Das hilft wenigstens ein bisschen: Seit heute, Rosenmontag, ist die Autobahn-Anschlussstellen Mainz-Mombach wieder zu erreichen – zumindest von rheinland-pfälzischer Seite. Die Straßenbehörden konnten eine Abfahrt von der Autobahn 643 so umbauen, dass diese nun für Auf- und Abfahrt genutzt werden kann. Das hilft vor allem den Lkws: Die müssen sich nun nicht mehr durch Mainz ins Industriegebiet kämpfen. Aber auch den Pendlern hilft das ein bisschen.

Schiersteiner Brücke - Wendeltreppe und Riss hoch - Foto Kirschstein
Da ist die Problemstelle: direkt an der Auffahrt in Mainz-Mombach – Foto: gik

Die Schiersteiner Brücke zwischen Mainz und Wiesbaden ist weiter voll gesperrt, nachdem vergangene Woche ein Pfeiler auf Mainzer Seite absackte. Seither geht ein dicker Riss durch die Brücke, und zwar direkt an einer der Abfahrten am Mombacher Kreisel. Ob und wie schnell die Brücke stabilisiert und für den Verkehr wieder geöffnet werden kann, ist derzeit völlig unklar – neue Infos dazu soll es am Mittwoch geben.

Die bisherige Abfahrt Mombach aus Richtung Bingen wurde nun für einen zweispurigen Verkehr umgebaut. Die Rampe sei entsprechend ummarkiert worden, ab dem Kreisel in Mombach ist es damit nun auch wieder möglich, auf die A 643 in Fahrtrichtung Bingen aufzufahren, teilte das Innenministerium mit. Das hilft natürlich dem Industriegebiet Mombach sehr, hier stehen Fabriken von Nestlé und Frosch, auch der Konzern Schott dürfte sich freuen.

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Auch müssen Reisende nach Gonsenheim und Mombach, aber auch nach Budenheim, nicht mehr riesige Umwege über den Mainzer Ring und quer durch die Stadt nehmen. Wir sind ja für jede Entlastung dankbar 😉

Auf der Rampe werde der abfahrende und auffahrende Verkehr durch eine durchgezogene Markierung, auf der Vorlandbrücke sogar durch Gleitwände getrennt, hieß es weiter. Die Geschwindigkeit wurde wegen der engen Fahrspuren auf 40 Kilometer pro Stunde beschränkt. Damit kann nun auch vom Autobahndreieck Mainz wieder Richtung Wiesbaden fahren, wer nach Gonsenheim und Mombach will – nach Wiesbaden führt aber weiter kein Weg über die Brück‘.

Tweet Hochmoselbrücke Schiersteiner Brücke
Mer schenke den Meenzern e Brück – Danke, Mosel!

Die spielte natürlich auch beim Rosenmontag ein Rolle – der eine oder andere Zugbesucher hatte sich tatsächlich eine gebrochene Fahrbahn auf den Kopf gesetzt. Und von der Mosel kam auch närrische Hilfe: Nach der Melodie des bekannten Kölner Fastnachtshits „Mer losse dr Dom in Kölle“ bot die Sprecherin einer Initiative gegen den Hochmoselübergang den Mainzern ihre Brücke an…

Tja, diese Jecken….

Übrigens drohen gerade die Lokführer von der GdL an, erneut streiken zu wollen – na bravo…

Info& auf Mainz&: Mehr zum Drama um die Schiersteiner Brücke lest Ihr natürlich auf Mainz& – den ganzen Hintergrund zum Beispiel in diesem Artikel.

 

 

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