Wir hatten ja gestern von der kuriosen Geschichte mit dem ausgeliehenen Weihnachtsbaum berichtet – und prompt meldete sich bei Mainz& einer der beiden französischen Studenten, die den Baum vom Hauptbahnhof entführt hatten. „Wir wollten einen Weihnachtsbaum ausleihen, um ein „Witze“ zu machen“, schrieb Clément Pomparat heute in einer Email an Mainz&. Der Sinn der Aktion: ein lustiges Facebook-Foto für Freunde in Berlin.

Clement und sein Freund Adnan, beide aus Frankreich, sind Studenten an der Mainzer Fachhochschule im Master-Studiengang Internationales Management, es ist ein Doppelstudium Deutsch-Französisch. Und wir müssen mal sagen: das Deutsch ist hervorragend, ob wir das so in Französisch schreiben könnten…

Der Weihnachtsbaum vom Hauptbahnhof im Zimmer des französischen Studenten Clément - Foto: Clément
Schick: Der Weihnachtsbaum vom Hauptbahnhof im Zimmer des französischen Studenten Clément – Foto: Clément

„Wir haben ein Gruppe aus Freunden von Berlin, mit wem haben wir immer lustige Dinge zusammen gemacht“, schreibt Clément weiter. Jede Woche schreibe man sich, „um lustige Sachen zu erzählen.“

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So kam vor zwei Wochen den französischen Studenten in Mainz die Idee mit dem Weihnachtsbaum: „Wir haben den Weihnachtsbaum am Bahnhof gesehen und haben wir uns gedacht, es wäre lustig/geil wenn wir es für eine Nacht bekommen“, erzählt Clément, und die „Fehler“ haben wir jetzt im Satz gelassen, weil hier so eine Menge Schwung und Spaß rüberkommt – das wollten wir Euch nicht vorenthalten 😉

Also stibitzten Clément und Adnan mitten in der Nacht den Baum vom Hauptbahnhof und trugen ihn quer durch die Stadt zur Wallstraße. „Das Szene war ziemlich lustig“, berichtet Clément weiter, der Baum sei zwar gar nicht so schwer gewesen, aber „unbequem zu tragen.“ Und eigentlich dachten sie, es hätte sie keiner gesehen, bis dann eben die Polizei vor der Tür stand.

Die Polizei  war in der Nacht vom Samstag auf Sonntag um 4.20 Uhr von einer Anruferin „alarmiert“ worden und rückte aus, den Mainz&-Artikel dazu könnt Ihr hier nachlesen. Vor Ort sicherten die Polizisten Spuren – eine Spur aus Kunstnadeln führte sie zur richtigen Tür.

Den Baum hatten Clément und Adnan inzwischen im Zimmer von Clément aufgestellt. „Es sah ganz cool aus (ich hätte fast kein Dekoration vorher) aber ich hätte nicht mehr Platz für mich.“ Das Foto, das Clément uns geschickt hat, zeigt die Szene eindrucksvoll 😉 Nach einer Stunde dann habe die Polizei geklopft „und sie waren eigentlich nett mit uns“, schreibt Clement.

Die  Beamten seien überrascht gewesen und hätten sie dann gebeten, den Baum zurück zu bringen. Also liefen die beiden Studenten „noch einmal in der Nacht mit dem Baum, und die Polizei ist neben uns gefahren, als eine Eskorte“, schreibt Clément. Wir stellen uns das mal gerade vor 🙂 🙂

Die Polizisten, meint Clément dann noch, „haben über die Situation gelacht. Vielleicht würde es anders passiert, wenn wir in Frankreich gewesen wären…“ Na. da hat die Mainzer Polizei doch zwei neue Fans gefunden.

„Wir haben dann dem Baum wieder an seinem Platz eingestellt, alles war in Ordnung“, schreibt Clément: Nur hätte die Polizei dann noch gesagt: „Bitte nicht mehr machen“…

Info& auf Mainz&: Das Beweisbild findet Ihr auf dieser Facebookseite von Clément, genannt Titou, unter dem Motto „The Crazy Story of the Weihnachtsbaum“. Wir lieben verrückte Geschichten 😉

 

2 KOMMENTARE

  1. Je ne peux approuver ce que ces étudiants ont fait. A mon avis, ils auraient dû se tenir tranquilles, d’autant plus qju’ils n’étaient pas dans leur pays ! C’est un manque de respect du bien public et du pays qui les accueille. Cela fait – selon moi – une mauvaise impression ! Même s’ils ont fait cela „pour rire“. Denise Dzieniszewski, double nationalité, Strasbourg

    • Chère Madame, ich bedanke mich für Ihren Kommentar auf Mainz& und habe ihn gerne frei gegeben – auch wenn meine Leser wahrscheinlich nicht so gutes Französisch sprechen, dass sie den Kommentar verstehen. Ich kann Ihnen aber versichern, dass die Geschichte der beiden französwischen Studenten hier mit großem Humor aufgenommen wurde. Sie ist sogar sehr beliebt bei meinen Lesern! Und niemand hat deswegen einen negativen Eindruck vom schönen Frankreich! Wir bei Mainz& freuen uns aber sehr, dass wir auch in Strasburg gelesen werden! Herzliche Grüße ins schöne Elsass!

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