Brisanter Werksunfall in der Nacht zum Donnerstag in Mainz: In der Eisengießerei Römheld & Moelle trat während eines Gießvorgangs Flüssigmetall aus, mindestens 15 Personen wurden dabei verletzt. Feuerwehr und Rettungskräfte waren mit einem Großaufgebot im Einsatz, mehrere Verletzte mussten in Kliniken gefahren werden, wie die Online-Zeitung Boost Your City berichtete. Die Eisengießerei ist ein Mainzer Traditionsunternehmen, in dem Großgussteile für den Maschinenbau sowie Werkzeugguss durchgeführt werden.

Werksunfall in der Mainzer Eisengießerei Römheld & Moelle am Mittwochnacht. - Foto: BYC News
Werksunfall in der Mainzer Eisengießerei Römheld & Moelle am Mittwochnacht. – Foto: BYC News

Kurz vor Mitternacht kam es während der Spätschicht offenbar zu einem folgenschweren Unfall: Bei einem Gießvorgang trat Flüssigmetall aus und ergoss sich in die Fertigungshalle, nach Informationen von Boost Your City wurden dabei 15 Mitarbeiter verletzt, zwei davon mittelschwer, diese hatten vor allem Rauchgase eingeatmet. Die Berufsfeuerwehr Mainz wurde um 0.02 Uhr durch die Brandmeldeanlage der Firma alarmiert und war mit einem Großaufgebot vor Ort. Auch rund ein Dutzend Rettungswagen kamen zur Versorgung der Verletzten zu der Firma in der Rheinallee. Mehrere Verletzte mussten in Kliniken gefahren werden.

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Die Berufsfeuerwehr wurde um Mitternacht zur Gießerei in der Rheinallee gerufen. - Foto: BYC News
Die Berufsfeuerwehr wurde um Mitternacht zur Gießerei in der Rheinallee gerufen. – Foto: BYC News

Von den umliegenden Gebäuden aus war von außen zunächst nichts zu sehen, das ausgelaufene Metall sorgte aber für kleinere Brände, die für die Feuerwehr schwierig zu löschen waren – Löschwasser durfte wegen des glühenden Metalls nicht eingesetzt werden: Die Masse war ersten Informationen zufolge rund 1600 Grad heiß, bei ihrem Umschütten sei ein Rohr gerissen, hieß es von der Werksleitung. Die heiße Masse konnte schließlich in eine Auffangwanne geleitet werden.

Das Familienunternehmen wurde 1859 von Julius Römheld gegründet und gehört zu den wenigen produzierenden Großunternehmen, die in Mainz noch ansässig sind. Bei der Spezialgussfirma arbeiten eigenen Angaben zufolge rund 150 Fachleute, hergestellt wurden zum Zeitpunkt des Unfalls Umform-Werkzeuge für die Automobilindustrie. Die Produktion musste in der Nacht vorerst gestoppt werden. Bereits gegen 1.50 Uhr konnte der Einsatz wieder beendet werden.

Info& auf Mainz&: Mehr zu Römheld & Moelle findet Ihr hier im Internet.

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