Eine Transplantation ist für manche Patienten oft die letzte Hoffnung auf Rettung. Leider wird dem Thema immer noch mit Vorbehalten begegnet, deswegen gibt es immer noch viel zu wenige Spenderorgane. Ein guter Grund also für die Reihe „Universität im Rathaus“, sich dem Thema mit dem Vortrag „Luft und Kraft für ein neues Leben: Fortschritte der Transplantationsmedizin“ zu widmen. Die Chirurgieprofessoren Hauke Lang und Christian-Friedrich Vahl informieren heute Abend um 20.00 Uhr im Rathaus über Fortschritte, Probleme und innovative neue Therapien der Transplantationsmedizin.

uni im rathaus plakat 2014-15_225pxbreitHerz- und Lungen-Chirurg Vahl wird Lungen- und Herzkrankheiten vorstellen, die eine Transplantation erforderlich machen können. Mithilfe von Bildern werden dabei auch die chirurgisch-technischen Höchstleistungen der Transplantationsmedizin dargestellt. Dabei geht es auch um die gesellschaftlichen Ursachen, warum es so wenig Transplantationen gibt, und damit die Möglichkeiten der Medizin so wenig Betroffene erreichen.

Lungen- und Herzkrankheiten sind nämlich häufig lebensbedrohlich und können tiefe Einschnitte in das Leben der Betroffenen bedeuten. Trotz der heutigen medizinischen Möglichkeiten, sind gerade die Lungen und die Herztransplantation zu nahezu tragischen Beispielen dafür geworden, wie ein erfolgreiches Therapiekonzept nur einen Teil der Menschen erreicht, die es dringend brauchen.

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Transplantationschirurg Lang wird hingegen auf Lebertransplantationen eingehen, und erklären, warum eine Transplantation oft die beste und die einzige Möglichkeit zur Therapie ist. Denn Leberfunktionen können weder medikamentös noch technisch vollständig ersetzt werden. Beispiele dafür sind Leberzirrhose, Tumore, teilweises oder ganzes Leberversagen, bei dem innerhalb weniger Tage die Leber nahezu komplett ausfallen kann.

Professor Hauke Lang (l.) mit Mitarbeitern im OP - Foto Uniklinik
Professor Hauke Lang (l.) mit Mitarbeitern im OP – Foto Uniklinik

Die Experten betonen, die Lebertransplantation habe sich schon längst zu einem klinischen Routineverfahren entwickelt. Und so wird der Mangel an Spenderorganen zunehmend zum limitierenden Faktor dafür, dass noch mehr Leberpatienten geholfen werden könnte. Und so versuchen die Experten, Kranken mit innovativen neuen chirurgischen Konzepten zu helfen – wie der Leberlebendspende oder der  Splitlebertransplantation. Bei Letzterer wird eine Leber geteilt und kommt zwei Empfängern zugute.

Dieser Vortrag ist Teil der Veranstaltungsreihe „Universität im Rathaus“, die im Wintersemester 2014/15 uUnter dem Titel „Medizin des 21. Jahrhunderts“ Einblick in den Facettenreichtum medizinischer Forschung an der Universitätsmedizin Mainz gibt.

Weiter geht es am Dienstag, den 24. Februar 2015, mit dem Thema personalisierte Krebsmedizin, dann werden Möglichkeiten, Perspektiven und Grenzen der zielgerichteten Krebstherapie vorgestellt. Am 10. März geht es um Alzheimer-Erkrankungen, ihre frühe Diagnostik und mögliche Therapie. Am 17. März geben Experten der physiologischen Chemie sowie der Gesichtschirurgie gemeinsam einen Einblick in (Bio-)Materialien in der Medizin der Zukunft.

Info& auf Mainz&: Vortrag „Luft und Kraft für ein neues Leben: Fortschritte in der Transplantationsmedizin“ am 10. Februar um 20.00 Uhr im Ratsaal des Rathauses Mainz. Der Eintritt ist frei, den Link zur Veranstaltung findet Ihr hier. Das ausfühliche Programm der gesamten Reihe könnt Ihr Euch hier herunterladen.

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