Keine Bange liebe Narren: Der Mainzer Rosenmontagszug findet wie gewohnt statt. Es gebe keinerlei Hinweise auf einen Anschlag auf den Mainz Zug, sagte ein Sprecher des Innenministeriums Rheinland-Pfalz am Sonntagnachmittag Mainz&. In Braunschweig hatte die Polizei kurz vor dem Start den Fastnachtsumzug abgesagt. Der Grund: Hinweise auf einen Terroranschlag. „Aus zuverlässigen Staatsschutzquellen“ sei bekannt geworden, „dass eine konkrete Gefährdung durch einen Anschlag mit islamistischem Hintergrund vorliege“, meldeten die Kollegen vom NDR.

Der Rosenmontagszug 2014. In kleiner und auch fein gibt es das ganze bei den Straßenfastnachten der Ortsteile. - Foto: gik
Der Rosenmontagszug in Mainz wird laufen – Foto: gik

In Braunschweig gab es laut Behörden sehr konkrete Hinweise von einer Person aus dem islamistischen Umfeld, diese Person „können wir auch einschätzen“, sagte der dortige Polizeipräsident. Es habe am Samstagabend um 22.00 Uhr eine „konkrete Terrorwarnung gegeben“, die sich auf den Verlauf des Umzugs – der in Braunschweig Schoduvel heißt – beziehe. Betroffen sollte womöglich der Altstadtmarkt sein – von dort berichten die Medien über den Umzug.

Es geht also mal wieder um Aufmerksamkeit und größtmöglichen Schaden, und es ist absolut unfassbar, dass auch wir in Deutschland nun von solchen Fanatikern bedroht werden. Entsprechend fassungslos war auch der Braunschweiger OB Ulrich Markurth. Die Polizei habe jedoch sehr deutlich gemacht, dass die Gefahr „sehr, sehr ernst zu nehmen ist“, zitiert der NDR in seinem Live-Ticker den OB.

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Entwarnung für Mainz: keinerlei Hinweise

In Mainz allerdings gibt es Entwarnung: „Wir haben keine konkrete Hinweise auf einen Terroranschlag“, sagte ein Sprecher des Innenministeriums Mainz&. Aus Sicht der Sicherheitsbehörden könnten die Fastnachtsumzüge stattfinden wie geplant. Der rheinland-pfälzische Verfassungsschutz und das Landeskriminalamt hätten regelmäßig Kontakt mit den Kollegen in Bund und Ländern. Und die Kollegen in Niedersachsen hätten denMainzern versichert, dass sich der Hinweis in Braunschweig auch ausschließlich auf den dortigen Umzug bezogen habe.

Zugnummer 9: Das Grundgesetz hütet Presse- und Meinungsfreiheit - Foto: gik
Motivwagen in Mainz: Grundgesetz ja, Charlie Hebdo nein. So hütet Mainz die Presse- und Meinungsfreiheit – Foto: gik

Trotzdem sind sie natürlich auch in Rheinland-Pfalz hellwach: Die Polizei in Rheinland-Pfalz stehe in engem Austausch mit den Fastnachtsvereinen, sagte der Ministeriumssprecher weiter – und sie sei „sensibilisiert und wachsam“.

Warum aber ausgerechnet Braunschweig? Angeblich soll es dort eine aktive Salafisten-Szene geben, also eine Szene der radikalisierten, islamistischen Fanatiker. Die Braunschweiger wollen übrigens jetzt weiter Karneval feiern – in der Stadthalle. Die sei sicher, versicherte die Polizei umgehend. Der Braunschweiger Umzug gilt übrigens als größter Fastnachtsumzug in Norddeutschland.

In Wiesbaden Motivwagen entschärft

In Wiesbaden hatten die Macher nach den Schüssen in Kopenhagen auf eine Veranstaltung zum Thema Meinungsfreiheit ihren Charlie Hebdo-Wagen entschärft, vor dem Umzug heute. Das ist natürlich bitter, keine Frage. Aber es gilt eben, was Lars Reichow bei „Mainz bleibt Mainz“ sagte: Wenn Satire alles darf, dann darf sie auch mal schweigen.

Und an Rosenmontag kommen rund 500.000 Besucher nach Mainz. Deren Sicherheit, sagte Reichow noch, sei ihm wichtiger als eine provokante Karikatur. Das sehen wir genauso. Manchmal ist ein bisschen Vorsicht in einer aufgeheizten Situation einfach besser. Frei sagen, was wir denken – das lässt sich Mainz& aber nicht verbieten!

Also Leute: weiter Feiern! Wir lassen uns doch unsere Fastnacht nicht nehmen 😉 Ein bisschen Aufmerksamkeit nebenher kann aber nicht schaden…

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