Eine Woche nach den Mainzern stehen nun auch die Wiesbadener gegen das Anti-Islam-Bündnis Pegida auf. Montagabend soll sich um 19.00 Uhr ein Protestzug vom Hauptbahnhof aus auf den Weg durch die Stadt machen. Das Wiesbadener Bündnis für mehr Demokratie hat dazu aufgerufen, der Spaziergang steht unter dem Motto “Für Vielfalt und Offenheit, Demokratie und Solidarität: kein Platz für Gewalt!” Erwartet werden laut Veranstalter 5.000 Menschen, das wären etwa doppelt so viele wie in Mainz. Aber wahrscheinlich fahren die ganzen Mainzer rüber nach Wiesbaden und verstärken die Hessen 😉

Menschenmenge auf der Schillerstraße
Anti-Pegida-Demo in Mainz – Foto: gik

In Mainz waren vergangenen Montag rund 2.000 Menschen gegen Pegida und für die Ermordeten der Pariser Anschläge sowie für die Pressefreiheit auf die Straße gegangen. Mit dabei waren auch viele Politiker aus Stadt und Land, keiner von ihnen hielt eine Rede, was wohltuend war.

Neun Reden in Wiesbaden, auch von Muslimen

Anders in Wiesbaden: Oberbürgermeister Sven Gerich (SPD) will gleich als erster reden, auch der DGB und ein Stadtschülersprecher werden etwas sagen. Unter den insgesamt neun (!) Rednern sind aber auch Vertreter der jüdischen Gemeinde sowie der Katholiken, aber auch Vertreter von muslimischen und türkischen Gemeinden sowie der erste Vorsitzende der Sinti-Union Hessen. Neun Reden, da kommen die Wiesbadener gar nicht zum Laufen 😉

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Anti-Pegida-Demo mit Bunt statt Braun Schild
Anti-Pegida-Demonstrantin in Mainz – Foto: gik

Zumal die Route nicht übermäßig lang ist: Vom Bahnhof geht es geradeaus über die Bahnhofstraße zu einer Zwischenkundgebung im Bereich um den Geschwister-Stock-Platz, dem Mahnmal Wiesbadener Sinti und Roma, und weiter in Richtung Schloßplatz zur Abschlusskundgebung vor dem Landtag. 1.900 Menschen habe sich auf Facebook bereits angemeldet.

“Der Hass darf in unseren Herzen keinen Raum einnehmen”

Die Terroranschläge auf das Pariser Satiremagazin Charlie Hebdo sowie auf einen jüdischen Supermarkt seien “auch ein Anschlag auf das friedliche Zusammenleben von Gläubigen verschiedener Religionen”, sagte Oberbürgermeister Sven Gerich. “Der Hass, der die Mörder von Paris trieb, darf in unseren Herzen keinen Raum einnehmen”, heißt es in der Mitteilung weiter: “Als Demokraten werden wir dem Terror die unverbrüchlichen Werte einer freien Gesellschaft entgegensetzen.”

Auch Wiesbaden ist nun Charlie.

Info& auf Mainz&: No-Pegida-Spaziergang am Montag, den 19. Januar, 19.00 Uhr, ab dem Wiesbadener Hauptbahnhof. Alle Informationen findet Ihr auf dieser Facebook-Seite.

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