Wer durch den Winterhafen in Richtung Eisenbahnbrücke radelt (oder umgekehrt), muss von heute (Mittwoch, 15. Januar) an einen Umweg machen: die Drehbrücke ist gesperrt! Das gute Stück muss nämlich mal wieder überprüft werden, reine Routine also. Vom 15. bis zum 17. Januar ist die Brücke deshalb vollständig für Spaziergänger, Radler und so weiter dicht. Um zur Winterhafen Mole zu kommen, oder die Weisenauer Brücke zu erreichen, müsst Ihr also den „Umweg“ über die normale Winterhafen-Straße nehmen!

Viel kaputt kann ja eigentlich noch nicht sein, möchte man meinen, wurde die Drehbrücke doch erst im Oktober 2009 komplett erneuert. Das 76 Tonnen schwere Bauwerk war völlig marode und musste abgebaut werden. Die Drehbrücke ist  nämlich eine der ältesten, noch erhaltenen Brücken ihrer Art am Rhein. Das Original stammt aus dem Jahr 1877, eine Konstruktion aus Stahl, die auf Sandstein-Pfeilern ruhte, bis heute. Ihr Drehmechanismus machte den Weg frei in den Winterhafen, dessen Becken wiederum 1860 gebaut wurde.

Die Drehbrücke am Winterhafen in Mainz im Oktober 2009 bei dem Einbau der neuen Stahlkonstruktion der Firma Huhle
Drehbrücke am Winterhafen in Mainz beim Einbau im Oktober 2009 – Foto gik

2009 verschrottet und neu gebaut

Im März 2009 wurde dann die alte Brücke abgebaut und verschrottet. Die neue wurde von der Stahlbaufirma Huhle gebaut, ausgerechnet ein Unternehmen aus Wiesbaden-Biebrich 😉 Das hatte allerdings den Vorteil, das das 37,50 Meter lange und 4,50 Meter breite Ungetüm vergleichsweise einfach über den Rhein angeliefert werden konnte.

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Am 29. Oktober 2009 war es so weit: In einer Nacht- und Nebelaktion sozusagen wurde die Brücke über den Rhein geschippert und anschließend von einem 500-Tonnen-Kram vorsichtig an Ort und Stelle gehoben. Mainz& war natürlich damals schon dabei 😉

 

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