UPDATE& – Erst Anfang März hatte eine Weltkriegsbombe in Wiesbaden-Medenbach die Autobahn A3 kurzzeitig lahm gelegt, nun sorgen Weltkriegs-Überreste für die nächste Sperrung: In der Nacht vom 23. auf den 24. März 2022 muss die Autobahn A3 zwischen Niedernhausen und dem Wiesbadener Kreuz voll gesperrt werden. Der Grund: eine vermutete Weltkriegsbombe in Höhe der Tank- und Rastanlage Medenbach. In der Nacht zum Donnerstag soll gesucht werden, die A3 muss dafür voll gesperrt werden. Um kurz nach Mitternacht teilte die Stadt Wiesbaden dann mit: Eine Bombe wurde nicht gefunden.

Ein Blindgänger aus dem zweiten Weltkrieg, gefunden in Mainz - so eine Bombe wird auch auf der A3 vermutet. - Foto: gik
Ein Blindgänger aus dem zweiten Weltkrieg, gefunden in Mainz – so eine Bombe wird auch auf der A3 vermutet. – Foto: gik

77 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg finden sich noch immer Bombenreste der damaligen Angriffe auf das nationalsozialistische Deutschland im Boden der Republik. Erst am 3. März hatte überraschend das Gewerbegebiet “An den drei Weiden” bei Wiesbaden-Medenbach  geräumt werden müssen, weil bei Sondierungsarbeiten am Rande des Gewebegebietes ein 250 Kilo schwerer Blindgänger gefunden worden war. 120 Menschen mussten mitten in der Nacht ihre Wohnungen verlaufen, denn die Bombe lag nicht nur in unmittelbarer Nähe – sondern auch von einer Gasleitung.

Nun ist ganz in der Nähe schon wieder ein Blindgänger aufgetaucht – oder zumindest: Es besteht der Verdacht auf einen solchen. Bei den laufenden Arbeiten an der Fahrbahnerneuerung auf der A3 zwischen dem Wiesbadener Kreuz und der Anschlussstelle Niedernhausen gebe es “einen Kampfmittelverdachtsfall in Höhe der Tank – und Rastanlage Medenbach”, teilte die Niederlassung West der Autobahn GmbH des Bundes mit.

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Nun muss der Verdacht untersucht werden, die Autobahn West GmbH spricht gar von “Freilegung” – und das soll nun in der Nacht von Mittwoch, den 23.03.2022 auf Donnerstag, den 24.03.2022 geschehen. Die Suche ist ab 22.00 Uhr angesetzt und soll längstens bis 6.00 Uhr morgens dauern, während der Freilegung sei es aus Sicherheitsgründen erforderlich, die Fahrbahn in beiden Fahrtrichtungen zu sperren., heißt es weiter. Konkret bedeute das: “Im angegebenen Zeitraum ist auf der A 3 zwischen der Anschlussstelle Niedernhausen und dem Wiesbadener Kreuz kein Verkehrsbetrieb möglich.” Der Grund: Der Verdachtsfall liegt im Mittelstreifen der Autobahn in Fahrtrichtung Köln – und in Nähe der Raststätte Medenbach, wie Mainz& erfuhr.

Suche nach einer Weltkriegsbombe im Mainzer Zollhafen. - Foto: gik
Suche nach einer Weltkriegsbombe im Mainzer Zollhafen. – Foto: gik

Die Raststätte muss deshalb ab Mittwochmittag, 13.00 Uhr, für den Lkw-Verkehr gesperrt werden. Pkw-Verkehr inklusive dem “normalen” Tagesgeschäft ist noch bis abends 21.00 Uhr möglich. Ab 21.00 Uhr am Mittwoch müssen dann aber die Raststättenanlagen auf beiden Seiten der Autobahn geräumt sein. Die Umleitung für die A3 verläuft in beiden Richtungen über die Bedarfsumleitungen U61 und U64 – also über die Abfahrt Niedernhausen, die Bundesstraße B455, Wiesbaden-Erbenheim, die A66 und das Wiesbadener Kreuz. Zusätzlich sollen großräumige Umleitungen über die dynamischen Anzeigen ausgewiesen werden – vor allem über die Autobahn A67 via Mainz und Koblenz.

Die Bombe vor zwei Wochen wurde übrigens gegen 1.35 Uhr erfolgreich in einem Wäldchen bei Medenbach gesprengt. Kurz danach konnten die Anwohner wieder in ihre Häuser zurück, A3 und die ICE-Bahnstrecke Frankfurt-Köln wurden wieder freigegeben.

Update&: Der mutmaßliche Blindgänger auf der A3 entpuppte sich allerdings als blinder Alarm: Der Kampfmittelverdachtsfall habe sich nicht bestätigt, teilte die Stadt Wiesbaden in der Nacht mit – gefunden wurde bei den Sondierungsarbeiten ein Stahlträger statt einer Weltkriegsbombe. Der Verkehr auf der voll gesperrten A3 konnte bereits gegen Mitternacht wieder freigegeben werden.

Info& auf Mainz&: Alle Informationen rund um die Sperrung der A3 in der Nacht vom 17. auf den 18. März 2022 findet Ihr hier auf der Internetseite der Autobahn West GmbH.

 

 

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