Sonnenbrillen sind ein Schutz für die Augen und ein modisches Accessoire – wer jedoch meint, dass die Sonnenbrille eine moderne Erfindung sei, wird überrascht sein: Schon vor mehr als 2.000 Jahren schützten Römer mit grünen Smaragdscheiben ihre Augen vor dem direkten Sonnenlicht. Auch Naturvölker wie die Inuit kannten Sonnenschutz für die Augen, die ersten Brillen mit Nasengestellen gab es ab der Mitte des 18. Jahrhunderts – ein Brite erfand das Gestell. Seither hat die Sonnenbrille eine wahren Siegeszug angetreten, und ist heute als Mode-Accessoire nicht mehr wegzudenken.

Sonnenbrille im Sonnenuntergang. - Foto: Pexels auf Pixabay
Sonnenbrille im Sonnenuntergang. – Foto: Pexels auf Pixabay

Vorreiter der Sonnenbrillen waren – wie so oft – auch in diesem Fall die Römer: Zwar hat man im alten Rom noch keine Brillen gekannt, der Ausgleich von Fehlsichtigkeit ist tatsächlich eine Erfindung aus einer deutlich späteren Epoche. Bekannt ist aber, dass der römische Kaiser Nero gerne Gladiatorenkämpfen beiwohnte, auch bei strahlendem Sonnenschein. Um seine Augen zu schützen, tat er das an solchen Tagen gerne durch grüne Smaragdscheiben.

In einer anderen Weltregion war es sogar noch wichtiger, seine Augen vor zu hellem Licht zu schützen: Die arktischen Inuit haben bereits früh erkannt, dass Knochen oder Bretter mit feinen Sehschlitzen dabei helfen können, die Augen zu schonen und die Schneeblindheit zu verringern. Bis zu heutigen Cartier Sonnenbrillen Herren war es von dort aber noch ein recht weiter Weg. Dass die heutigen Sonnenbrillen die Augen so zuverlässig schützen, ist dem Zusammenwirken von Augenärzten und -Ärztinnen mit der optischen Forschung und Entwicklung zu verdanken. Und unzählige Designer sorgen laufend dafür, dass sie ebenso stylish sind wie Hoodies Herren.

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Wann gab es die erste Sonnenbrille heutiger Bauart?

Weder Kaiser Nero noch die erwähnten Inuit schützten ihre Augen mit einer auf Nase und Ohren sitzenden Brille, sondern mussten sich den Sonnenschutz noch vor die Augen halten. Die Grundform heutiger Sonnenbrillen geht auf den Briten James Ayscough zurück. Mitte des 18. Jahrhunderts experimentierte der Augenoptiker mit Brillen, die er bereits mit den heute üblichen Bügeln versah. Eingesetzte Gläser mit grünlicher oder bläulicher Tönung sollten bestimmte Formen der Fehlsichtigkeit korrigieren. An einen Sonnenschutz dachte Ayscough damals offenbar noch nicht.

Moderne Form des Schutzes gegen direktes Sonnenlicht: Die SoFi-Brille. _ Foto: MFY
Moderne Form des Schutzes gegen direktes Sonnenlicht: Die SoFi-Brille. _ Foto: MFY

Die moderne Sonnenbrille ist eine Weiterentwicklung der von Ayscough ersonnenen Grundidee. Dazu trugen auch Erkenntnisse der optischen Forschung bei: So veröffentlichte der Schweizer Ophthalmologe Alfred Vogt 1907/08 eine Studie über bestimmte Beobachtungen an Patienten. Nach seiner Feststellung wirkt kurzwelliges, ultraviolettes Licht schädlicher als langwelliges und verursacht Entzündungen an Bindehaut und Hornhaut.

1926 fasste Vogt seine Erkenntnisse nochmals zusammen und stellte unter anderem fest, dass “mit kurzwelligem, infrarotem Licht nicht nur hochgradige Schädigungen der Augenlinse, sondern auch schwere Dauerschäden der Aderhaut und der Netzhaut – bei Intaktbleiben der Hornhaut – erzeugt werden können, dass auch diese Strahlen bei der sogenannten Sonnenblendung zweifellos eine nicht zu vernachlässigende Rolle spielen.”

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Sam Foster und Bill Grant führten auf Basis dieser Erkenntnisse im Jahr 1929 eine Sonnenbrille ein, die bereits als Schutz vor den gefährlichen UV-Strahlen diente. Und es dauerte nur wenige Jahre, bis die Sonnenbrille auch ihre modische Seite ausspielen durfte: Bei Filmstars wie Marlene Dietrich in den 1920er Jahren galt die Sonnenbrille bereits als ein Must-Have und erreichte gemeinsam mit der Filmdiva echten Kultstatus.

Die Sonnenbrille als Mode-Accessoire: unverzichtbar. - Foto: StockSnap via Pixabay
Die Sonnenbrille als Mode-Accessoire: unverzichtbar. – Foto: StockSnap via Pixabay

Das gilt insbesondere für ein Modell, dass im Jahr 1930 von der Firma Bausch & Lomb für Piloten der US Army entwickelt wurde: Ziel war eine Sonnenbrille, mit der die Augen der Piloten in großer Höhe vor der starken Blendung durch die Sonne geschützt werden konnten. Noch heute ist die als Aviator beziehungsweise Pilotenbrille bekannt und beliebt. Vor allem das Modell Ray Ban („banned the sun’s rays“) ist ein Klassiker und nach wie vor erhältlich.

In den folgenden Jahrzehnten wurde es zum Allgemeinwissen, dass das Sonnenlicht nicht nur aus sichtbaren Lichtstrahlen, sondern auch aus ultraviolettem und infrarotem Licht besteht. Und auch die Tatsache, dass diese nicht sichtbaren Lichtstrahlen gemindert werden müssen, fand in der breiten Bevölkerung zunehmende Akzeptanz.

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Qualität spielt bei der Herstellung der Sonnenbrillen-Gläser eine wichtige Rolle. - Foto: Ylanite Koppens via Pixabay
Qualität spielt bei der Herstellung der Sonnenbrillen-Gläser eine wichtige Rolle. – Foto: Ylanite Koppens via Pixabay

Somit gab es in optisch-technischer Hinsicht wie in der Mode zwei Triebfedern, die zu einer raschen Weiterentwicklung der Sonnenbrille führten. Gleichzeitig wurden auch die Korrekturbrillen vom bespöttelten “Nasenfahrrad” zu einem stylishen Accessoire, das ein Outfit ergänzen oder sogar aufwerten kann. Brillen, die zum Ausgleich einer Kurz- oder Weitsichtigkeit getragen werden, sind inzwischen sogar mit selbsttönenden Gläsern zu bekommen. Eine eindeutige Trennung zwischen Brille und Sonnenbrille ist deshalb kaum noch festzustellen.

Bei Brillenwahl bitte immer auf Qualität achten!

Es gibt gute Gründe, warum Brillen zum Ausgleich von Fehlsichtigkeit im Fachgeschäft für Augenoptik gehandelt werden. Auch Sonnenbrillen sollten stets von dort oder aus dem vertrauenswürdigen Handel stammen. Denn die Alternativen, die man für wenige Euro am Kiosk oder sogar beim fliegenden Händler am Urlaubsstrand bekommt, schaden oftmals mehr, als sie nützen: Viele der dort angebotenen Modelle verfügen nicht über den erforderlichen UV-Schutz. Durch die Tönung sorgen sie beim Tragen aber für eine Weitung der Pupillen, sodass von der gefährlichen Strahlung sogar ein besonders großer Teil in das Innere des Auges eindringen kann.

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