Dieses Wochenende gibt es gleich drei spannende Vorträge. Die bekannte evangelische Theologin Margot Käßmann ist zu Besuch in Mainz, um Euch etwas über das Weltverbessern zu lehren, auch der NABU ist am Samstag mit Tipps da, um Euch zu Eurem eigenen Naturparadies zu verhelfen. Obendrauf sind die Astronomen am Sonntag zur Stelle, um Euch zu erklären was die Raumsonde Gaia eigentlich alles so tut, auf ihrer Mission, die Milchstraße zu vermessen.

Freitag, 24. April um 20.00 Uhr: Margot Käßmann mit „Mehr als Ja und Amen!“ in der Christuskirche

Margot Käßmann ist eine der bekanntesten Theologinnen in Deutschland. Sie setzt sich seit Jahren für den friedlichen Dialog zwischen den Religionen und Gleichberechtigung ein. Sie spricht sich offen für einen besseren Umgang der Kirchen mit Homosexuellen aus. Ihre Medienpräsenz nutzt sie oft für klare Worte wie ihre Kritik am Afghanistaneinsatz der Bundeswehr oder ihre Aussage, das römisch-katholische Kondomverbot sei nicht verantwortbar im Zusammenhang mit Aids. „Ja und Amen“ zu sagen ist also nicht ihr Ding.

Kuppel Christuskirche

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Und genau darum soll es in ihrem Vortrag in der Christuskirche gehen, der den Titel hat: „Mehr als Ja und Amen! Doch, wir können die Welt verbessern.“ Käßmann stellt auch ihr Buch mit genau diesem Titel vor, in dem sie unter anderem fragt, warum das Wort „Weltverbesserer“ heutzutage eigentlich negativ besetzt ist. Das Buch landete auf der Spiegel-Bestsellerliste. In ihrem Vortrag soll auch darum gehen, was jeder Einzelne beitragen kann, indem wir nicht einfach „Ja und Amen“ sagen, sondern etwas tun.

Im Rahmen der Veranstaltung werden für das Projekt „Widows Care e. V.“ Spenden gesammelt. Widows Care ist ein Projekt von acht Pfarrerinnen in Mainz, die den Verein gegründet haben mit dem Gedanken, etwas zu tun. Der Zweck des Vereins ist, Witwen im Norden Nigerias zu helfen, die Opfer von Boko Haram geworden sind. Sie wollen den Frauen, denen die Terroristen alles genommen haben helfen zu fliehen, oder ein neues Leben zu finden.

Freitag, 24. April um 20.00 Uhr: „Mehr als Ja und Amen! Doch, wir können die Welt verbessern“, Margot Käßmann in der Christuskirche, der Eintritt ist frei.

Samstag, 25. April, 14.30 Uhr: Experten vom NABU erklären wie Ihr Balkon und Garten in Naturparadiese verwandeln könnt

Blaue Holzbiene Rainer Michalski
Blaue Honigbiene auf Blüte – Natur pur – Foto: Rainer MichalskiHöhner

Es ist Frühling und somit auch wieder Zeit den Balkon oder Garten mit neuem Grün zu bestücken. Euer grünes Reich so gestalten, dass Ihr Gartenvögel, Schmetterlinge, fleißige Bienen und sogar Fledermäuse zu Besuch bekommt? Ein eigenes kleines Naturparadies für relativ wenig Aufwand? Wie das geht könnt Ihr am Samstag um 14.30 Uhr vom NABU Experten Rainer Michalski in seinem kostenfreien Vortrag „Mehr Natur im Garten und auf dem Balkon!“ erfahren.

Michalski wird Euch nicht nur erklären wie das geht, mit dem eigenen Naturparadies, nach dem Vortrag wird es auch noch ausreichend Gelegenheiten geben, Euch mit Fragen an den Experten zu richten. Auch ein Informationstand vom NABU ist vor Ort, an dem Ihr Euch informieren könnt, was es denn noch so an Naturprojekten gibt in Mainz und Umgebung. Wenn Ihr vorher schon mal ein paar Tipps lesen wollt, zu denen Ihr dann vielleicht noch Fragen habt am Samstag könnt Ihr das hier tun.

Samstag, 25. April um 14.30 Uhr: „Mehr Natur im Garten und auf dem Balkon!“ im UmweltInformationsZentrum, Dominikanerstraße 2, der Eintritt ist frei.

Sonntag, 26. April um 15.00 Uhr: Wie 1000 Millionen Sterne in unserer Milchstraße vermessen werden

Die Astronomie hat in den vergangenen 20 Jahren bei der Erforschung der Milchstraße große Fortschritte gemacht. Trotzdem herrscht unter Experten noch immer große Uneinigkeit über die ungefähre Gesamtzahl der Sterne unserer Heimatgalaxie. 2013 wurde deswegen die Raumsonde „Gaia“ der Europäischen Raumfahrtorganisation (ESA) auf ihre Mission ins All geschickt, um die Milchstraße zu vermessen.

Joao aus Brasilien am Teleskop mit Projektion - Foto gik

Der Astrophysiker Ulrich Bastian vom Zentrum für Astronomie der Universität Heidelberg wird in seinem Vortrag „Gaia, die 1000-Millionen-Sterne-Maschiene vermisst die Milchstraße“, allen Astronomie-Interessierten den Zweck und die Arbeitsweise der Gaia-Mission näher erklären. Es wird auch der aktuelle Stand der Mission vorgestellt, schließlich ist es spannend zu erfahren, was Gaia in den bisher zwei Jahren ihrer insgesamt auf fünf Jahre angesetzten Reise messen konnte.

Drei Wochen nach Gaias Start, war sie bereits 1,5 Millionen Kilometer von der Erde entfernt. Am 25. Juli 2014 nahm sie nach einer komplizierten Phase der Inbetriebnahme den wissenschaftlichen Betrieb auf. Seit etwas weniger als einem Jahr misst Gaia nun also schon. Leider kann man erst nach anderthalb Jahren Messzeit das erste dreidimensionale Bild unserer Galaxie aus den Daten konstruieren.

Sonntag, 26. April, 15.00 Uhr: „Gaia, die 1000-Millionen-Sterne-Maschiene vermisst die Milchstraße“, Vortrag von Dr. Ulrich Bastian im Naturhistorischem Museum Mainz. Eintritt 4,- Euro, ermäßigt 3,- Euro. Im Flyer der Astronomischen Arbeitsgemeinschaft Mainz liegt ein kostenloser Gutschein bei. Diesen könnt Ihr entweder hier herunterladen, oder im Naturhistorischen Museum bekommen.

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