Das ging ja flott: Schon um 20.23 Uhr kam die Meldung von der Polizei, die Weltkriegsbombe in der Wiesbadener Innenstadt ist entschärft. Das Fünf-Zentner-Geschoss wurde am Dienstag bei Bauarbeiten zu den neuen Rhein-Main-Hallen gefunden, direkt für den Abend wurde die Entschärfung angesetzt. Und die ging Ruck-Zuck, offenbar war der Blindgänger gut zu handeln. „Der Zünder wurde außer Funktion gesetzt“, hieß es kurz und bündig von Seiten der Polizei.

Entschärfte 500-Kilo-Bombe in Mainz-Weisenau im November 2014 - Foto: gik
Entschärfte 500-Kilo-Bombe in Mainz-Weisenau im November 2014 – Foto: gik

Offenbar war die Gefahr nicht so groß, bei der Weltkriegsbombe, die im November 2014 in Mainz-Weisenau gefunden wurde, sperrten die Sicherheitskräfte gleich einen Radius von einem Kilometer rund um den Fundort ab – allerdings war das auch eine doppelt so große Bombe. 8.500 Menschen mussten ihre Häuser verlassen, Mainz& hatte ja ausführlich berichtet.

In Wiesbaden wurde zur Sicherheit ein Korridor von 500 Metern um die Bombe herum abgesperrt und evakuiert, rund 630 Wiesbadener mussten von 17.30 Uhr ihre Wohnungen verlassen. Auch Hauptverkehrsachsen wie die Wilhelmstraße, die Bahnhofstraße und die Mainzer Straße wurden gesperrt, der Wiesbadener Hauptbahnhof war aber nicht betroffen.

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Wer nicht wusste wohin konnte in Quartiere in der Sporthalle am Platz der deutschen Einheit ausweichen oder ins Kurhaus gehen. Bei den Wiesbadenern ist sogar die Katastrophenrettung schick 😉

Insgesamt waren an dem Einsatz rund 300 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr Wiesbaden, des Rettungsdienstes, des technischen Hilfswerks, der Bundes- und Landespolizei sowie der hessischen Bereitschaftspolizei und des Ordnungsamtes der Stadt Wiesbaden beteiligt. Nur die US-Army war nicht da, dabei waren die möglicherweise die Urheber des Aufruhrs. Wie schrieb ein Lästermaul auf Twitter: „Ruft doch mal am Hainerberg an (bei den Amerikanern), die sollen ihren alten Sperrmüll wieder abholen.“

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