Das trübe Winterwetter in den Tälern lässt viele Mainzer und andere Stadtbewohner sehnsüchtig auf die schneebedeckten Hänge des Taunus schauen, viele machten sich in den vergangen Tagen auf zum Ausflug in die angrenzenden Regionen. Die Wiesbadener Polizei mahnt nun: Bleiben Sie am kommenden Wochenende zuhause! Parkplätze und Zufahrtswege seien am vergangenen Wochenende vielfach überlaufen gewesen, das habe zu Park-Chaos und blockierten Rettungswegen geführt, die Konsequenz: die Polizei wird an diesem Wochenende Zufahrtsstraßen und Parkplätze an vielen Winter-Hotspots sperren. Vor allem die Bereiche Platte und Eiserne Hand sollten gemieden werden. Auch in Rheinland-Pfalz gilt der Appell, nicht massenhaft in Wintersportgebiete zu strömen.

Ein Schneespaziergang - danach sehnen sich gerade viele Stadtbewohner angesichts des trüben Winterwetters. - Foto: gik
Ein Schneespaziergang – danach sehnen sich gerade viele Stadtbewohner angesichts des trüben Winterwetters, denn in Mainz liegt weiter kein Schnee. – Foto: gik

Die schöne Winterlandschaft der hessischen Höhenlagen habe bereits über Silvester und am vergangenen Wochenende viele Einheimische und Ausflügler zum Wandern, Schlitten- oder Skifahren gelockt, heißt es bei der Wiesbadener Polizei. Die Folge: Rund um Wiesbaden, Taunusstein und die umliegenden Ortschaften seien die vorhandenen Parkplätze und Zufahrtswege „viel zu stark frequentiert“ gewesen, das habe vielerorts zu Park-Chaos und gefährlichen Verkehrssituationen wie auch blockierten Rettungswegen geführt. „Die vielen Menschen auf den Hängen und Wegen machten es oft unmöglich, entsprechende Abstände zueinander einzuhalten“, kritisierte die Polizei.

Für das kommende Wochenende, den 9. und 10. Januar, erwarte man erneut einen Ansturm auf die Höhenlagen des Taunus, es sei damit zu rechnen, dass die Parkplätze dem nicht standhielten, warnte die Stadt Wiesbaden am Freitag, und mahnte: „Es ist dringend davon abzuraten, am Samstag und Sonntag Parkplätze und Wandermöglichkeiten auf den Höhenlagen anzufahren.“ Für Spaziergänge und Ausflüge in die Natur sollten deshalb Startpunkte in tieferen Lagen gewählt werden. „Auch im Freien gilt: Abstand halten, bei Bedarf Gesichtsmaske“, betonte die Stadt Wiesbaden.

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Ein Spaziergang im verschneiten Wald, das lockt jetzt gerade im Corona-Lockdown viele. - Foto: gik
Ein Spaziergang im verschneiten Wald, das lockt jetzt gerade im Corona-Lockdown viele. – Foto: gik

„Auch im Schnee sollten Menschenansammlungen unbedingt vermieden und Abstandregeln eingehalten werden“, heißt es auch von der Polizei. Die Polizei mahnt zudem dringend, ausgewiesene Rettungswege und Ortsdurchfahrten sowie Zufahrten zu den Parkplätzen für Rettungsfahrzeuge freizuhalten. Auch warnt die Stadt Wiesbaden vor Schneebruchgefahr, auch deshalb sollten Autofahrten auf die Höhenlagen vermieden werden. Die Stadt Wiesbaden weist zudem gemeinsam mit dem Naturpark Rhein-Taunus auf zahlreiche Ausweichparkplätze hin, diese könnten auf einer interaktiven Karte auf der Homepage des Naturparks eingesehen werden. Auch diese Stellplätze könnten aber nur begrenzt Besucherströme aufnehmen. „Für dieses Wochenende erhoffen wir uns deshalb, dass Sie in Ihrem und dem Interesse Ihrer Lieben zu Hause bleiben oder die Natur rund um Ihren Heimatort genießen“, appelliert die Polizei.

Dazu werden bestimmte Zufahrtsstraßen und Parkplätze schlicht gesperrt sein, dazu gehören etwa:

  • Oestrich-Winkel: Zufahrt zur Hallgarter Zange
  • Taunusstein: Am Haferstück; Sportanlage Halberg und untere Parkplätze in Wehen, Zu- und Abfahrtswege zur Reit- und Tennissportanlage Seitzenhahn; Parkplatz der Firma Brita, Parkplatz SV Wehen Wiesbaden.

Folgende Zufahrtswege und Parkplätze werden verstärkt kontrolliert und können je
nach Zulauf und Wetterlage geschlossen werden:

  • Wiesbaden: Eiserne Hand, Hohe Wurzel und Platte
  • Schlangenbad: Dreispitz
  • Eltville: Der Wanderparkplatz Förster-Biller-Eiche bleibt offen,
    wird jedoch bei Vollauslastung geschlossen werden.
So überfüllt wie hier der Parkplatz Bittereiche waren viele Plätze vergangenes Wochenende: Ausflügler suchten den Schnee. - Foto: Naturpark Rhein-Taunus
So überfüllt wie hier der Parkplatz Bittereiche waren viele Plätze vergangenes Wochenende: Ausflügler suchten den Schnee. – Foto: Naturpark Rhein-Taunus

Auch in Rheinland-Pfalz appellierte Innenminister Roger Lewentz (SPD), nicht massenhaft in Wintersportgebiete zu strömen. „Die Zeiten sind leider nicht geeignet, um in großer Zahl zu den Touristenmagneten zu strömen und in Massen die Skipisten zu nutzen“, sagte Lewentz. Überall in Rheinland-Pfalz gebe es auch vor der eigenen Haustür schöne Strecken, um die Natur zu genießen und sich zu bewegen. Jeder einzelne trage seinen Teil dazu bei, die Pandemie zurückzudrängen. Das Wochenende sei erst recht nicht dazu geeignet, es vor Inkrafttreten der nächsten Verordnung am Montag noch einmal besonders überschwänglich zu nutzen.

Die rheinland-pfälzische Polizei will am Wochenende verstärkt im Bereich besonders betroffener Winter-Ausflugs-Regionen kontrollieren, etwa dem Erbeskopf (Polizeipräsidium Trier), der Hohen Acht (Polizeipräsidium Koblenz) und dem Donnersberg (Polizeipräsidium Mainz). Dazu gehöre auch die Kontrolle der Corona-Regeln sowie die Überwachung der nächtlichen Ausgangsbeschränkungen in Speyer, Frankenthal, Ludwigshafen und im Rhein-Pfalz-Kreis.

Info& auf Mainz&: Den Naturpark Rhein-Taunus samt Informationen zu Parkplätzen und Ausflugsgebieten findet Ihr hier im Internet.

 

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