Lese-Magnete, Kronkorken-Magnete, Ampelmännchen-Magnete – dieser Stand kann nur aus Berlin kommen. Tatsächlich wohnt Martin Wolter seit Neuestem in Berlin, dort hat er auch die coolen kleinen Haftmetalle gefunden. Die meisten stammen von kleinen Manufakturen in Berlin. Da werden etwa die magnetischen Schlüsselbretter von zwei Frauen hergestellt – wegen dieser Vertretung der Berliner Kreativszene ist der Magnete-Stand das Mainz&Adventskalendertürchen Nummer 14.

Martin Wolter mit Hund an seinem Papierstand - Foto: gik
Martin Wolter mit Hund an seinem Papierstand – Foto: gik

Martin Wolter steht schon zum sechsten Mal auf dem Mainzer Weihnachtsmarkt, mit seinen nostalgischen Papierwaren. Bislang hatte Wolter einen der kleinen, runden Stände links vom Domeingang inne, dort hat er nun  seine Magnet-Waren eingeräumt. Mit seinem Papierstand ist der Berliner hingegen in die Nachbarschaft des Gutenberg-Museums gezogen.

Papierstand „total ab vom Schuss“

Eigentlich eine gute Idee, handgeschöpftes Papier neben das Museum der Druckkunst zu stellen, nur: Man findet den Stand nicht mehr. Wolter ist so weit nach hinten gerückt, dass die Geschäfte – etwa der Lotto-Shop – ihn unsichtbar machen. Und auf der rechten Seite sind die anderen Stände so weit weg, dass sich nur wenige Leute an den Papierstand verirren.

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„Standen Sie nicht da vorn?“, fragt ein Kunde und deutet in Richtung Dom. „Das ist ja hier total ab vom Schuss“, fügt der junge Mann hinzu: „Mist!“ Wolter sagt, es wäre schön, wenn er ein Mitspracherecht bei der Standaufstellung gehabt hätte, das sei aber nicht machbar gewesen. Nun fürchtet der Berliner schmerzhafte Umsatzeinbußen.

Faire Trade, Berliner Töchter und der Domsgickel

Coole Magnete aus Berlin - Foto: gik
Coole Magnete aus Berlin – Foto: gik

Dabei hat Wolter viele gute Dinge an seinem Stand: 90 Prozent stammen aus Fair Trade-Projekten, auch die in Rindsleder gebundenen Bücher, die aus Indien kommen. Die Stempel sind aus Abfallholz aus der Möbelindustrie gefertig, ein Teil des handgeschöpften Papiers stammt aus Behindertenwerkstätten. „So etwas muss man fördern“, sagt Wolter.

Die Magnete waren für den Berliner ein Test-Projekt, und das ist gelungen, sie kommen gut an. Da gibt es etwa Magnete von den „Berliner Töchtern“, die liebevolle kleine Kunstwerke produzieren. Dann gibt es ganze Magnetbretter, große Magnettafeln und Tiermotive für die Pinnwand. Auch drei Mainzer Motive sind dabei: die Theodor-Heuss-Brücke bei Nacht etwa oder der Domsgickel.

Die meisten Magnete kosten zwischen 3,- und 5,- Euro. Wenn Wolter kommendes Jahr wieder kommen darf, würde er ein breiteres Sortiment mitbringen. „Ich bin gerne hier“, betont der Berliner, „es ist ein guter Markt.“ Finden wir auch 😉

Türchen&: Den Stand mit den Magneten findet Ihr unter der Standnummer 67 auf dem Markt, der erste Stand links vom Domeingang. Martin Wolter mit seinen Papierwaren findet Ihr unter der Nummer 99 vor dem Gutenberg-Museum links.

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