Wasserschutzpolizei und Feuerwehr haben am Sonntag rund 30 Ruderer aus dem Rhein in Höhe Wiesbaden-Biebrich retten müssen. Die Ruderer waren allesamt erfahrene Wassersportler und stammten von verschiedenen Rudervereinen der Region: aus Bingen, Eltville, Geisenheim, Flörsheim, Rüsselsheim, Wiesbaden und natürlich aus Mainz. Der Mainzer Ruderverein hatte zur traditionellen Eierfahrt geladen, auf dem Rückweg nach Schierstein gerieten die Ruderer in eine heftige Windbö – mehrere Boote kenterten.

Gefährlicher Rhein, hier der Blick von der Neustadt Richtung Brücke - Foto: gik
Gefährlicher Rhein, hier der Blick von der Neustadt Richtung Brücke – Foto: gik

Auf der Rückfahrt zum Schiersteiner Hafen sei das Unglück dann passiert. „Hinter der Nordmole schlug der Wind zu, es gab richtig hohe Wellen“, berichtete Winsloe weiter, der selbst aber nicht dabei war. Drei Boote aus Biebrich seien gekentert, auch zwei aus Mainz, in den Booten saßen je fünf Ruderer. Geschehen sei das alles hinter der Eisenbahnbrücke, „wo der Rhein den Knick in den Gegenwind macht“, sagte Winsloe.

Gegen 14.00 Uhr ging der Notruf bei der Feuerwehr Wiesbaden ein, bei der Rettung halfen dann die Berufsfeuerwehren von Wiesbaden und Mainz, die Retter der DLRG, dazu auch zwei Hubschrauber.  „Der Rhein hat derzeit wegen des Hochwassers eine sehr hohe Fließgeschwindigkeit“, sagte ein Feuerwehrleiter am Sonntagabend Mainz&. Dazu kam der Sturm mit hohen Wellen – die Rettung war zum Teil „sehr gefährlich und sehr schwierig.“

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Zum Glück konnten aber alle Ruderer aus den eiskalten Fluten gerettet werden, sieben erlitten Unterkühlungen. Zwei Ruderer mussten kurzzeitig in einer Klinik versorgt werden, konnten aber im Anschluss wieder nachhause, erfuhr Mainz& von den Rettungskräften. Diese Eierfahrt werden die Teilnehmer sicher nicht so schnell vergessen, aber natürlich werde es das traditionelle Treffen auch 2016 geben, sagte Winsloe: „Der Termin für 2016 steht schon fest.“

2 KOMMENTARE

    • Hallo Herr Laib, Eierfahrt heißt das Ganze nach einer alten Tradition, nach der es wohl mal einen Ruder-Wettbewerb in Berlin gb, dessen Gewinner 16 Eier bekam – warum auch immer. Da das Ganze im Ungefähren liegt, habe ich es erst mal nicht in den Artikel aufgenommen – aber dies war die Erklärung der Ruderer 😉

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