zusammen – so entsteht eine Plattform für neue Trends.

08 – Das Open Ohr ist eine Oase. Die Zitadelle in unmittelbarer Nähe zur Altstadt, und doch mitten in der Natur, bietet mit ihren verschiedenen Bühnen eine unverwechselbare Atmosphäre.

09 – Das Open Ohr ist ein Spiegel der Zeitgeschichte. Die Programmhefte der vergangenen 40 Festivals lesen sich wie eine Reise durch verschiedene Epochen bundesdeutscher Geschichte – politisch und kulturell.

10 – Das Open Ohr ist kein Mythos, sondern Realität. Dieses Festival-Modell ist einzigartig in der durchkommerzialisierten bundesdeutschen Festivallandschaft.

Wir haben uns erlaubt, die Thesen ein bisschen zu straffen, damit sie an die Kirchentür – äh zum 40. Geburtstag im Internet passen, sie waren nämlich schon ein bisschen älter. Was sie nicht weniger gut macht. Und wenn man die Thesen so liest, dann versteht man auch den Schlusssatz, der unser Einstiegssatz war:

„Das OPEN OHR hat eine Zukunft, weil es eine Gegenwart hat.“

Nicht verschweigen wollen wir auch noch einmal das offizielle Ziel des Vereins: „das Open Ohr als politisches Kulturfestival zu erhalten, die Autonomie der Programm gestaltenden Projektgruppe zu verteidigen und die Zitadelle als Festivalort zu sichern.“

Und ja, der Verein setzt sich auch für eine bessere finanzielle Ausstattung des Open Ohr ein und fördert es mit Spenden. Und das ist ja nun wirklich auch eine Verbeugung wert.

Info& auf Mainz&: Mehr zum Open Ohr Verein findet Ihr natürlich auf dessen Homepage: www.open-ohr-verein.de. Mitglied werden kann man da natürlich auch 😉

 

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