Ihr habt ja sicher mitbekommen, dass der Bundesgerichtshof gerade entschieden hat, dass Bearbeitungsgebühren bei Krediten unzulässig sind. Und der Bundesgerichtshof hat außerdem eine rückwirkende Frist von zehn Jahren angesetzt. Damit könnt Ihr auch rückwirkend bis zum 1. Januar 2005 diese Entgelte zurückfordern! Und weil genau deshalb die Verbraucher der Verbraucherzentrale in Mainz die Bude einrennen, bieten die Verbraucherschützer nun zwei eigene Beratungstermine zu dem Thema an.

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Es geht um Euer Geld! – Foto: gik

Am Dienstag, den 4. November, und am Donnerstag, den 6. November, gibt es eine telefonische Sonderberatung, und zwar jeweils von 10.00 Uhr bis 16.00 Uhr. Unter der Rufnummer 06131 – 28 48 866 beantworten die Experten Fragen rund um die Kredit-Bearbeitungsgebühren. Auch gibt es einen Musterbrief und weitere Informationen unter www.vz-rlp.de.

Der BGH hatte schon im Mai Bearbeitungsentgelte bei Verbraucherdarlehen für unzulässig erklärt (Az.: XI ZR 405/12 und Az.: XI ZR 170/13), weil diese kein Entgelt für eine gesonderte Leistung darstellen und deshalb nicht verlangt werden dürfen. Nun aber hat der BGH auch noch die rückwirkende Frist bestimmt: Es sei den Kunden wegen der unklaren Rechtslage erst ab Ende 2011 zumutbar gewesen, Klage auf Rückzahlung des Bearbeitungsentgelts zu erheben.

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Ansprüche jetzt geltend machen, Verjährung droht

Das bedeute, so die Verbraucherzentrale, dass zumindest alle nach dem 1. Januar 2005 gezahlten Bearbeitungsentgelte noch nicht verjährt sind. Zum 31. Dezember 2014 wird aber eine Vielzahl der Erstattungsansprüche verjähren, warnen die Verbraucherschützer.

Betroffene Kunden sollten daher umgehend fachkundigen Rat einholen und prüfen lassen, wann eigene Ansprüche verjähren, heißt es weiter. Verjährungshemmend wirkt beispielsweise die Erhebung einer Klage. Außerdem reicht ein einfaches Schreiben an die Banken oder Sparkassen nicht aus. Also: Informiert Euch und holt Euch Euer Geld zurück!

 

1 KOMMENTAR

  1. Hier sollte man sich bei Rückfragen unbedingt Hilfe holen, denn meist geht es doch schon um sehr viel Geld, was unberechtiger Weise bezahlt werden musste. Jeder Betroffene sollte auf sein Recht beharren.

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