Ein bundesweiter Großstreik wird am Freitag und Samstag voraussichtlich den Öffentlichen Nahverkehr in Deutschland weithin zum Erliegen bringen. Trotz Angebot der Arbeitgeberseite setzet die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi weiter auf Streiks, betroffen sind auch die Verkehrsbetriebe in Mainz und Wiesbaden. Von Freitagfrüh bis Sonntagfrüh wird deshalb wohl bei Bussen und Straßenbahnen wenig gehen. Die Mainzer Mobilität will einen Notbetrieb anbieten – wie Ihr an die Infos kommt, wir sagen es Euch.

Am 14. Februar hatten sich die Arbeitgeber im öffentlichen Dienst und die Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di auf einen Tarifabschluss geeinigt, doch der umfasst leider nicht die Busfahrer. Am 09. März 2026 steht in Rheinland-Pfalz die 5. Verhandlungsrunde für den Tarifvertrag-Nahverkehr an, im Vorfeld erhöht die Gewerkschaft Ver.di weiter den Druck. Dabei hatten die Arbeitgeber in der letzten Verhandlungsrunde durchaus ein Angebot vorgelegt – doch der Gewerkschaft reicht das nicht.
„Die Arbeitgeber waren in der letzten Verhandlungsrunde zwar grundsätzlich offen für Gespräche und haben auch ein Angebot auf den Tisch gelegt“, räumte Verdi-Verhandlungsführer Marko Bärschneider ein, das sei aber „nicht tragfähig“. Dabei hatten die Arbeitgeber bei einer Kernforderung der Gewerkschaft sogar ein Angebot auf den Tisch gelegt, das laut Ver.di für langjährige Beschäftigte galt. Bärschneider bezeichnete es aber als „bitter“: Alle Beschäftigten hätten dafür eine Stunde Nachtschichtzulage opfern sollen.
Großstreik im Nahverkehr ab Freitagfrüh bis Sonntag, 4.00 Uhr
Ver.di fordert für die Beschäftigten der Branche deutlich bessere Arbeitsbedingungen, darunter eine allgemeine Erhöhung von Zuschlägen und Urlaubsgeld. Ein wichtiger Punkt für die Gewerkschaft ist, dass Wendezeiten künftig nicht mehr nicht zu Lasten des Fahrpersonals gehen, „sondern fair und gerecht“ durchbezahlt werden. „Wer auf dem Fahrzeug sitzt oder für dieses verantwortlich ist, der muss auch voll bezahlt werden“, forderte Bärschneider.

Für diesen Freitag und diesen Samstag ruft Ver.di deshalb zum Großstreik auf, auch bei den Mainzer Verkehrsbetrieben. Der Streik soll am Freitag, den 27.02.2026 um 03.00 Uhr beginnen und bis zum Ende der letzten Schicht in der Nacht von Samstag auf Sonntag dauern. „Die Streikmaßnahmen dürften sich auch auf den Berufspendler und Schülerverkehr auswirken“, heißt es von Ver.di. das Ziel der Gewerkschaft: Den Öffentlichen Nahverkehr komplett lahm zu legen – und das bundesweit. So ist auch Wiesbaden von dem Streikaufruf betroffen
Bei der Mainzer Verkehrsgesellschaft heißt es, man wolle versuchen, am Freitag, den 27. Februar, und am Samstag, den 28. Februar, in der Zeit von etwa 6.00 Uhr bis ca. 20.30 Uhr einen Notbetrieb ohne festen Fahrplan auf einzelnen Linien anzubieten. Das würde bedeuten, dass Fahrzeuge im 30-Minuten-Takt fahren würden, damit wolle man Menschen, die dringend auf den Bus oder die Straßenbahn angewiesen seien, „eine Möglichkeit bieten, den ÖPNV – wenn auch eingeschränkt – zu nutzen.“
Mainzer Mobilität: Notbetrieb geplant, Infos nur über Webseite
Im Notbetrieb sind dabei – mit wenigen Ausnahmen – die Nachtlinien tagsüber unterwegs, die durch einzelne weitere Linien auf Teilstrecken unterstützt werden. Vor 6.00 Uhr und nach 20.30 Uhr werden aber keinerlei Fahrten stattfinden, zudem könne es im Verlauf des Streiks zu kurzfristigen Änderungen kommen – Informationen gibt es dazu tagesaktuell auf der Website der Mainzer Mobilität. Achtung: Auskünfte in Verkehrs-Apps sowie an den Haltestellen sind höchstwahrscheinlich in dieser Zeit NICHT korrekt.
„Auf der Internetseite der Mainzer Mobilität gibt es Informationen, welche Linien im Einsatz sein werden und wie deren Streckenverlauf ist“, heißt es bei der MVG. Die Fahrzeuge sollten so unterwegs sein, dass die Wartezeit an einer der noch angefahrenen Haltestellen maximal 30 Minuten betreffen solle – Ausfälle seien aber nicht auszuschließen. Zugverbindungen oder der derzeit fahrende Schienenersatzverkehr der Deutschen Bahn sind vom Streik übrigens nicht betroffen.
Info& auf Mainz&: Informationen zum Notbetrieb der Busse und Bahnen in Mainz findet Ihr hier auf der Webseite der Mainzer Mobilität.






