Die Vollsperrung der Schiersteiner Brücke sorgt ja weiter für Turbulenzen im Verkehr in und um Mainz – und wir hatten ja geschrieben, dass wir zur Entspannung der Lage kreative Ideen suchen. Hier ist so eine: „Man müsste die Schiersteiner Brücke wenigstens wieder für Radfahrer und Fußgänger öffnen!“ Das sagt Matthias Gill, grüner Ortsvorsteher von Mainz-Ebersheim und passionierter Radfahrer. Und warum eigentlich nicht? Und Gill hat noch weitere Ideen….

Leere Schiersteiner Brücke - Foto Polizei Mainz
Wär‘ doch die perfekte Fahrradstrecke…. – Foto: Polizei Mainz

Matthias Gill ist seit der Kommunalwahl 2014 Ortsvorsteher des Mainzer Außenpostens Ebersheim, und er ist einer der Stars der Aktion Stadtradeln, die jedes Jahr besonders eifrige Radfahrer auszeichnet. Gill macht sich für mehr und mehr guten Radverkehr in Mainz stark, und so kam er auch auf die Idee mit der Schiersteiner Brücke.

„Es sind doch Einige, die aus Mombach oder Gonsenheim mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren, oder umgekehrt aus Biebrich und Schierstein“, sagt Gill. Die müssten jetzt enorme Umwege in Kauf nehmen. Würde man die Schiersteiner Brücke für Fußgänger und Radfahrer öffnen, könne das ja vielleicht einiges an Wegen sparen, meint Gill. Zumal weder Fußgänger noch Radfahrer so schwer seien, dass sie das Bauwerk ins Wanken bringen könnten.

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Fahrradmietstation MVGmeinRad in der Feldbergstraße in der Mainzer Neustadt - Foto: gik
Mit den gleben Rädern von MVGmeinRad über die Schiersteiner Brücke – das wär’s doch – Foto: gik

„Es gibt eigentlich keine logischen Gründe, die Brücke für diese Pendler zu sperren“, meint Gill. Nun, die Brücke ist ja aus Sicherheitsgründen gesperrt, ob man da so einfach Leute drauf lassen kann? Andererseits: Die Wegstrecke über den Rhein müsste ja nicht an dem lädierten Stück entlang führen, und wenn nur ein paar Dutzend den Weg zu Fuß nehmen, reduziert das vielleicht wieder die Zahl der im Stau stehenden Autos…

Gill geht sogar noch ein Stück weiter: „Man könnte doch auf jeder Seite die gelben Mieträder deponieren, zum Hin- und Her-Radeln…“ Auch wenn wir gerade nicht wissen, ob das technisch ginge – uns gefällt die Idee ausgesprochen gut – die Schiersteiner Brücke als Fahrradstraße! Irgendwie cool. 😉 Und tatsächlich verzeichnet das Mietradeln von MVGmeinRad seit der Brückensperrung deutlich mehr Zulauf auf der Brückenstrecke über den Rhein.

Die Kaiserbrücke mit ihrem komfortablen Fußgänger- und Radweg - Foto: gik
Die Kaiserbrücke mit ihrem komfortablen Fußgänger- und Radweg – Foto: gik

Aber da gibt es noch eine weitere Idee – und die ist aus unserer Sicht durchaus umsetzbar: „Man könnte doch die Kaiserbrücke mit einem Halt von Bussen bedienen“, schlägt Gill vor. Tatsächlich wird die nördliche Mainzer Eisenbahnbrücke schon jetzt zum Geheimtipp der geplagten Pendler: Zu Füßen der Brücke auf Wiesbadener Seite parken seit der Sperrung nämlich vermehrt Autos mit Mainzer oder sogar Binger Kennzeichen.

Die Besitzer laufen offenbar von der Mainzer Neustadt zur Eisenbahnbrücke, queren den Rhein – und setzen sich dann in ihre Autos, um zur Arbeit zu fahren. Sehr genial. Würden die Verkehrsbetriebe die Eisenbahnbrücke direkt mit Bussen anfahren, die Querung könnte noch mehr Pendlern das Leben erleichtern. Und liegen da im alten Zollhafen nicht sogar noch ein paar Straßenbahngleise…?

Wir finden: diese Ideen gehören berichtet! Und wir würden uns natürlich sehr freuen, wenn sie Beachtung fänden oder gar umgesetzt würden . Wir fragen da morgen gleich mal nach 😉

Info& auf Mainz&: Ihr habt auch kreative Ideen oder innovative Pendlermethoden, die Schiersteiner Brücke zu umgehen? Dann her damit – wir berichten und leiten sie an die zuständigen Stellen weiter. Mehr zur Schiersteiner Brücke findet Ihr natürlich auf Mainz& – einfach unter Verkehr nachschauen!

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