Paukenschlag in der Mainzer SPD: Stadtrat Giovanni Rappa ist am Montag aus der SPD ausgetreten – und wechselt zur CDU. Zum Grund sagte Rappa, er habe in der Gonsenheimer CDU „meine politische Heimat und meine Grundüberzeugungen“ gefunden. Rappa ist seit zwölf Jahren Polizeibeamter des Landes Rheinland-Pfalz und arbeitet in einer Dienststelle in Mainz. In den Mainzer Stadtrat zog er bei der Kommunalwahl 2024 ein – sein Mandat will Rappa behalten. Die CDU begrüßte den bisherigen Sozialdemokraten am Montagabend in ihrer Partei und Fraktion.

Der 36 Jahre alte Giovanni Rappa war erst zur Kommunalwahl 2024 in die Kommunalpolitik gegangen: Er mache das nicht, weil er Karriere machen wolle, sondern weil er die Stadt aktiv mitgestalten wolle, verriet Rappa vergangenes Jahr auf Instagram – so könne man den Mitbürgern „manchmal besser helfen als ein Polizist auf Streife.“ Der Sohn sizilianischer Eltern ist seit 12 Jahren Polizeibeamter, bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 wurde Rappa in den Mainzer Stadtrat gewählt.
Nun aber trennen sich die Wege von Rappa und der SPD: „Am heutigen Montag habe ich meinen Parteiaustritt aus der SPD erklärt und zugleich um die Aufnahme in die CDU Mainz gebeten“, teilte Rappa selbst am Montagabend mit. Das sei für ihn „das Ergebnis eines längeren Prozesses, in dem ich mich mit den Zielen der CDU und der SPD näher beschäftigt habe.“ Er habe „insbesondere im Bereich der Sicherheitspolitik, und in Gonsenheim sowie im Wahlkreis 28 mit dem CDU-Vorsitzenden und Wahlkreiskandidaten Torsten Rohe meine politische Heimat und meine Grundüberzeugungen gefunden“, betonte Rappa, der auch stellvertretender Ortsvorsteher in Gonsenheim ist.
Rappa: Sicherheitspolitik und „konstruktive Arbeit auf Augenhöhe“
Konkreter wurde Rappe zu seinen Gründen allerdings nicht, er fügte aber hinzu: „Mir ist eine konstruktive Mitarbeit auf Augenhöhe sehr wichtig.“ Die CDU in Gonsenheim und Mainz habe er „als starken und verlässlichen Partner kennengelernt, mit dem ich in den nächsten Jahren gemeinsam viel erreichen möchte.“ Er wolle einen Beitrag dazu leisten, „dass wir in meinem Wohnort einen jungen und engagierten Landtagsabgeordneten bekommen, der das Thema Sicherheit in den Fokus nimmt.“ Torsten Rohe ist ebenfalls Stadtrat der Mainzer CDU und kandidiert bei der Landtagswahl am 22. März.

Rappa betonte, ihm sei „wichtig, diesen Schritt mit Respekt zu gehen“, und er danke allen bisherigen Weggefährten in der SPD für die gemeinsame Zeit und die Zusammenarbeit. Sein Mandat im Stadtrat wolle er behalten, und auch seine Aufgaben als stellvertretender Ortsvorsteher in Gonsenheim weiter wahrnehmen. Die SPD-Stadtratsfraktion schrumpft damit von 12 Sitzen auf 11, Rappas Rrofil war bereits am Abend von der Homepage der Stadtratsfraktion verschwunden.
Die Mainzer CDU nahm Rappa bereits am Abend in Partei und Fraktion auf, Kreisvorstand wie Stadtratsfraktion votierten einstimmig für das neue Mitglied. DieCDU-Stadtratsfraktion wächst damit auf 16 Mitglieder an, es ist bereits der zweite Wechsel zu den Christdemokraten: Im September 2025 war bereits Stadtrat Mario Müller von den Freien Wählern zur CDU gewechselt. Rappas Wechsel macht die CDU nun zur stärksten Fraktion im Mainzer Rat – noch vor den Grünen, die 15 Sitze halten. Auf die Kenia-Koalition im Stadtrat mit SPD und Grünen soll der Wechsel keine weiteren Auswirkungen haben.
Wechsel macht CDU zur stärksten Fraktion im Mainzer Stadrat
„Nach unserer Einschätzung hat sich Giovanni Rappa seine Entscheidung zu einem Parteiwechsel nicht leicht gemacht“, betonte CDU-Kreischef Ludwig Holle am Abend. Als Volkspartei sei die CDU „bewusst offen für eine große Breite an Mitgliedern und Positionen, die wir zum Wohle aller zusammenbringen wollen – entsprechend nehmen wir ihn gerne in der Partei auf“, unterstrich Holle. Die CDU-Stadtratsfraktion gewinne mit Rappa „ein weiteres engagiertes Mitglied, das sich inhaltlich und persönlich bei uns einsetzen möchte“, freute sich auch CDU-Fraktionschefin Claudia Siebner.
Besonders freute sich der Gonsenheimer CDU-Vorsitzende und Landtagskandidat im Wahlkreis 28 (Mainz II), Torsten Rohe: „Giovanni Rappa und ich arbeiten bereits lösungsorientiert und harmonisch im Gonsenheimer Ortsbeirat zusammen“, sagte Rohe: „Ich freue mich, dass er sich bewusst im Landtagswahlkampf für die CDU entschieden und mir seine Unterstützung für den Wechsel in Rheinland-Pfalz zugesagt hat.“ Der Wahlkreis Mainz II umfasst die Stadtteile Bretzenheim, Gonsenheim, Hechtsheim, Mombach und Weisenau – mehr dazu sowie den weiteren Wahlkreiskandidaten findet ihr hier bei Mainz&.
Info& auf Mainz&: Mehr zur anstehenden Landtagswahl am 22. März, welche Wahlkreise es gibt, und wer genau wo antritt, lest Ihr hier bei Mainz&.





