E I L&: Ein Großbrand in Wiesbaden-Biebrich sorgt aktuell für eine starke Rauchentwicklung sowie für Gestank im Raum Mainz-Wiesbaden. Grund ist ein Brand beim Entsorgungsbetrieb Knettenbrech und Gurdulic in Wiesbaden-Biebrich, es gelten aktuelle Warnungen. Denn der Brandrauch enthält gesundheitsschädliche Stoffe, die Bevölkerung in der Umgebung ist aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Der Rauch zieht vor allem nach Norden in den Rheingau-Taunus-Kreis, dürfte aber auch in Mainz wahrzunehmen sein.

NINA-Warnung vor dem Großbrand in Wiesbaden-Biebrich bei Knettenbrech. - Screenshot: gik
NINA-Warnung vor dem Großbrand in Wiesbaden-Biebrich bei Knettenbrech. – Screenshot: gik

Gegen 15.00 Uhr meldete die Feuerwehr Wiesbaden einen Brand im Ferdinand-Knettenbrech-Weg und zwar in Mainz-Amöneburg. Tatsächlich liegt der fragliche Weg in Wiesbaden-Biebrich, der Brand ist auf dem Gelände des Entsorgungsbetriebs Knettenbrech und Gurdulic. „Es kommt zu einer starken Rauchentwicklung sowie Geruchsbelästigungen und Sichtbehinderung“, heißt es in Warnmeldungen der Feuerwehr.

Das Gelände liegt unmittelbar neben der Autobahn A671, im Verkehrsfunk wurde deshalb auch vor Sichtbehinderungen gewarnt. Was genau für ein Müll dort brennt, sagte die Feuerwehr nicht. Allerdings heißt es in der Warnung: „Brandrauch enthält grundsätzlich gesundheitsschädliche Stoffe, ein längerer Kontakt mit Brandrauch ohne Atemschutz sollte deshalb soweit wie möglich vermieden werden.“

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Rauchwolke mit starkem Gestank zieht Richtung Rheingau-Taunus

Das gilt natürlich erst Recht, wenn Müll und Schadstoffe brennen: Knettenbrech und Gurdulic ist ein Entsorgungsbetrieb, der unter anderem Bauschutt und Gewerbeabfälle, Schrott, Altmetall und Sperrmüll annimmt. In Mainz ist das Unternehmen für die Abfuhr der Glastonnen zuständig. In Wiesbaden-Biebrich lagern laut Homepage vor allem Baustoffe und mineralische Abfälle sowie Schrott und Altmetalle – der Großbrand sorgt offenbar für ordentlich Gestank.

Die Rauchwolke vom Großbrand in Wiesbaden-Biebrich zieht derzeit in Richtung Norden, in den Rheingau-Taunus-Kreis. - Screenshot: gik
Die Rauchwolke vom Großbrand in Wiesbaden-Biebrich zieht derzeit in Richtung Norden, in den Rheingau-Taunus-Kreis. – Screenshot: gik

„Im Ausbereitungsbereich der Rauchwolke kann es zu Geruchsbelästigungen kommen“, hießt es vornehm in der Warnmeldung. Gegen 145,30 Uhr erweiterte die Feuerwehr ihre Warnmeldung, weil der Brandrauch in Richtung Norden zog: Nun gilt eine Warnung vor Geruchsbelästigung für den gesamten Rheingau-Taunus-Kreis vom Rhein bis Nastätten und  Idstein.

Generell gilt weiter die Empfehlung: Bitte meidet nach Möglichkeit das betroffene Gebiet, haltet sämtliche Zugangswege zur Brandstelle frei. Fenster und Türen sollten unbedingt geschlossen werden, Lüftungen und Klimaanlagen abgeschaltet werden. Wie der Merkurist berichtet, wurde zur Erkundung der Rauchausbreitung ein Messfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Wiesbaden-Stadtmitte ausgeschickt, zudem ist auch eine Drohne der Feuerwehr zur Erkundung der Rauchwolke im Einsatz. Mehrere Mitarbeiter des Betriebes würden wegen leichten Rauchgasvergiftungen bei Löschversuchen behandelt.

Info& auf Mainz&: Warnmeldungen könnt Ihr übrigens auch im Internet beim BBK abrufen – in diesem Fall findet Ihr die entsprechende Meldung hier.