James Rizzi ist in Mainz ja ein alter Bekannter, erinnert Ihr Euch nach an die große Rizzi-Ausstellung in der Rheingoldhalle? Nun, jetzt ist der New Yorker Künstler mit seinen riesigen farbenfrohen Gemälden wieder in Mainz zu Gast, oder eher: seine Werke. Rizzi selbst ist ja leider, leider am 26. Dezember 2011 in New York gestorben. Seine Werke aber sind unverwechselbar-farbprächtig, naiv-anmutend und dennoch Spiegelbilder unserer Gesellschaft – bunt, wie das Leben selbst.

James Rizzi 2010 vor einem seiner Gemälde, einem Unikat - Foto: James Visser St. Louis
The Man and his Work: James Rizzi 2010 vor einem seiner Gemälde – Foto: James Visser St. Louis

Rund 700 Werke des Künstlers aus seinen letzten Lebensjahren und aus seinem Nachlass werden nun noch bis Ende August im Frankfurter Hof in Mainz gezeigt. Viele davon waren noch nie zu sehen, sind Weltpremieren – und das in Mainz! „James Rizzi – Das New Yorker Atelier“ heißt die Ausstellung, und sie nimmt die Besucher durch Originalmobiliar und großformatige Panoramen direkt mit in das Studio-Loft des Künstlers.

„Nur wenige Künstler haben so eng mit und in ihrer eigenen Kunst gelebt wie James Rizzi“, sagt Bernd Feil, Kurator der Ausstellung. Im Frankfurter Hof gibt es deshalb originalgetreue Wandnachbauten des Ateliers, der Küche und des Flurs, es wird eine Auswahl von Schuhen präsentiert, die nicht nur von Rizzi gestaltet, sondern auch von ihm selbst getragen wurden, heißt es in der Ankündigung. Wow.

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Schuhe, Modekollektion – und Daisy

Einmal in den Schuhen von jemand anderem laufen, bei den nordamerikanischen Indianern war das ein Ausdruck davon, in seine Gedanken und Haltungen einzutauchen. Die Mainzer Ausstellung verschafft den Besuchern nun wirklich tiefe Einblicke in Rizzis Leben: da werden Werke aus Rizzis Privatsammlung gezeigt, und zum ersten Mal Prototypen einer von Rizzi entworfenen Modekollektion, weltexklusiv heißt es. „Fancy Fashion“, in der Tat.

Porträt von James Rizzi 2007 - Foto: James Visser St. Louis
Mann, Gemälde, Hut, Hemd – farbenfroher James Rizzi 2007 – Foto: James Visser St. Louis

Und auch ein liebes Rindvieh ist in der Ausstellung dabei: Die Kuh „Daisy“, die James Rizzi von Hand bemalte, und die seit der New Yorker Cow Parade aus dem Jahr 2002 nicht mehr öffentlich zu sehen war, gibt sich in Mainz die Ehre – frisch restauriert.

Und noch einen weiteren Superlativ haben die Ausstellungsmacher nach Mainz geholt: das  rund 3,70 Meter breite und mehr als 1,80 Meter hohe Bild „Give Peace a Chance“ ist eines der größten jemals von Rizzi in seinem Loft gemalten Bilder.

Weitere Einblicke in das Leben des Künstlers und in seine Werke gibt es in den Führungen, und natürlich gibt es auch eigene Kinderführungen mit viel Raum für die Kreativität der Kids. Für die Kinder- und Familienführungen ist eine Anmeldung nötig.

Das Feine: die Ausstellung ist jeden Tag geöffnet, und das bis 20.00 Uhr am Abend. Und da der Sommer jetzt ja erst einmal vorbei ist, dachten wir uns: Geht hin! Kunst in der City, wenn das kein Sommer-Event ist!

Info& auf Mainz&: Die Ausstellung „James Rizzi – Das New Yorker Atelier“ findet bis zum 28. August im Frankfurter Hof in Mainz statt. Öffnungszeiten: Montags bis freitags 11.00 bis 20.00 Uhr, Samstags und sonntags 10.00 Uhr bis 19.00 Uhr.

Eintritt: Erwachsene 9,50 Euro, ermäßigt 8,- Euro, Kinder bis 18 Jahren 4,40 Euro. Familienkarte max. 2 Erwachsene, mindestens 1 Kind: 22,- Euro. Kinder bis 7 Jahre sowie Rollstuhlfahrer mit Begleitperson haben freien Eintritt. Alle Infos rund um die Ausstellung unter www.rizzi-mainz.de.

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