Das ist mal ein stilvoller Auftakt ins neue Jahr: Am heutigen Freitag, den 20. Januar, lädt das Institut Franҫais in Mainz zum Weingipfel in seine Räume am Schillerplatz. Schon zum zweiten Mal heißt es dort „Rheinland-Pfalz meets Burgund“, im stilvollen Salon des alten Palais präsentieren sich Winzer aus den beiden Weinbauregionen Seite an Seite – schöne Sache. Überhaupt hat das Institut Franҫais fürs Neue Jahr schon ein reiches Kulturprogramm geschnürt: Dem Weingipfel folgt ein edles Cello-Konzert, im Februar dann eine Vortragsreihe zur NS-Zeit im Elsass, Widerstand und Kollaboration im deutsch-französischen Grenzraum – und über Karl Lagerfeld.

Weingipfel im Institut Francais 2016 - Foto Institut Francais
Weingipfel im Institut Francais 2016 – Foto Institut Francais

Angestoßen aufs neue Jahr wird aber an diesem Freitag erst einmal beim deutsch-französischen Weingipfel: Ab 14.30 Uhr könnt Ihr hier Weine aus Dijon und Mainz verkosten und vergleichen. Anknüpfend an den großen Erfolg der ersten Ausgabe im Januar 2016 werde sich der stilvolle Salon des Schönborner Hofs „erneut in einen kleinen Weingipfel mit deutschen und französischen Spezialitäten verwandeln“, heißt es in der Ankündigung. Dijon ist ja bekanntlich Partnerstadt von Mainz, das Burgund die Partnerregion von Rheinland-Pfalz. Deutschlandweit gebe es zwischen den beiden Regionen die ältesten, lebendigsten und auch „weinverbundendsten“ Städtepartnerschaften mit Frankreich, sagt das Institut Franҫais. Glauben wir gerne 😉

Info& auf Mainz&: 2. deutsch-französischer Weingipfel am Freitag, 20. Januar 2017, ab 14.30 Uhr. Bis 21.30 Uhr könnt Ihr Euch also hier durch die Weinstände arbeiten und dazu Feinschmeckereien vom Hofgut Ruppertsberg, dem tollen Feinkost-Geschäft „Le Poivre“ aus der Altstadt sowie von „Ninas Pralinenmanufaktur“ aus Schwabenheim genießen. Der Eintritt ist frei, einfach kommen.

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Cello im Treppenhaus auf deutsch-französisch

Eine Woche später dann wird das großartige Treppenhaus des Palais zur Bühne: Cello-Ensembles aus Mainz und Dijon spielen dann auf, es handelt sich um ausgewählte Studierende der Violoncelloklassen der Musikhochschulen aus Mainz und Dijon. Unter der Leitung der Professoren Christian Wolff und Marie Béreau aus Dijon sowie Professor Manuel Fischer-Dieskau aus Mainz präsentieren die Musiker Werke von Georg Philipp Telemann, Jean-Philippe Rameau, Johann Sebastian Bach, Franz Schubert, Gabriel Fauré und Julius Klengel. Das Treppenhaus werde „mit seiner guten Akustik dem Konzert einen besonderen Rahmen verleihen“, versichert das Institut Franҫais.

Klassik im Treppenhaus Quatuor Manfred im Institut Français Mainz - Foto Institut Français
Klassik im Treppenhaus: Quatuor Manfred im Institut Français 2016 – Foto Institut Français

Info& auf Mainz&: Deutsch-französisches Cellokonzert am Freitag, 27. Januar 2017, los geht’s um 19.30 Uhr, die Abendkasse öffnet um 18.30 Uhr. Eintritt: Sitzplatz 10,- Euro, ermäßigt 6,- Euro, einen Stufenplatz bekommt Ihr ebenfalls für 6,- Euro.

Vortragsreihe zu NS-Zeit im Elsass und zu Karl Lagerfeld

Im Februar dann wird es wissenschaftlich: In drei Vorträgen beleuchtet das Institut Franҫais unbekannte Zusammenhänge der deutsch-französischen Freundschaft. Den Anfang macht am Dienstag, den 7. Februar 2017, um 19.00 Uhr Peter Steinbach mit einem Vortrag zur Frage von Widerstand und Kollaboration im deutsch-französischen Grenzraum. Steinbach ist wissenschaftlicher Leiter der Gedenkstätte deutscher Widerstand Berlin und zählt zu den weltweit angesehensten Experten des deutschen Widerstands gegen Hitler. In seinem Vortrag werde er die Frage stellen, ob im Kontext des deutsch-französischen Grenzraums und im Hinblick auf den elsässischen Verlagsleiter Joseph Rossé der Begriff Widerstand immer die richtige Kategorie darstellt.

Der Vortrag ist Teil einer 2016 gestarteten Reihe zum Thema Widerstand und Kollaboration gegen das NS-Regime im Elsass und beleuchtet dies am Beispiel des Verlags Alsatia aus Colmar und seines Leiters Rossé. Zu derselben Reihe gehört auch der Vortrag am Mittwoch, den 22.02.2017 um 19.00 Uhr, dann spricht Marie Muschalek von der Universität Freiburg über die nationalsozialistische Verwaltung im Elsass und stellt in einem Werkstattbericht zum Forschungsprojekt „Geschichte der Landesministerien in Baden und Württemberg in der Zeit des Nationalsozialismus“ neueste Forschungsergebnisse vor.

Einen Ausflug in eine gänzlich andere Welt unternimmt der Vortrag am Donnerstag, den 16.02.2017, um 19.00 Uhr: Der bekannte Soziologe Tilman Allert aus Frankfurt referiert dann über den legendären Modedesigner Karl Lagerfeld. Der Hamburger Modeschöpfer lebt bekanntlich in Paris und ist eine Ikone im Modebusiness, offenbar ist das auch für Soziologen interessant. Allert ist nicht zuletzt auch bekannter Buchautor, zuletzt veröffentlichte er „Latte Macchiato – Soziologie der kleinen Dinge“, und feiner Beobachter scheinbar nebensächlicher Dinge.

Info& auf Mainz&: Alle Veranstaltungen finden im Institut Franҫais statt, die offizielle Adresse lautet Schillerstraße 11. Alle Infos könnt Ihr noch mal unter http://www.mainz.institutfrancais.de (Achtung: ohne WWW!) nachlesen, dort findet Ihr ebenfalls das Kursprogramm des Institut – Ihr könnt hier nämlich ganz schlicht auch Französisch lernen.

 

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