Eigentlich gab es vergangene Woche ja bereits eine Einigung im Tarifstreit zwischen der Gewerkschaft Ver.di und den Bundesländern, doch die betrifft nicht alle Arbeitnehmer in allen Tarifverträgen. In Hessen wird deswegen weiter gestreikt – am Freitag trifft das die Mainzer Nachbarstadt Wiesbaden: Von 3.00 Uhr am frühen Morgen bis zum Betriebsende in der Nacht wird die Wiesbadener ESWE Verkehr bestreikt. Die Fahrgäste müssen mit erheblichen Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr in Wiesbaden rechnen.

Die Wiesbadener ESWE Verkehr wird am Freitag bestreikt. - Foto: ESWE Verkehr
Die Wiesbadener ESWE Verkehr wird am Freitag bestreikt. – Foto: ESWE Verkehr

Eigentlich hatten die Arbeitgeber der Länder und die Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di am 14. Februar eine Einigung im Tarifstreik verkündet, doch das gilt nicht für alle: In Hessen etwa gibt es einen eigene  „Tarifvertrag Nahverkehr“, und über den wird weiter verhandelt. Weil dort die jüngste Verhandlungsrunde erst einmal scheiterte, gibt es nun neue Warnstreiks im Hessischen ÖPNV – am Donnerstag traf es bereits die U-Bahnen und S-Bahnen in Frankfurt.

Am Freitag nun trifft es die Wiesbadener ESWE Verkehr: Ver.di hat die Beschäftigten für Freitag, den 20. Februar 2026, zu einem Warnstreik aufgerufen. Die Arbeitsniederlegungen sollen am Freitagfrüh mit Betriebsbeginn gegen 3.00 Uhr beginnen und voraussichtlich bis zum Betriebsende in der Nacht auf Samstag, den 21. Februar 2026 dauern. In diesem Zeitraum entfallen die meisten von ESWE Verkehr betriebenen Linien, Fahrgäste müssen mit erheblichen Behinderungen rechnen, heißt es.

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Auswirkungen des Streiks auch auf Busverkehr in Mainz

Auch das On-Demand-Angebot WiMobil sei vom Warnstreik betroffen, Buchungen würden am Freitag nicht möglich sein, informierte die ESWE Verkehr weiter: „Fahrgäste sollten sich auf umfangreiche Ausfälle und Verzögerungen im gesamten Stadtgebiet einstellen.“ Trotz des Streiks werde es aber vereinzelte Fahrmöglichkeiten geben: Die Linien 5, 28, 39 und 46, die von Partnerunternehmen betrieben werden, sowie die Regionalbusse verkehren – es könne aber auch hier zu Einschränkungen kommen.

Auch auf Buslinien in Mainz, wie etwa die Linie 6, kann es zu Auswirkungen kommen. - Foto: gik
Auch auf Buslinien in Mainz, wie etwa die Linie 6, kann es zu Auswirkungen kommen. – Foto: gik

Von dem Streik betroffen ist auch die Nachbarstadt Mainz, denn man betreibt einige Gemeinschaftslinien: Betroffen sind vor allem die Linien 6, 9, 33, 74 und N7. Die Gemeinschaftslinien 6 und 33 aus Mainz sollen „vereinzelt verkehren“ und bis zum Bahnhof Wiesbaden Ost fahren, wo Umsteigemöglichkeit zur S-Bahn besteht. Dann wenden die Fahrzeuge und fahren zurück in Richtung Mainz. Auch die Linie 74 werde vereinzelt verkehren: Sie beginnt und endet während des Streiks an der Haltestelle „Friedrich-Bergius-Straße“. Die Linien 9 und 28 sollen nur geringfügig beeinträchtigt sein.

Da es im Verlauf des Streiktages zu kurzfristigen Änderungen kommen kann, bittet ESWE Verkehr alle Fahrgäste, sich regelmäßig zu informieren, heißt es weiter. Aktuelle Verbindungsinformationen stehen bestmöglich in der ESWE-Tickets-App oder den dynamischen Fahrgastinformationsanzeigen zur Verfügung. Ergänzend informiert das Unternehmen über seine Social-Media-Kanäle.

Für persönliche Rückfragen steht die Mobilitätszentrale in der Marktstraße von 8.00 bis 18.00 Uhr zur Verfügung. Telefonisch ist die Service-Hotline des Mobilitätsdienstleisters bereits ab 7.00 und bis 18.00 Uhr erreichbar. Jedoch bleiben die Mobilitätsinfos am Hauptbahnhof sowie am Luisenplatz während des gesamten Streikzeitraums geschlossen.

Info& auf Mainz&: Infos im Internet gibt es hier bei der ESWE Verkehr und für die Mainzer Mobilität hier.