Wenn Ihr heute einem Baum begegnet, seid bitte nett zu ihm und wünscht ihm ein Frohes Neues Jahr! Am 16. Januar feiern die Juden nämlich Tu BiSchwat, das Neujahr der Bäume. Und vorgestern, am Dienstag dem 14. Januar, wurde das Makara Sankranti, ein Sonnenwendfest im Hinduismus gefeiert. Gestern wiederum, am Mittwoch, dem 15. Januar, fand das Pongalfest der Tamilen statt, ein Erntedankfest und eines der wichtigsten Feste für die indischen Tamilen.

Interkultureller Kalender 2014 - Foto Kirschstein
Interkultureller Kalender 2014 – Foto: Kirschstein

Alle diese Feste sind im Interkulturellen Kalender vermerkt, den das Büro für Integration und Migration der Stadt Mainz herausgibt. Übersichtlich und in verschiedenen Farben sind dort die Feiertage von sechs Religionen aufgelistet, und dazu auch die bekannten christlichen Feiertage. Wer also wissen will, wann die hinduistischen Sikhs Neujahr feiern (14. März), oder die Buddhisten die Geburt und Erleuchtung ihres Religionsgründers Buddha Siddhartha Gautama (Vesakh, 13. Mai), der sollte einen Blick auf den Kalender werfen.

Da steht etwa, dass die Muslime Mohammeds Geburtstag am 12. und 13. Januar feierten. Der Religionsgründer des Islams kam vor gut 1300 Jahren in der arabischen Stadt Mekka zur Welt, über das genaue Jahr gibt es allerdings unterschiedliche Angaben.

- Werbung -
Werben auf Mainz&

Kalender im Internet

Es macht Spaß, in den verschiedenen Festen von Juden, Muslimen, Hinduisten, Aleviten, Buddhisten und orthodoxen Christen zu stöbern. Schade nur, dass man sich die Informationen über die verschiedenen Feste samt Hintergrund mühsam im Internet zusammensuchen muss. Eine kleine Infoseite dazu, wäre echt schön! Die Stadt bietet allerdings einen neuen und hochmodernen Service an: per Link kann man den Kalender digital ins Smartphone integrieren. Den Kalender kann man natürlich auch als pdf herunterladen, oder ganz altmodisch in Papierversion im Rathaus abholen. Alle Infos dazu gibt’s hier:

http://www.mainz.de/WGAPublisher/online/html/default/migration-und-integration

TuBiSchwat – das Neujahr der Bäume

Tu BiSchwat übrigens bedeutet im Hebräischen „im 15. Tag im (jüdischen Monat) Schwat“, an diesem Tag gedenken die Juden der Früchte von Bäumen und Feldern. Der Grund: Der Termin markiert das Ende der Regenzeit und den Beginn des neuen Ausschlagens der Bäume – und damit den Beginn der idealen Pflanzperiode in Israel. Wichtig ist Tu BiSchwat aber auch, weil es den Tag markiert, von dem an das Alter der Bäume bestimmt wird. Das wiederum ist wichtig für das jüdische Verbot, keine Früchte von neu gepflanzten Bäumen unter drei Jahren zu genießen.

In der heutigen Zeit werden an diesem Tag Bäume gepflanzt, verrät mir die Wikipedia. Tu BiSchwat, heißt es dort weiter, „zeigt das Ende des Winters an und symbolisiert das Blühen Israels, seine Besiedlung, die Schönheit der Natur und die guten Früchte, die seine Erde hervorbringt.“ Also, umarmt noch schnell einen Baum, und wünscht ihm alles Gute!

Frohes Neujahr! für den Nachbarn

Und da unser Alltag ja immer multikultureller wird, kann es auch gut sein zu wissen, wer wann was feiert – etwa, dass der Ramadan am 28. Juni beginnt und das jüdische Neujahr (Rosh Hashana) am 25. und 26. September gefeiert wird. Und der iranische Nachbar ist bestimmt verblüfft, wenn Ihr ihm am 21. März „Frohes Neujahr!“ wünscht –  dann feiern nämlich Muslime im Iran Neujahr. Am selben Datum ist auch der „Internationale Tag gegen Rassendiskriminierung“, also tut was dagegen! 😉

1 KOMMENTAR

HINTERLASSEN SIE EINEN KOMMENTAR

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein