Heute Nacht ist es mal wieder so weit: Es wird an der Uhr gedreht. Um zwei Uhr rücken die Zeiger um eine Stunde nach vorn, dann ist es plötzlich drei Uhr – und wir haben eine Stunde Schlaf zu wenig… Sommerzeit nennt sich die Erfindung, die seit 1980 in Deutschland gilt. Eingeführt wurde sie mal wegen der Ölkrise, die Energieersparnis ist längst ins Reich der Märchen abgewandert, aber die Uhrumstellung haben wir immer noch 😉 Und wir haben den ultimativen Trick, wie Ihr Euch das mit der Uhr merken könnt!

Biergarten Laubenheimer Höhe
Raus ins Freie, an die frische Luft, Gartenstühle rausstellen! Und die Uhr zur Sommerzeit eine Stunde nach vorne – Foto: gik

Jahrelang konnten wir uns nie merken, wie das denn nun mit der Uhr ist: Vor? Zurück? Wie war das gleich? Bis uns einer diesen Trick erzählte: Sommer, das hat doch was mit Sonne, Wärme und draußen Sitzen zu tun – also mit Gartenstühlen. Und die werden im Sommer vor die Tür gestellt, richtig? Eben: VOR die Tür, also vorwärts. Und zum Winter holt man sie wieder hinein, stellt sie also nach hinten oder RÜCKWÄRTS. Und so wird dann auch der Zeiger der Uhr gedreht – eigentlich ganz einfach 😉

Tatsächlich hätten wir ja nichts dagegen, auf Dauer die Sommerzeit beizubehalten, es macht den Tag insgesamt so viel heller, gerade auch im Winter. Aber da stöhnen dann ja immer sofort die Frühaufsteher der Nation auf – vor allem Schüler und Lehrer. Aber mal ehrlich: Macht denn etwas mehr Licht am Morgen so viel aus, wenn es im Winter doch ohnehin um 8.00 Uhr noch dunkel ist? Wieviel mehr Lebensqualität hat man dagegen an den Abenden, wenn mehr Licht das Leben leichter macht!

- Werbung -
Werben auf Mainz&
Hängematten am Mainz Strand
Man kann natürlich auch gleich die Hängematte raushängen 😉 – Foto: gik

Stattdessen stöhnen jetzt bei jeder Uhrumstellung die Mediziner über die Auswirkungen auf den menschlichen Organismus, geben Tipps und raten, was man bei Hund‘ und Katze beachten muss. Wir sehen das viel gelassener: Gönnt Euch doch einfach den längeren Schlaf und schaut am Sonntag nicht so oft auf die Uhr – dann klappt das auch mit der Zeitumstellung 😉

Übrigens gab es die Zeitumstellung an sich schon viel früher: Eingeführt wurde sie – weiß Wikipedia zu berichten – erstmals am 30. April 1916, und zwar im Deutschen Reich und in Österreich-Ungarn, kurz danach auch in Großbritannien und Irland. Hättet Ihr nicht gedacht, oder? Als Erfinder der Sommerzeit gilt übrigens der britische Unternehmer William Willett, dem bei einem Ausritt am Morgen viele herabgelassene Rollläden auffielen – worauf er auf eine Verschwendung von Tageslicht schloss. Tja.

Als 1916 Deutschland tatsächlich als erstes die Sommerzeit einführte, erlebte Willett das nicht mehr: Er war 1915 an einer Influenza gestorben. Wir waren eben immer schon eifrige Energiesparer 😉 1981 wurde übrigens der Beginn der Sommerzeit auf Ende März vorverlegt, 1996 wurde sie um einen Monat nach hinten verlängert – seither erfolgt auch in Deutschland die Rück-Zeitumstellung auf die Winterzeit erst Ende Oktober, wie es zuvor schon in anderen Ländern wie den USA üblich war. Im Oktober bekommt Ihr übrigens die eine Stunde Schlaf wieder zurück. Aber jetzt genießen wir es erst einmal, dass jetzt endlich der Frühling kommt!

Info& auf Mainz&: Einführung der Sommerzeit in der Nacht von Samstag, dem 26. März auf Sonntag, den 27. März 2016. Um 2.00 Uhr werden alle Uhren eine Stunde vor auf 3.00 Uhr gestellt. Busse und Bahnen übrigens überspringen mit ihren Fahrplänen die fehlende Stunde einfach. Mehr zur Sommerzeit findet Ihr bei Wikipedia, und zwar hier.

Werbung

HINTERLASSEN SIE EINEN KOMMENTAR

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein