UPDATE&: An der Mainzer Uniklinik ist es am Samstag zu einem größeren Feuerwehreinsatz gekommen – und zu einem großen Stromausfall. Auslöser war ein Kabelbrand, der zu einem kompletten Blackout an der Unimedizin führte. Die Klinik musste auf Notstrom umstellen, neue Patienten in der Notaufnahme konnten nicht aufgenommen werden. Erst gegen Mitternacht kam die Meldung: Die Unimedizin läuft wieder im Normalbetrieb.

Foto: Feuerwehr Mainz
Foto: Feuerwehr Mainz

Bereits um 16.50 Uhr wurde die Mainzer Feuerwehr am Samstag durch eine automatische Brandmeldeanlage zur Mainzer Universitätsmedizin gerufen, dort stellte sich heraus: Durch einen technischen Defekt war es zu einem Schmorbrand an einem Bauteil im Bereich der Stromversorgung gekommen – die Folge: Ein Stromausfall auf dem gesamten Gelände der Mainzer Unimedizin.

Das löste ein Großeinsatz der Mainzer Feuerwehr aus: Zeitweise waren rund 100 Kräfte im Einsatz, weil das Ausmaß des Brandes und seiner Folgen lange unklar war. So wurde vorsorglich auch der medizinische Katastrophenschutz alarmiert und bei der Berufsfeuerwehr ein Führungsstab eingerichtet. Auch die Mainzer Unimedizin selbst richtete einen Krisenstab ein, man befürchtete, Patienten in größerem Umfang verlegen zu müssen.

- Werbung -
Werben auf Mainz&

[the_ad id=“53905″]

 

Schmorbrand an Stromversorgung: Uniklinik lief auf Notstrom

Um 20.00 Uhr wurde zudem die Bevölkerung über Mitteilungen in den Warnapps Katwarn und Nina darüber informiert, dass es zu einem großen Stromausfall gekommen sei. „Aktuell können keine neuen Patienten aufgenommen werden“, hieß es dort. – das betreffe auch die Zentrale Notaufnahme. Wer selbstständig ein Krankenhaus aufsuchen müsse, solle auf andere Kliniken ausweichen, etwa das Marienhaus Klinikum Mainz sowie Kliniken in Wiesbaden oder Rüsselsheim, riet die Feuerwehr.

Der Haupteingang der Universitätsmedizin Mainz. - Foto: Universitätsmedizin/ Peter Pulkowski
Der Haupteingang der Universitätsmedizin Mainz. – Foto: Universitätsmedizin/ Peter Pulkowski

Denn: Durch den Schmorbrand wurde die Stromversorgung des Mainzer Großklinikums automatisch auf Notstrom umgestellt, auf diesem lief die Klinik aber auch noch am späten Abend – also mehr als fünf Stunden nach dem Schmorbrand. Für Patienten in der Universitätsmedizin habe aber keine Gefahr bestanden, hieß es weiter, die Versorgung sei sichergestellt. Drei Patienten wurden aber aus medizinischen Gründen vorsorglich in andere Krankenhäuser verlegt.

Teile des Geländes hätten am Abend wieder auf die reguläre Stromversorgung umgestellt werden können, so die Feuerwehr weiter – das galt aber bis in die Nacht hinein nicht für das gesamte Gelände. Noch um 21.45 Uhr hieß es von Seiten der Mainzer Feuerwehr, neue Patienten könnten weiter nicht aufgenommen werde. Techniker arbeiteten „derzeit daran, die reguläre Stromversorgung wiederherstellen zu können.“ Die entsprechenden Maßnahmen würden aktuell vorbereitet.

[the_ad id=“53905″]

Entwarnung um Mitternacht: Uniklinik wieder im Normalbetrieb

Um Mitternacht folgte dann die Entwarnung via Warnapps: „Die Universitätsmedizin Mainz ist wieder im Normalbetrieb und kann wie gewohnt aufgesucht werden“, hieß es dort. Es war nicht das erste Mal, dass es auf dem Gelände der Mainzer Unimedizin zu Problemen mit dem Strom kam: 2023 hatte es mehrere große Stromausfälle im Mainzer Stadtgebiet gegeben, betroffen waren vor allem Hechtsheim, die Mainzer Innenstadt sowie die Mainzer Uniklinik – Ursachen waren mal Bauarbeiten, aber auch diverse Probleme mit defekten Kabeln oder einem Isolationsfehler in einem Umspannwerk.

Info& auf Mainz&: Mehr zu der Serie von einem halben Dutzend Stromausfällen im Jahr 2023 könnt Ihr noch einmal hier bei Mainz& nachlesen.