Die Mainzer Fastnacht wird weiblicher, dazu trägt auch das 2024 gegründete Mainzer Amazonen Corps bei, die zweite reine Frauengarde der Mainzer Fastnacht. Und die verleiht in der Kampagne 2026 zum ersten Mal den „Mainzer Amazonen Award“. Erste Preisträgerin: die Mainzer Journalistin und ZDF-Moderatorin Gundula Gause. „Mit der Auszeichnung würdigt die Garde eine Frau, die seit Jahrzehnten nicht nur journalistische Verantwortung übernimmt, sondern sich auch mit großem persönlichem Einsatz für gesellschaftlichen Zusammenhalt, soziales Engagement und Solidarität einsetzt“, heißt es zur Begründung.

Lange waren in der Mainzer Fastnacht vor allem Männer sichtbare Stars im Rampenlicht, doch das ändert sich derzeit gewaltig: Frauen spielen nicht mehr länger „nur“ in Musikcorps, singen oder tanzen in Balletts, sie sind längst auch als Sitzungspräsidentinnen aktiv oder schmeißen wie die „Schnattergänsjer“ ganze Sitzungen. 2025 machte die GCVrau, die erste Fastnachtssitzung, die ausschließlich von Frauen organisiert und vor allem auch von Frauen auf der Bühne zelebriert wurde, erstmals so richtig sichtbar, wie viele weibliche Aktive sich in der Mainzer Fastnacht tummeln – und wie sehr sie den Männern das Wasser reichen können.
Auch bei den Garden gibt es inzwischen geradezu tektonische Bewegungen: Die Mainzer Husarengarde hat seit der Kampagne 2025 mit Carmen Runkel-Fey eine Generalfeldmarschallin, und die erste rein weibliche Frauengarde von Mainz, „Die Gardinen“, wurde sogar schon vor 12 Jahren gegründet – 2025 machte die Garde mit einer kleinen, aber feinen Fotoaktion im Schaufenster von Foto Rimbach am Schillerplatz auf die weinblichen Gesichter der Mainzer Fastnacht aufmerksam – erste Protokollerin inklusive.
Mainzer Amazonen Award an Gause: Preis für weibliche Stärke
2024 dann gründete sich das Mainzer Amazonen Corps, und die sehr aktive Frauengarde verleiht in ihrer zweiten Kampagne gleich mal einen Preis: 2026 wird erstmals der „Mainzer Amazonen Award“ verliehen. „Er zeichnet Frauen aus, die in und um Mainz Mut beweisen, aktiv Verantwortung übernehmen und Inspiration für andere Frauen sind – in der Fastnacht ebenso wie im gesellschaftlichen Leben“, heißt es zur Begründung. Die erste Preisträgerin: die Mainzer ZDF-Moderatorin Gundula Gause, denn die verkörpere „diesen Anspruch in besonderer Weise.“

„Gundula Gause steht für weibliche Stärke, Glaubwürdigkeit und Engagement – und genau das wollten wir mit unserem Award sichtbar machen“, sagt Julia-Sophie Weber, Vorstandsmitglied des Mainzer Amazonen Corps und Initiatorin der Auszeichnung. Die Gonsenheimerin nutze ihre Stimme nicht nur im Journalismus, sondern auch für Menschen und Themen, die oft übersehen werden. „Dass wir mit Gundula Gause eine so beeindruckende erste Preisträgerin gewinnen konnten, ist für uns Ehre und Ansporn zugleich“, betonte Weber.
Gause wurde am 30. April 1965 in Berlin geboren, lebt aber bereits seit ihrem 10. Lebensjahr in Mainz und machte hier ihr Abitur am Otto-Schott-Gymnasium. Gause studierte in Mainz Politik, Publizistik und Neuere Geschichte und ist seit 1989 Nachrichtensprecherin und Redakteurin bei den ZDF-Heute Nachrichten sowie seit 1993 Co-Moderatorin im Heute Journal. Die gläubige evangelische Christin ist mit dem Mainzer Zahnarzt und FDP-Kommunalpolitiker Peter Schmitz verheiratet und lebt in Mainz-Gonsenheim.
Engagement in EKHN und für bewusste Mediennutzung
Gause engagiere sich seit vielen Jahren in vielfältigen sozialen Bereichen, betonen die Amazonen: Sie war Reformationsbotschafterin der evangelischen Kirche, dazu jahrelang im Kuratorium der EKHN-Stiftung und unterstützt seit mehr als 20 Jahren über das katholische Missionswerk „Missio“ internationale Entwicklungsprojekte, insbesondere in afrikanischen Ländern. Zudem ist sie Schirmherrin der „Woche des Sehens“, mit der Augenärzte und Hilfsorganisationen, wie der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband, über Augenerkrankungen informieren, um im besten Fall Erblindungen zu verhindern.

Dazu engagiere sich die Journalistin als Botschafterin der Initiative „SCHAU HIN!“ für eine bewusste Mediennutzung von Kindern. 2013 wurde sie für ihren ehrenamtlichen Einsatz mit dem Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Vor allem stehe Gause aber „in herausragender Weise für verantwortungsvollen, seriösen Journalismus“, betont die Frauengarde: „Seit Jahrzehnten arbeitet sie als ZDF-Moderatorin und Nachrichtenredakteurin und leistet damit einen wichtigen Beitrag zum gesellschaftlichen Diskurs und zum demokratischen Zusammenhalt.“ 2019 bekam Gause dafür den Mainzer Medienpreis.
Was genau Gause mit der Fastnacht verbindet, sagt die Pressemitteilung zwar nicht, doch die Moderatorin ist dem Mainzer Brauchtumsfest eng verbunden – im November 2017 hatte sie gar einen Gastauftritt bei den Närrischen Kammerspielen des GCV und nahm dort als Moderatorin des „Journal vom MCV Helau“ mit viel Spaß und Selbstironie die Brennpunkt-Manie des Fernsehens auf die Schippe.
Schirmherrin des „Mainzer Amazonen Award“ ist niemand anderes als Fastnachtslegende Margit Sponheimer, Ehrenbürgerin der Stadt Mainz und Ehrenmitglied des Mainzer Amazonen Corps. Mit dem Award ist ein Preisgeld in Höhe von 1.111 Euro verbunden, das vollständig für einen wohltätigen Zweck eingesetzt wird. Die feierliche Verleihung des ersten „Mainzer Amazonen Award“ an Gundula Gause findet am 18. Januar 2026 im Rahmen eines Empfangs des Mainzer Amazonen Corps im Landesmuseum Mainz statt.
Info& auf Mainz&: Mehr zum Thema Frauen in der Mainzer Fastnacht könnt Ihr auch noch einmal hier bei Mainz& nachlesen.









