EIL&: Achtung Gonsenheim: in einigen Teilend es Mainzer Stadtteiles ist derzeit die Trinkwasserqualität eingeschränkt. Der Grund: Bein Routineproben wurde im Trinkwasser ein erhöhter Wert von „Pseudomonas aeruginosa“ gefunden – das Bakterium ist auch als „Krankenhauskeim“ bekannt und gefürchtet. Die Mainzer Netze versichern aber, aktuell sehe man keine Einschränkungen, Gegenmaßnahmen seien aber vorsorglich eingeleitet worden. Was jetzt zu beachten ist, und für welches Gebiet das gilt: Hier bei Mainz&.

Trinkwasser in Deutschland ist streng überwacht . - Foto WVR
Trinkwasser in Deutschland ist streng überwacht . – Foto WVR

„Pseudomonas aeruginosa“ ist ein Bakterium, das ganz natürlich in Böden udn Gewässern vorkommt, und bevorzugt feuchte Umgebungen liebt – also auch Wasserleitungen, Spülbecken und Toiletten. Besser bekannt ist das Bakterium allerdings als „Krankenhauskeim“ – ein hochinfektiöser Keim, der in manchen Ausprägungen sogar Antibiotika-resistent, und bereits für viele Todesfälle bei immungeschwächten Menschen verantwortlich ist.

Ins Trinkwassersystem gelangt der Keim meist durch Bauarbeiten, vermehren kann er sich aber auch durch zu wenig gespülte Leitungen – also etwa, wenn in Ferienzeiten alle in Urlaub sind, und zu wenig Wasser verbraucht wird. Tatsache ist: Am Dienstag wurde „Pseudomonas aeruginosa“  an mehreren Probeentnahmestellen im Mainzer Stadtteil Gonsenheim in einer höher als üblichen Konzentration gefunden – die Mainzer Netze sprechen von „Auffälligkeiten“.

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Messwerte bei Krankenhauskeim im Trinkwasser überschritten

Die Untersuchungen hätten gezeigt, „dass ein in der Trinkwasserverordnung geregelte mikrobiologischer Parameter überschritten wurde“, teilten die Mainzer Netze mit – es handele sich um den natürlich vorkommenden Keim Pseudomonas aeruginosa. „Die festgestellten Befunde erfordern nach Einschätzung des Gesundheitsamtes derzeit keine generellen Nutzungseinschränkungen“, betonte der Wasserbetreiber weiter, man habe aber dennoch „Maßnahmen zur Sicherung und Optimierung der Wasserqualität“ in Gonsenheim eingeleitet.

Waldschneise mit Trinkwasserbrunnen der Mainzer Netze. - Video: Mainzer Netze, Screenshot: gik
Waldschneise mit Trinkwasserbrunnen der Mainzer Netze. – Video: Mainzer Netze, Screenshot: gik

Dazu gehören nun Spülungen des Leitungsnetzes sowie in einzelnen Bereichen eine zeitlich begrenzte Desinfektion des Trinkwassers. Dadurch könne es „vereinzelt zu leichten Veränderungen von Geruch oder Geschmack kommen“ – Obacht also, wenn Ihr hier empfindlich seid! Die eingesetzten Mengen entsprächen den gesetzlichen Vorgaben und seien „gesundheitlich unbedenklich“, heißt es weiter. Die Umsetzung erfolge unter fortlaufender fachlicher Begleitung des Gesundheitsamtes.

Für die Bevölkerung bestehe „nach aktuellem Kenntnisstand keine allgemeine Einschränkung bei der Nutzung des Trinkwassers“, betonen die Mainzer Netz weiter: „Das Wasser kann weiterhin wie gewohnt für den täglichen Gebrauch verwendet werden.“ Personen mit einem stark geschwächten Immunsystem könnten aber, „sofern sie zusätzliche Vorsicht walten lassen möchten, Trinkwasser vor der Verwendung abkochen“, rät der Versorger weiter.

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Diese Straßen in Mainz-Gonsenheim sind betroffen

Betroffen sind den Angaben zufolge diese Gebiete: An der Wildbachbrücke (Hausnummern 1 – 23), Feilkirschshöhe (Hnr. 2-8), Alfred-Nobel-Straße (Hnr. 1-63), Sandmühlweg (Hnr. 1-5A), Am Palmen (1-23), Finther Landstraße (Hnr. 65-95), Max-Planck-Straße (Hnr. 59-79), An den Fuchslöchern (Hnr. 1-6), Friedrichstraße (Hnr. 41).

Man nehme die Untersuchungsergebnisse aber sehr ernst, die Situation werde weiterhin eng überwacht. Für Rückfragen stehe die Kundenkommunikation der Mainzer Netze GmbH unter der Nummer 06131-12 74 74 oder unter info@mainzer-netze.de zur Verfügung.

Info& auf Mainz&: Mehr zu den Keimen der Gruppe Pseudomonaden findet Ihr etwa hier im Internet.