Mainz gehört ja nicht zu den allergrünsten Städten, zumindest was die Innenstadt angeht. Und seit CDU-Bürgermeister Norbert Schüler damals das Kettensägen-Massaker an den Bäumen auf dem Gutenberg-Platz veranstaltete, ist der Platz vor dem Theater eine weite Fläche ohne Grün. Und leider muss die Stadt ja auch jedes Jahr Bäume fällen, die krank oder umsturzgefährdet sind. Also könnte man sagen: Neue Bäume braucht die Stadt!

Bäume säumen den Schillerplatz in Mainz - Foto: gikDer Ruf ist erhört worden: 149 neue Bäume pflanzt die Stadtverwaltung in diesem Jahr neu. Der Schwerpunkt soll in der Innenstadt liegen, denn schließlich komme „Bäumen eine sehr wichtige klimatische Funktion zukommt“, wie die Mainzer Umweltdezernentin Katrin Eder (Grüne) am Donnerstag sagte.

Offenbar zählt bei der Stadt auch die Oberstadt zur Innenstadt, hier werden nämlich allein 44 neue Bäume gepflanzt. Allerdings gehört zur Oberstadt auch die Wormser Straße, das ist die Ausfallstraße von der Innenstadt nach Süden Richtung Laubenheim. Sie soll allein 12 neue Bäume bekommen, und das kann der Straße nur gut tun. Außerdem werden Göttelmannstraße, Am Linsenberg und die Goldgrube aufgeforstet, auch viel befahrene Straßen.

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Die Altstadt selbst bekommt 17 neue Bäume, 5 „Acer platanoides ‚Columnare'“ gehen in die Große Bleiche. Der „Acer platanoides“ ist übrigens ein Säulen-Spitzahorn, ein mittelgroßer kompakter Baum, wie es auf einschlägigen Internetseiten von Baumschulen heißt. Weitere dieser Bäume wandern in die Bahnhofstraße, den Kronberger Hof und in die Weißliliengasse. Die LU ist allerdings leider nicht dabei…

33 neue Bäume für die Neustadt

Der dritte große Baum-Gewinner ist die Neustadt mit 33 Bäumen. Die sind über den ganzen Stadtteil verstreut, darunter die Aspeltstraße, der Kaiser-Wilhelm-Ring und die Wallaustraße. Auch die Bushaltestelle am Bismarckplatz bekommt quasi ein grünes Dach, und in der Leibnizstraße gibt’s gleich vier neue Bäume. Hier ist dann auch ein „Tilia intermedia ‚Pallida'“ dabei – eine Kaiser-Linde. Schön, denn diese Bäume werden wuchtig-groß und bekommen im Herbst eine kräftige Rotfarbe.

Die Wormser Straße bekommt übrigens Bäume der Sorte „Prunus subhirtella ‚Autumnalis Rosea'“, und das ist eine rosablühende Winterkirsche. Die Baumpflanzungen gehen dann auch in den Stadteilen weiter: in Hartenberg-Münchfeld werden es 30 Bäume, in Ebersheim sechs, in Weisenau, Finthen und Hechtsheim je vier, in Bretzenheim drei und in Gonsenheim nur zwei. Aber der Stadtteil liegt ja auch direkt am Wald 😉

2 KOMMENTARE

  1. Ja, bitte, ganz ganz viele Bäume – und bitte einheimische!
    Derzeit werden nämlich im gesamten Stadtgebiet die Robinien gerodet, da Astbruchgefahr der meist 30-jährigen Bäume besteht, die von innen her faulen, hohl und brüchig werden. Sieht recht furchtbar aus, wenn auf einmal zig Bäume fehlen – und bestimmt mehr als 149.
    Vielleicht sollten Mainzer Bürger Pate werden von neuen Bäumen?! Oder Schüler in Projekten Bäume säen, großziehen und dann pflanzen?! Da gäbe es genügend Ideen – zumindest von FRÜHES FORSCHEN Rhein-Main und mir! Oder weitere Schulgärten planen!
    Eine weitere Möglichkeit wäre es, dies mit Aktionen am Tag der Artenvielfalt am 14. Juni 2014 (http://www.geo.de/GEO/natur/oekologie/tag_der_artenvielfalt/) zu kombinieren!!!???

  2. Hallo MSW, vielen Dank für den Kommentar! Dem Hinweis wegen der Baumfällungen gehen wir von Mainz& natürlich nach! Und wir haben gerade gelernt: die Kaiserlinde bekommt rote Äste und gelbe Blätter – man lernt nie aus! 😉

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