Nach der Explosion in der Mainzer Neustadt mit dem anschließenden Brand in einem Mehrfamilienhaus, ist die Ursache für die Explosion nun wieder unklar. Die Mainzer Wohnbau, der das Haus an der Goethestraße offenbar gehört, betonte am Montag, das Gasnetz des Hauses sei nicht betroffen gewesen, auch andere zentrale Versorgungsanlagen seien intakt. Die Mieter des derzeit unbewohnbaren Hauses habe man in Ersatzwohnungen untergebracht.

Am Sonntagabend hatte ein Explosion das Mehrfamilienhaus in der Goethestraße, Ecke Kreyßigstraße erschüttert und einen Brand im Erdgeschoss des Hauses ausgelöst. Die Wucht der Explosion zerstörte eine Wand innerhalb des Hauses und machte das Treppenhaus unbenutzbar, mehrere Mieter mussten deshalb über Drehleitern aus den oberen Stockwerken gerettet werden, darunter auch eine Frau mit ihrem Kind, wie deren Vater im SWR berichtete.
Die Mainzer Feuerwehr hatte von einer Gasexplosion als Ursache gesprochen, doch dem widerspricht nun die Mainzer Wohnbau, der das Haus offenbar gehört: „Nach derzeit vorliegender Erkenntnis ist der Auslöser der Explosion noch nicht bekannt“, betonte das kommunale Wohnbauunternehmen am Montag: „Leitungen, zentrale Versorgungsanlagen oder Gasnetze des Hauses waren jedoch nach erster Überprüfung nicht betroffen und es besteht keine Gefährdungslage in Bezug auf die Hausinstallationen.“
Mainzer Wohnbau: Keine Schäden an Gasnetz oder Leitungen
Die Wohnbau Mainz GmbH arbeite zusammen mit Fachleuten und Behörden, um den genauen Hergang weiter aufzuklären, teilte das Unternehmen weiter mit. Alle rund 26 Mieterinnen und Mieter des Hauses seien am Abend evakuiert und zunächst in Hotels untergebracht worden. Bereits am folgenden Vormittag hätten sich zahlreiche Mitarbeiter der Wohnbau Mainz unter Hochdruck darum gekümmert, für alle Bewohner geeignete Ersatzwohnungen zu organisieren. „So konnten wir bereits nach rund zwölf Stunden ein neues vorübergehendes Zuhause bereitstellen, und die Menschen aus der akuten Unsicherheit holen“, so die Wohnbau weiter.
Bei dem Brand wurden sechs Menschen verletzt, fünf davon erlitten Rauchgasvergiftungen, eine Person musste mit einem Herzinfarkt in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Das Technische Hilfswerk (THW) bestätigte noch am Abend, dass in dem Haus keine Einsturzgefahr besteht, doch die massiven Ruß- und Rauchschäden machen das Gebäude vorerst unbewohnbar. „Die Sicherheit der Bewohner hat oberste Priorität, daher bleibt das Haus bis zur vollständigen Schadensbegutachtung und Sanierungsplanung gesperrt“, betonte die Wohnbau weiter. Man danke den Rettungskräften, aber auch den Mietern „für ihren umsorgten und disziplinierten Umgang mit der Situation.“
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