Keine Lust mehr auf Weihnachtsmarkt? Können wir ja gar nicht verstehen 😉 Aber gut: Am Sonntag können wir zumindest mal Jazzfans froh machen: In der Rheingoldhalle steigt die 13. Ausgabe der Reihe „Treffpunkt Jazz!“, und die hat einen veritablen Star im Gepäck: Der US-Amerikaner Gregory Porter gibt sich die Ehre – das ist der Mann mit der komischen Ballonmütze. Weitere Events am Wochenende: Der Bachchor gibt das  Weihnachtsoratorium – und im Hauptbahnhof werden Gospels gesungen. Na gut, das ist am Montag – aber dafür verlängern wir das Wochenende schnell mal 😉

Samstag, 13. Dezember, 19.30 Uhr Weihnachtsoratorium vom Bachchor

Die Geburt Christi - Anonymes Gemälde, Italien, 18. Jahrhundert
Die Geburt Christi – Anonymes Gemälde, Italien, 18. Jahrhundert

Das gehört einfach zu Weihnachten wie der Baum und die Gans: Das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach. Die gesungene Weihnachtsgeschichte mit vielen berühmten Ohrwürmern wie „Jauchzet, frohlocket“, „Schaut hin, dort liegt im finster’n Stall“ und „Lasset uns nun gehen gen Bethlehem“ ist ein faszinierend-lebendiges Werk und die perfekte Einstimmung auf Weihnachten.

Dazu tragen natürlich auch Arien wie „Bereite dich, Zion“ bei – und der Bachchor hat traditionell gute Solisten. In diesem Jahr sind es Monika Eder (Sopran), Margot Oitzinger (Alt), Andreas Karasiak (Tenor) und Yorck Felix Speer (Bass). Gesungen werden die Teile I-III sowie Teil IV.

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Das Weihnachtsoratorium wird übrigens dieses Jahr 280 Jahre alt – das Werk wurde am ersten Weihnachtsfeiertag im Jahr 1734 erstmals aufgeführt. Die insgesamt sechs Teile des Werks wurden an sechs Tagen zwischen Weihnachten und dem Fest der Heiligen Drei Könige am 6. Januar in Gottesdiensten aufgeführt. Unsere heutige Praxis, das Werk in einem Rutsch aufzuführen und zu genießen, war gar nicht so gedacht. Macht nichts – das Werk ist auch am Stück sehr schön 😉

Bachchor & Bachorchester, Weihnachtsoratorium von J.S. Bach, Samstag, 13.12., 19.30 Uhr in der Christuskirche, Leitung Ralf Otto. Um  18.30 Uhr gibt es eine (kostenlose) Einführung ins Werk. Mehr Infos und eine Ticket-Hotline (!) hier.

Sonntag, 14. Dezember, 20.00 Uhr „Treffpunkt Jazz!“ mit Gregory Porter

Gregory Porter ist der Shootingstar der internationalen Jazzszene, der Zwei-Meter-Mann wird gerne mit Größen wie Nat King Cole und Barry White verglichen. Tatsächlich klingt der Bariton des Hünen so sanft und manchmal verträumt, dann wieder kraftvoll, als wären die 1970s zurück. Möglicherweise ist das ein Teil-Grund für den Erfolg, möglicherweise auch die Aura, die ihn umgibt: Porter ist der Mann, der stets einen Hut und darunter eine Art Strickmütze trägt – schwarz, wie sein Bart. Warum, weiß keiner, und Porter klärt auch nicht auf. Klug, der Mann.

10122014 Foto Treffpunkt Jazz! GREGORY PORTER
Jazz-Shooting-Star Gregory Porter

Die Jazzszene wiederum ist elektrisiert: Der Mann schreibt seine eigenen Songs – das war offenbar aus der Mode gekommen -, er klingt manchmal wie Frank Sinatra in seinen besten Tagen, und er mischt fröhlich Jazz mit Soul, Gospel und Rhythm & Blues. Und während wir diese Zeilen schreiben, lassen wir uns von Gregory Porter inspirieren. Klappt wunderbar!

In Mainz wird Porter flankiert von Kurzauftritten von Soul-Sänger Myles Sanko mit seiner Band und einem Jazz & Soul-Trio um den Sänger Alexander Gelhausen, den Pianisten Sebastian Sternal (Neuer Deutscher Jazzpreis 2014) und den Bassisten Martin Gjakonovski.

„Treffpunkt Jazz!“-Spezial mit Gregory Porter, Sonntag, 14.12.2014, 20.00 Uhr, Rheingoldhalle. Eintritt 36,- bis 40,- Euro im Vorverkauf, Abendkasse 39,- bis 45,- Euro.

Montag, 15. Dezember, 19.00 Uhr Gospel im Hauptbahnhof

Chor GospelGroove bei den Proben - Foto: Bernd Eßling
Chor GospelGroove bei den Proben – Foto: Bernd Eßling

Das ist mal eine nette Idee: Am Montag werden die Reisenden im Mainzer Hauptbahnhof mit Gospels vorweihnachtlich gestimmt. Von 19.00 Uhr an singt „GospelGroove“, der Gospelchor der Mainzer Christuskirche, traditionelle und moderne Gospels. Was für eine coole Idee! Die stammt übrigens aus dem norwegischen Oslo, dort findet mit einem bekannten norwegischen Gospelchor auch in der Adventszeit solch ein Auftritt im Bahnhof statt.

Ein Chormitglied brachte die Idee nach Mainz mit – nun singt der Chor schon zum dritten Mal eine Weihnachtssession im Bahnhof. Auf dem Programm stehen traditionelle Songs wie „Jesus, the light of the world“ , zeitgenössische Gospels des Afroamerikaners Kirk Franklin und Kompositionen von skandinavischen Gospelkomponisten wie Joakim Arenius und Hans-Christian Jochimsen, heißt es in der Ankündigung. Und es soll Leute geben, die extra zu dem Konzert an dem ungewöhnlichen Ort kommen.

Montag, 15.12.2014, 19.00 Uhr Gospel Konzert mit „GospelGroove“ im Mainzer Hauptbahnhof, Dauer eine Stunde, Eintritt frei. Wo der Chor steht? Wissen wir auch nicht. Aber Ihr werdet es hören 😉

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