Die Entwarnung kam gegen 13.30 Uhr: Die Bombe aus dem zweiten Weltkrieg ist entschärft. Der 500 Kilo schwere Blindgänger war am Mittwoch in Weisenau gefunden worden. Die Entschärfung des Blindgängers aus dem Zweiten Weltkrieg dauerte etwas länger als erwartet. Um 12.30 Uhr war mit der Entschärfung begonnen worden, nach einer Stunde war das Geschoss unschädlich gemacht. „Es war mehr Arbeit als üblich“, sagte Sprengmeister Horst Lenz danach.

Entschärfte Bombe aus dem zweiten Weltkrieg in Mainz-Weisenau - Foto: gik
Da ist das Ding: Entschärfte Bombe aus dem zweiten Weltkrieg in Mainz-Weisenau – Foto: gik

„Wir mussten erst einmal eine Basis für unsere Werkzeuge schaffen“, sagte der Sprengmeister. Mit Spezialwerkzeugen wurde schließlich die Zündvorrichtung unschädlich gemacht. Ungefährlich war das nicht: „Die Bombe lag scharf im Boden“, sagte Lenz Mainz& danach, „eigentlich hätte die explodieren müssen.“

Bombe lag scharf im Boden

Die Bombe war vergangenen Mittwoch bei Bauarbeiten im Mainzer Stadtteil Weisenau gefunden worden – von einem Baggerfahrer. Der habe das 500-Kilo-Stück schon auf der Baggerschaufel gehabt, die Bombe fiel dann aus der Schaufel heraus auf den Boden – das hätte also auch genausogut schief gehen können… Mainz hatte Glück.

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Am Morgen hatten 8.500 Menschen ihre Häuser verlassen müssen, um den Fundort der Bombe wurde ein Sicherheitsradius von einem Kilometer geschaffen. So weit könnten bei einer Explosion die Splitter fliegen, erfuhr Mainz&: Auch der Bahnverkehr entlang der Rheinstrecke und die Schifffahrt auf dem Rhein mussten eine Zwangspause einlegen. Sogar die Flieger auf dem Weg nach Frankfurt mussten einen Umweg fliegen.

Entschärfte Bombe und das Team vom Kampfmittelräumdienst - Foto: gik
Entschärfte Bombe und das Team vom Kampfmittelräumdienst. Ganz links Chef Horst Lenz – Foto: gik

Jogger im Volkspark stoppte Entschärfung

Eigentlich hatte mit der Entschärfung um 12.00 Uhr begonnen werden sollen, doch der Beginn verzögerte sich – unter anderem, weil im Mainzer Volkspark ein Jogger gesichtet wurde, der in aller Ruhe seine Runden zog, Also ehrlich… Wir hätten ja nicht gedacht, dass bei dem Medienfeuerwerk jemand das nicht mitkriegen kann.

Um kurz nach 13.00 Uhr kam an der Einsatzleitung noch einmal Wirbel auf. Zwischen Polizei und Sprengkommando wurde ein Stopp der Entschärfungsarbeiten diskutiert. Der Grund: Offenbar befand sich doch noch eine Anwohnerin im Sperrbezirk, die sich wegen Medikamenten meldete. Während noch diskutiert wurde, muss vor Ort weiter gearbeitet worden sein – denn kurz danach, um 13.30 Uhr kam die Entwarnung: Bombe entschärft! Puh.

Gleich auf Mainz&: Ein Interview mit dem Sprengmeister Horst Lenz und ein Stück über Stimmungen und Reaktionen rund um die Bombe.

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