Das ist ein Schlag für die Gastroszene in Mainz: Das beliebte Restaurant Hintz & Kuntz am unteren Marktplatz in Mainz schließt bereits zum 1. Juli seine Tore. Sie hätten sich „nun doch schweren Herzens dazu entschlossen, das HINTZ & KUNTZ nicht mehr weiterzuführen“, teilten die Betreiber, die Brüder Ivecen am Montagabend auf ihrer Facebookseite mit: „Unsere Türen im Schatten des Doms bleiben ab dem 1. Juli 2020 geschlossen.“

Facebookpost zur Schließung des Hintz und Kuntz zum Juli 2020. - Screenshot: gik
Facebookpost zur Schließung des Hintz und Kuntz zum Juli 2020. – Screenshot: gik

Seit 2011 hatten die Brüder Ivecen mit dem Hintz & Kuntz die Premiumlage direkt am Römischen Kaiser und quasi zu Füßen des Mainzer Doms mit einem gut Meenzerischen Restaurant bespielt und mit einer wunderschönen Terrasse belebt. Das Konzept aus Gastronomie für Jedermann mit Mainzer Einschlag, moderner Küche und Bücherfokus war bereits der dritte Gastronomiestreich von Inhaber Kamil Ivecen und seinen Brüdern – nach dem legendären Lomo am Ballplatz sowie dem Le BonBon.

Doch am Montag teilten die Brüder überraschend auf ihrer Facebookseite mit: „Wir wollten es nicht wahrhaben, waren enttäuscht, haben nochmal mit aller Kraft alles versucht und uns nun doch schweren Herzens dazu entschlossen, das HINTZ & KUNTZ nicht mehr weiterzuführen.“ Nun sei die Entscheidung gefallen – das Hintz & Kuntz werde schon zum 1. Juli seine Tore endgültig schließen. Damit dürfte das Restaurant am Markt das erste prominente Opfer der Corona-Krise sein, erst am 13. Mai hatte das Restaurant nach dem Shutdown wieder öffnen dürfen.

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Durch den Shutdown in der Corona-Krise Mitte März kämpfen viele Gastronomiebetriebe ums Überleben, auch die Wiedereröffnung ab dem 13. Mai half vielen nur bedingt: Durch die strengen Hygiene- und Abstandsregeln können die Gastronomiebetriebe nur einen Bruchteil ihrer sonstigen Gästemengen bewirten, für viele deckt das noch nicht einmal die Unkosten.

Die Betreiber selbst schrieben nur so viel dazu: „Die letzten Monate waren intensiv und zugleich lehrreich – für uns alle auf unterschiedlichste Weise.“ Sie blickten „voller Stolz, Freude und in Wehmut zurück“ und bedankten sich für die große Unterstützung durch Gäste und Team. „Alles ist immer für irgendetwas gut“, heißt es im Facebookpost weiter. „Wir packen unsere positive Energie ein und freuen uns darauf, Euch im LeBonbon, F.Minthe und im Lehmanns begrüßen zu dürfen.“ Die Brüder Ivecen hatten erst kürzlich das Lehmann’s in der Holzstraße eröffnet und führen seit 2019 den Biergarten F.Minthe im neuen Mainzer Zollhafen.

Info& auf Mainz&: Den ganzen Facebookpost könnt Ihr hier auf Facebook nachlesen. Wir versuchen derzeit noch, die Inhaber selbst zu erreichen, um mehr über die Hintergründe zu erfahren, sobald uns das gelungen ist, lest Ihr das Ergebnis natürlich hier.

2 KOMMENTARE

  1. Warum schreibt denn niemand mehr die korrekten alten Mainzer Namen Leichhof, Höfchen, Markt und Liebfrauenplatz? Statt dessen höre ich immer nur Domplatz oder Marktplatz. Und jetzt in diesem Artikel: „Unterer Marktplatz“.
    Warum dieser Phantasienamen? Warum nicht Liebfrauenplatz? Ist das denn so schwierig?

  2. Wie viele Mainzer gibt es überhaupt noch? Alles Messfremde. Kaum einer kennt das angestammte Vokabular von Aabeemick bis Zwerndoppisch. Und nach gerichtlicher Entscheidung heißt die Meenzer Fassenacht Karneval bzw. Fasching. Zu finden ist dieser Irrsinn bei Google unter meinem Namen. Mit der Umschreibung der Originalnamen, wird diesem Verfall der Kultur Rechnung getragen. Noch viel schlimmer ist das bei der AZ, die bis zur Unverständlichkeit Anglizismen und „Denglisch“ frönt und Straßennamen fast grundsätzulich falsch schreibt.

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