Die Landesgartenschau 2026 wird um ein Jahr auf 2027 verschoben, das gab das Mainzer Wirtschaftsministerium am Dienstag überraschend bekannt. Das Kabinett des Landes habe die Verschiebung beschlossen, um den Ausrichterkommunen ausreichend Zeit zur Vorbereitung zu geben, sagte Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt (FDP). Die Pandemie habe die Bewerbungen zur Landesgartenschau erschwert, die Kommunen sollten nun die üblichen fünf Jahre Vorbereitungszeit bekommen. Mainz will sich für die Ausrichtung der Landesgartenschau bewerben, der Stadtrat am Mittwoch den Vorvertrag zur Durchführung der Großveranstaltung beschließen.

Der Volkspark in Mainz soll ein Herzstück der Landesgartenschau werden. - Foto: gik
Der Volkspark in Mainz soll ein Herzstück der Landesgartenschau werden. – Foto: gik

Der Mainzer Stadtrat hatte am 30. Juni die Bewerbung für die Landesgartenschau im Jahr 2026 beschlossen, die Stadt will damit eine Aufwertung des Bereiches von der Zitadelle samt römischen Denkmälern bis zum Volkspark erreichen. Die Stadt hat Zeit bis zum 15. Oktober, ihre Bewerbung einzureichen, die im Januar 2020 gestartete Bewerbungsfrist war wegen der Coronapandemie bereits nach hinten geschoben worden. Nun wird die gesamte Schau um ein Jahr verlegt: „Um der Ausrichterkommune die übliche Vorlaufzeit von rund fünf Jahren für die umfangreichen Planungen, Genehmigungen und Bauvorhaben zu geben, wird der Start der Landesgartenschau um ein Jahr auf das Jahr 2027 verschoben“, kündigte Schmitt an.

Bewerberkommunen hätten „in Gesprächen signalisiert, dass eine Verschiebung um ein Jahr nach hinten für eine gelungene Umsetzung notwendig sei“, hieß es aus dem Ministerium weiter. Nach der Abgabe der Bewerbungen werde sich die Auswertung der Bewerbungsunterlagen und die Bereisung der Bewerberkommunen anschließen. Der Ministerrat werde dann voraussichtlich im 1. Quartal 2022 entscheiden, welche Kommune die Landesgartenschau 2027 ausrichten darf. Neben Mainz haben auch die Pfälzer Städte Speyer und Neustadt an der Weinstraße Bewerbungen angekündigt. Mit der Verschiebung wird die Lücke zur nächsten Schau dieser Art größer: Die nächste Landesgartenschau hatte 2023 in Bad Neuenahr-Ahrweiler stattfinden sollen – sie wurde nun wegen der Flutkatastrophe endgültig abgesagt.

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1 KOMMENTAR

  1. Das Ziel der Gartenschau ist, vernachlässigte Gebiete aufzuwerten wie das z.B. in Bingen und K´lautern als dauerhafter Gewinn gelungen ist. Der Volkspark gehört nicht dazu. MZ sollte sich stattdessen um seine römische Vergangenheit kümmern, aber da ist nahezu alles kaputtgebaut, jetzt werden auch noch die als Steinbruch missbrauchten Römersteine durch Neubauten weiter entwertet. In Mainz gilt schon immer das Prinzip der Stadtentwicklung nach Investorengunst. Ich kann mir nicht vorstellen, dass MZ gegen die Konkurrenten den Zuschlag erhält. Die Planungskosten werden nur den Haushalt belasten.

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