Traurige Nachricht für die Fastnachtszene mitten im Sommer: Peter Müller, Ehrenpräsident der Mainzer Klepper-Garde ist tot. „Mit großer Trauer und tiefer Betroffenheit müssen wir Abschied von unserem Ehrenpräsidenten Peter Müller nehmen, der heute Morgen im Alter von nur 69 Jahren verstorben ist“, teilte die Garde in den sozialen Netzwerken mit. Viele Mainzer Fastnachter äußern sich geschockt.

Die Mainzer Klepper-Garde gehört zu den ältesten Fastnachtsgarden in Mainz, 1856 gegründet ist sie die zweitälteste Garde. Ihre Markenzeichen: die bunten Fransenkostüme und die „Klapper“, deren „Kleppern“ der Garde den Namen gab – eine uralte Mainzer Tradition, die 1964 mimt dem Klepper-Wettbewerb für Kinder und Jugendliche wieder ins Bewusstsein gerufen wurde. Dazu ist die Garde seit den 1970 für den Nachwuchswettbewerb „Jugend in die Bütt“ zuständig – und genau da machte auch Peter Müller seine ersten Schritte.
Mehr als 55 Jahre war der Herzblut-Fastnachter der Mainzer Klepper-Garde verbunden, nun meldete die den Tod ihres Ehrenpräsidenten: „Mit großer Trauer und tiefer Betroffenheit müssen wir Abschied von unserem Ehrenpräsidenten Peter Müller nehmen, der heute Morgen im Alter von nur 69 Jahren verstorben ist“, teilte die Garde auf Facebook mit: „Mit Peter verlieren wir einen Menschen, der die Mainzer Klepper-Garde über mehr als fünf Jahrzehnte begleitet, geprägt und mit unermüdlichem Engagement mitgestaltet hat.“
Ehrenpräsident Müller: Mehr als 55 Jahre Mainzer Klepper-Garde
Mehr als 55 Jahre Jahre lang sei Müller der Mainzer Klepper-Garde verbunden gewesen, vom jungen Trommler über den Jugendleiter bis hin zum langjährigen Präsidenten und Ehrenpräsidenten. „Peters Lebensweg war auf ganz besondere Weise mit unserer Garde verbunden. Die Mainzer Klepper-Garde war für ihn nicht einfach nur ein Verein. Sie war ein bedeutender Teil seines Lebens – und Peter war und bleibt ein bedeutender Teil unserer Geschichte“, trauert man bei seiner Garde.

Müllers erster Kontakt begann bereits im Jahr 1970 bei der ersten Sitzung von „Jugend in die Bütt“, zunächst war er als Trommler aktiv, ehe er im Alter von 16 Jahren Verantwortung übernahm und für einige Jahre als Jugendleiter tätig war. Im Jahr 2000 wurde Müller Präsident der Mainzer Klepper-Garde, 25 Jahre lang stand er an ihrer Spitze, bis er das Amt 2025 abgab. Eine besondere Ehre wurde ihm im Jahr 2003 zuteil, als er zum Stadtmarschall der Stadt Mainz berufen wurde.
„Wir sind unendlich dankbar für all die gemeinsamen Jahre, für seinen Einsatz, seine Leidenschaft und für die vielen unvergesslichen Momente, die wir mit ihm erleben durften“, heißt es bei dem Verein weiter: „Unser tief empfundenes Mitgefühl gilt in diesen schweren Stunden seiner Familie und allen Angehörigen.“ Und der Post von Dirk Kuchenbuch und dem Kommando der Mainzer Klepper-Garde schließt mit sehr persönlichen Worten: „Lieber Peter, danke für alles, was Du für unsere Garde getan hast. Wir werden Dich, Deine Persönlichkeit und Dein Wirken niemals vergessen und Dir stets ein ehrendes Andenken bewahren.“
Mainzer Fastnachtsszene trauert, viele geschickte Reaktionen
Viele Fastnachter äußerten sich betroffen und geschockt von der Nachricht: „Ich bin völlig geschockt von dieser Nachricht“, schrieb etwa MCC-Präsident Florian Sitte: „Peter war einer dieser Menschen, über die man kein einziges schlechtes Wort verlieren kann. Ich habe ihn als sehr hilfsbereiten, verlässlichen, engagierten traditionsbewussten und großen Mainzer Fastnacht kennengelernt.“
Vom Gonsenheimer Karneval-Verein GCV schrieb Präsident Martin Krawietz: „Peter war ein Meenzer Fastnachter, wie er im Buche steht. Nicht nur seine Garde, sondern die gesamte Meenzer Fastnacht wird ihn vermissen.“ Auch MCV-Vize Adi Guckelsberger äußerte sich entsetzt: „Mit großer Betroffenheit habe ich heute von Peters plötzlichem Tod erfahren. Er war ein großartiger Fassenachter, Präsident, Sitzungspräsident, aber vor Allem ein ganz liebenswerter Mensch“, schrieb Guckelsberger: „Ich werde ihn sehr vermissen. Er hinterlässt eine große Lücke.“
Info& auf Mainz&: Mehr zur Mainzer Klepper-Garde könnt Ihr noch einmal hier bei Mainz& nachlesen:







