Lust auf coole Tassenlampen? Auf T-Shirts abseits der Norm, auf Taschen aus ausgemusterten Lenkdrachen? Dann seid Ihr genau richtig bei der neuen Ausgabe der Stijl, dem Design Markt für Handgemachtes und alles, was cool ist. Am 8. und 9. Februar feiert die Messe im alten Postlager hinter dem Bahnhof ein kleines Jubiläum: Die Stijl findet zum 10. Mal statt – und sie wächst noch immer.“Es hat sich ein bisschen verselbstständigt“, sagt Bastian Steineck, einer der Stijl-Macher. Was in Mainz begann, schlägt inzwischen auch in Leipzig, Freiburg und München Wurzeln, im März ist Bremen an der Reihe.

Taschen der kleinen Firma Schwerelosigkite aus alten Lenkdrachen Stijl 2013 - Foto: gik
So schön können alte Lenkdrachen sein: Marke Schwerelosigkite, Stijl 2013 – Foto: gik

Es war im April 2009, als die erste Stijl in Mainz ihre Tore öffnete. Der Auslöser war ein Trend, der sich inzwischen sichtbar auch in Mainz manifestiert: Die Annabatterie, das kultige Café in der Mainzer Neustadt, war eines der ersten, es folgten das Bukafski, N’Eis und Dicke Lilli, Gutes Kind – ihr wisst schon, das Buchladen-Café und der Eisladen am Gartenfeldplatz und das Café in der Gaustraße. Sie alle sind Ausdruck eines neuen Trends: „Es ist der ganz allgemeine Trend zum Selbermachen, zum Do-it-yourself“, sagt Steineck.

Es ist die Generation der heute 25 bis 35 Jährigen, die auch gerne als „Generation Praktikum“ bezeichnet wird. Viele von denen, die studiert haben, fanden entgegen der üblichen tolle-Job-Prognosen-für-Akademiker eben keinen gut bezahlten Job im realen Leben. Und während die einen sich von Praktikum zu Praktikum hangeln, sind die anderen frustriert vom Job in der Werbeagentur neue Wege gegangen.

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Ein Stand voller Selbstgenähtem auf der jungen Design Messe Stijl im Jahr 2013
Selbstgenähtes auf der Stijl 2013 – Foto: gik

Das Ergebnis ist eine wahre Kreativ-Explosion von jungen Designern, kultigen Labels und anderen Kreativen. Die einen machen aus alten Tassen „Tassenlampen“, die anderen nähen, was das Material hergibt. „Es ist auch ein Retro-Aspekt: man setzt sich wieder an die Nähmaschine, will wieder etwas anfassen und mit Nachhause nehmen“, sagt Steineck.

Aus dem Do-it-yourself wurde die Stijl, ein Zuhause für die Generation der Kreativen. Im Alten Postlager tummeln sie sich auf rund 3.000 Quadratmetern. Da wird sich ausgetauscht, Freundschaften gepflegt und für Ungewöhnliches ein Markt erobert. 120 Aussteller haben sich für die Wintermesse in Mainz angemeldet,es gibt Kleidung, Drucke, Schmuck, Accessoires, Taschen und Möbeldesign – zu Letzterem geht der neueste Trend, wie Mainz& erfuhr. Pro Stijl kommen rund 8.000 Besucher – und keineswegs nur Junge. Auch junge Familien mit Kinderwagen, jung gebliebene Ältere und wache Senioren sind unter den Besuchern.

Tassenlampen auf der Stijl in Mainz - Foto: Stijl
Tassenlampen auf der Stijl in Mainz – Foto: Stijl

Auch ans leibliche Wohl ist natürlich gedacht: Es gibt vegane Döner, Kuchen im Glas und Süßkartoffelstampf mit Schafsfeta, Minze und arabischem Fladenbrot von KoKo Catering. Allein dafür würde sich der Besuch ja schon lohnen… Heiße Beats, kühle Drinks und Kaffee dürfen natürlich nicht fehlen. Also: Wochenende freihalten und nix wie hin!

Infos auf Mainz&: Die Stijl findet zweimal im Jahr in Mainz statt, jeweils im Februar und im Juni. Die kommende Stijl gibt es am 8. und 9. Februar, der Eintritt kostet 6,- Euro oder 4,- Euro ermäßigt. Die Öffnungszeiten sind Samstag und Sonntag jeweils von 11.00 Uhr bis 18.00 Uhr.

Zu erreichen ist die Location Alte Posthalle super: Einfach zum Bahnhof, aus dem Hinterausgang raus, und noch unter der Hochbrücke nach rechts wenden. Dann steht Ihr schon fast vor dem Eingang. Wir sehen uns!

Die große Reportage auf Mainz&: Ihr wollt mehr über die junge kreative Bohème lesen? Mehr Bilder, mehr Geschichten und mehr Analyse der Generation Praktikum? Dann lest auch die große Reportage auf Mainz& über die kreative Bohème!

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