Am Donnerstag ist es wieder so weit: Die Brücke am Mainzer Winterhafen muss in den Brücken-Check. zwei Mal pro Jahr muss der Drehmechanismus überprüft werden, in diesem Jahr steht dazu aber auch noch ein Reparatur an. Die Winterhafenbrücke wird deshalb für mehrere Stunden gesperrt, der Gang oder die Radfahrt auf die Mole am Winterhafen ist so lange auf direktem Wege nicht möglich.

Die Drehbrücke am Mainzer Winterhafen wird wieder einmal für den Routine-Check gesperrt. - Foto: gik
Die Drehbrücke am Mainzer Winterhafen wird wieder einmal für den Routine-Check gesperrt. – Foto: gik

Die Drehbrücke ist eine der ältesten, noch erhaltenen Brücken ihrer Art am Rhein. Das Original stammt aus dem Jahr 1877, eine Konstruktion aus Stahl, die auf Sandstein-Pfeilern ruhte, bis heute ist das so. Ihr Drehmechanismus macht den Weg frei in den Winterhafen, dessen Becken wiederum ab 1860 gebaut wurde: Zwölf Jahre nach Eröffnung des Winterhafens im Jahre 1865 ermöglichte die Brücke Schiffen bei jedem Wasserstand eine Durchfahrt, 130 Jahre lang.

Im Oktober 2009 musste die Brücke indes komplett erneuert werden: Das 76 Tonnen schwere Bauwerk war damals völlig marode und musste abgebaut werden. Rost, Witterung und Umwelteinflüsse hatten dem Kulturdenkmal über die Jahre derartig zugesetzt, dass es nicht mehr zu reparieren war. Die Stadt Mainz gab eine neue Brücke in Auftrag, und zwar bei der Wiesbadener Stahlbaufirma Huhle – die neue, 37,50 Meter lange und 4,50 Meter breite Konstruktion wurde über den Rhein hinweg angeliefert.

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Einbau der neuen Winterhafen-Brücke im Oktober 2009 - bei sehr nebligem Wetter. - Foto: gik
Einbau der neuen Winterhafen-Brücke im Oktober 2009 – bei sehr nebligem Wetter. – Foto: gik

Das Besonders an der Brücke ist der Drehmechanismus, und der wurde bei der Neukonstruktion „wiederbelebt“ und auf ein modernes, maschinelles Hydrauliksystem umgestellt. Nun wird dieser Mechanismus zwei Mal pro Jahr überprüft, die Winterhafenbrücke muss dafür komplett gesperrt werden – an diesem Donnerstag, dem 29. September 2022, ist es wieder so weit. Doch dieses Mal steht zusätzlich zum obligatorischen Brücken-Check noch mehr an, wie Jeanette Wetterling, Chefin des Mainzer Wirtschaftsbetriebs nun mitteilte.

„Neben dem obligatorischen Routine-Check müssen dieses Mal zusätzlich auch noch die Hydraulikschläuche ausgetauscht werden“, erklärte Wetterling. Und das heißt: „Die Arbeiten und damit auch die Sperrung dauern etwas länger als sonst.“ Die Wartung startet wie immer am 29. September früh morgens, wird aber wegen der Reparatur erst am Abend beendet sein – deutlich später als sonst. Die Einschränkungen sind indes verschmerzbar: Die Brücke erschließt lediglich den Freizeitbereich auf der Mole am Winterhafen – und der ist auch mit einem kleinen Umweg rund um das Hafenbecken weiter gut zu erreichen.

Info& auf Mainz&: Mehr zur historischen Drehbrücke am Mainzer Winterhafen findet Ihr auch hier bei der Stadt Mainz im Internet.

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