Das Mainzer Landesmuseum ist eines der ältesten Museen in Deutschland und gehört heute zu den bedeutendsten Museen von Rheinland-Pfalz – vor allem seine Sammlung römischer Steindenkmäler gehört mit mehr als 2000 Einzelexemplaren zu den größten nördlich der Alpen. Doch für berühmte Exponate wie etwa die Große Mainzer Jupitersäule oder zahlreiche Grabsteine und Statuen gibt es im Landesmuseum kaum noch Platz, seit im Jahr 2016 der rheinland-pfälzische Landtag in die Steinhalle des Museums einzog. Das Versprechen damals: Nach fünf Jahren sei man wieder weg. Doch nun soll der Landtag bleiben, das alte Plenargestühl eine Art „Demokratiemuseum“ werden – der Freundeskreis des Museums fürchtet nun um die Präsentation des römischen Erbes in Mainz.

Elisabeth Kolz ist Unternehmerin, Existenzgründungsberaterin und Vorsitzende des Freundeskreises des Mainzer Landesmuseums. - Foto: Kolz
Elisabeth Kolz ist Unternehmerin, Existenzgründungsberaterin und Vorsitzende des Freundeskreises des Mainzer Landesmuseums. – Foto: Kolz

Elisabeth Kolz ist entsetzt: „Wir fühlen uns hinters Licht geführt – und das von einem Mann, der Landtagspräsident ist und Demokratie verbreiten will“, schimpft die Mainzer Unternehmerin: „Das ist Wortbruch und eine Marginalisierung des Landesmuseums!“ Kolz ist seit vielen Jahren in der Mainzer Unternehmerlandschaft unterwegs, sie gründete unter anderem die „EULE“, eine Vereinigung zur Unterstützung junger Existenzgründer – seit einigen Jahren ist Kolz zudem Vorsitzende des Freundeskreises des Mainzer Landesmuseums. Und dessen künftige Möglichkeiten sieht sie nun in Gefahr: „Wir fordern die Steinhalle zurück“, betonte Kolz im Gespräch mit Mainz&, und schimpft: „Es kann doch nicht sein, dass das Museum so marginalisiert wird – das ist nicht im Interesse der Mainzer Bevölkerung!“

Stein des Anstoßes ist die Steinhalle, ein rund 1.200 Quadratmeter großer Seitentrakt des Mainzer Landesmuseums. Die ehemalige Reithalle des Mainzer Kurfürsten diente Jahrzehntelang als Ausstellungsfläche für die Überreste des römischen Erbes von Mainz: Hier wurden 2000 Jahre alte römische Grabsteine in einer Art Nachbildung römische Gräberstraßen präsentiert, hier stand der Dativius-Victor-Bogen, ein altrömischer Triumpfbogen – und hier stand die „Große Mainzer Jupitersäule“, die größte dekorierte Prachtsäule nördlich der Alpen, die als Vorbild und erstes Exemplar für die im ganzen nordwestlichen römischen Reich bis ins 3. Jahrhundert nach Christus beliebten, gigantischen Jupitersäulen gilt.

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So sah die Steinhalle des Mainzer Landesmuseums vor dem Umbau mit der Präsentation der römischen Steindenkmäler aus - vorne in der Mitte die Jupitersäule. - Foto: Landtag RLP
So sah die Steinhalle des Mainzer Landesmuseums vor dem Umbau mit der Präsentation der römischen Steindenkmäler aus – vorne in der Mitte die Jupitersäule. – Foto: Landtag RLP

Doch die meisten altrömischen Schätze wie auch die Jupitersäule stehen seit 2016 im Depot: Seitdem der Landtag hier seinen Interiumsplenarsaal während der Sanierung des Mainzer Deutschhauses errichtete, ist im Landesmuseum für die großen Exponate der Römerzeit kein Platz mehr. Das Versprechen damals aber: „Die Nutzung der Steinhalle sollte nach Abschluss der Sanierung enden, das war offiziell zugesagt“, berichtet Kolz. Der damalige Landtagspräsident Joachim Mertes habe stets versichert: „Wir sind nach fünf Jahren raus, und Ihr habt eine sanierte Halle – das ist eine Win-Win-Situation.“

Doch nun fühlen sich die Pläne des Landtags für den Freundeskreis eher nach Looser-Lage an: Der Landtag wolle keineswegs mehr ausziehen, das alte Plenargestühl solle eingebaut bleiben, die Steinhalle ein „Demokratiemuseum“ werden, berichtet Kolz empört: Der Landtag wolle die Steinhalle an 200 Tagen im Jahr nutzen, das Landesmuseum solle den Raum nur noch an den übrigen Tagen nutzen dürfen, vorwiegend am Wochenende. Der Landtag plane hier Workshops und Veranstaltungen, Jugend-Landtage – für das Museum sei das aber eine Katastrophe, betont Kolz: Das Museum werde massiv an Fläche verlieren, seine Attraktivität in Frage gestellt. „Mainz verfügt archäologische Schätze, die niemand mehr zu sehen bekommt“, schimpft sie, das sei „es kann doch nicht sein, dass das Museum so marginalisiert wird.“

Die Nachbildung der Großen Mainzer Jupitersäule, die lange Jahre an der Großen Bleiche vor dem Deutschhaus stand. - Foto: gik
Die Nachbildung der Großen Mainzer Jupitersäule, die lange Jahre an der Großen Bleiche vor dem Deutschhaus stand. – Foto: gik

Das Landesmuseum habe in den vergangenen Jahren schon immer mehr Räume verloren, so etwa den Eltzer Hof, dann die Steinhalle, sagte Kolz. Das Ergebnis: Hunderte Exponate seien in Lagern „eingemottet, und keiner bekommt sie mehr zu sehen“, kritisiert sie – das betreffe etwa die Mainzer Jupitersäule: „Die Jupitersäule wurde aufwändig und für viel Geld restauriert“, berichtet Kolz, allein 30.000 Euro habe der Freundeskreis für die Arbeiten beigesteuert – jetzt aber könne die 12,50 Meter hohe Säule „nur noch zerlegt irgendwo stehen“ und nicht gezeigt werden. Ein Angebot zum Ausgleich habe es ihres Wissens an das Museum aber auch nicht gegeben, sagt Kolz: „Das Museum wurde vor vollendete Tatsachen gestellt.“

Die Entscheidung sei vermutlich irgendwann im Frühjahr 2020 gefallen, vermutet Kolz – in Absprache zwischen Landtagspräsident Hendrik Hering (SPD), der Generaldirektion Kulturelles Erbe und dem Wissenschaftsministerium. Doch informiert worden seien weder die Öffentlichkeit noch die Förderer des Museums, kritisiert Kolz: „Wir als Freundeskreis haben das erst im März erfahren – und zwar auf unsere Nachfrage hin.“ Den Verein der Freunde des Landesmuseums Mainz e.V. gibt es bereits seit Mai 1965, er fördert Ankäufe und Restaurierungen, organisiert Exkursionen und unterstützt als Sponsoren bei großen Ausstellungen. Die Mitglieder seien nun ausgesprochen entsetzt, berichtet Kolz: „Wir fühlen uns hinters Licht geführt – das ist Wortbruch“, schimpft sie, und fordert: „Geben Sie dem Landesmuseum und den Mainzer Bürgern die Steinhalle komplett zurück!“

Landtagspräsident Hendrik Hering (SPD) in der Baugrube während des Umbaus des alten Mainzer Landtags. - Foto: gik
Landtagspräsident Hendrik Hering (SPD) in der Baugrube während des Umbaus des alten Mainzer Landtags. – Foto: gik

Die Forderung ging in einem Brief am 15. April an Landtagspräsident Hering, dort hieß es aber am Mittwoch aus seinem Büro. Der Brief sei leider nicht angekommen, inzwischen liege er aber vor. Das Konzept für die Nutzung der Steinhalle befinde sich gerade in Ausarbeitung, man stehe dafür „in engem und permanenten Austausch“ mit dem Mainzer Landesmuseum, der GDKE und dem Wissenschaftsministerium. Ziel sei, „das Landesmuseum als Ganzes und die Steinhalle im Besonderen gemeinsam zu einer attraktiven Landmarke in Mainz weiterzuentwickeln“, teilte der Landtag auf Mainz&-Anfrage weiter mit.

Man wolle künftig „kulturelle Highlights und politische Bildung unter einem Dach zu vereinen“ – im Vordergrund solle die „gemeinschaftliche Nutzung der Steinhalle durch Landtag und das Landesmuseum“ stehen, heißt es weiter. Es solle dabei auch „eine angemessene Inszenierung der hier platzierten archäologisch und historisch bedeutenden Ausstellungsstücke ermöglicht werden“, betonte der Landtag weiter – wie das aber mit dem deutlich reduzierten Platzangebot gehen soll, teilt der Landtag nicht mit: Fast die Hälfte der 1.200 Quadratmeter Fläche soll demnach auch weiter das alte Plenarrund einnehmen, in der Lobby werden – wie heute auch schon – Flächen für Garderobe und Bewirtung benötigt, viele Platz für römische Denkmäler bleibt da nicht mehr.

Die Lobby der Steinhalle nach dem Einbau des Plenarsaals, von hier aus hinter dem Steinregal, davor der Dativius-Victor-Bogen. - Foto: gik
Die Lobby der Steinhalle nach dem Einbau des Plenarsaals, von hier aus hinter dem Steinregal, davor der Dativius-Victor-Bogen. – Foto: gik

Diese dauerhafte Zweckentfremdung der Steinhalle rief inzwischen auch den Deutschen Verband für Archäologie auf den Plan, der Anfang Februar in einem Brief and Hering gegen die Nicht-Zurückgabe der Steinhalle protestierte: Man begrüße zwar „grundsätzlich Ihre Initiative zur Gründung eines Demokratiezentrums“, es stehe „außer Zweifel, das es aktuell geboten ist“, Schülern und anderen Gruppen der Bevölkerung  „einen authentischen Raum zu bieten, in dem Demokratie erlebbar wird“, heißt es in dem Schreiben, das Mainz& vorliegt, und weiter: „Wir sind jedoch dezidiert der Ansicht, dass die Steinhalle in Mainz hierfür definitiv nicht die geeignete Lokalität ist.“

Schon der Raum an sich sei „ein Baudenkmal ersten Ranges“, sei doch die einstige
kurfürstlich-erzbischöfliche Reithalle eine der größten Anlagen ihrer Art im gesamten Heiligen Römischen Reich gewesen, schreibt der Verband der Archäologen weiter. Dazu aber komme eine weit über Mainz hinaus bekannte museologische Nutzung der alten Steinhalle mit einem „höchst bedeutenden Ausstellungskonzept“, betont der Verband. In der Steinhalle nämlich könnten die Besucher „in  höchst authentischer Weise römische Steindenkmäler in Originalgröße und ohne störende Schranken aus nächster Nähe betrachten“, das lade „zu einer Zeitreise der besonderen Art ein.“

Der ehemalige Chef der GDKE, Thomas Metz, mit einigen antiken römischen Grabsteinen, die in der Lobby des Interim-Landtags präsentiert werden. - Foto: gik
Der ehemalige Chef der GDKE, Thomas Metz, mit einigen antiken römischen Grabsteinen, die in der Lobby des Interim-Landtags präsentiert werden. – Foto: gik

Der Raum imitiere „vollendet die urbane Struktur römischer Gräberstraßen und öffentlicher Plätze/Wege“, betonen die Archäologen weiter, damit könnten die Besucher die ausgestellten Denkmäler so entdecken, wie sie auch ein antiker Betrachter gesehen habe. „Dieses Ensembles genießt folglich sowohl bei den Museumsbesuchern als auch
insbesondere in der internationalen Fachwelt hohes Ansehen“ und stelle ein in der gesamten Museumslandschaft „nationales wie internationales Alleinstellungsmerkmal dar“, heißt es weiter: „Seine einzigartige Atmosphäre ist daher absolut schützenswert.“

Präsidium und Vorstand des Vereins fordern Hering in dem Schreiben auf, die Pläne für ein Demokratiemuseum grundsätzlich zu überdenken, und die Steinhalle „als überaus schützenswertes museologisches Kulturdenkmal“ zu bewahren. „Die Zerstörung eines solch einmaligen Ausstellungsjuwels hätte unzweifelhaft ausgesprochen schädliche Auswirkungen auf die gesamte Mainzer Museumslandschaft“, warnen die Experten zudem: „Der Ruf der
Landeshauptstadt Mainz auf dem kulturellen Sektor wäre irreparabel beschädigt.“

Der Interimsplenarsaal mit dem alten Landtagsgestühl in der Steinhalle im August 2020. - Foto: gik
Der Interimsplenarsaal mit dem alten Landtagsgestühl in der Steinhalle im August 2020. – Foto: gik

Im Landtag hieß es, Landtagspräsident Hering habe „die vorgebrachten Einwände“ zum Anlass genommen, den Deutschen Verband für Archäologie zu einem Gespräch Ende April einzuladen, nach Mainz&-Informationen  soll das am 28. April stattfinden. Auch mit dem Mainzer Altertumsverein hätten diesbezüglich bereits Gespräche stattgefunden, das biete man auch dem Freundeskreis an. Im Übrigen weise man darauf hin, „dass die Planungen des Landtags bezüglich des Landesmuseums seit August 2019 öffentlich bekannt sind“, heißt es weiter.

Doch das ist nur bedingt richtig: Tatsächlich berichtete Landtagspräsident Hering erstmals im August 2019 in einem Interview mit der Deutschen Nachrichten Agentur über die Idee eines Demokratiemuseums: Man werde in der Steinhalle eine zusätzliche Tagungs-und Begegnungsstätte einrichten, sagte Hering damals der dpa, die Halle solle „ein ständiger Ort der Demokratie werden.“ Der Plenarsaal bleibe „als authentischer Ort, wie er ist“, sagte Hering weiter: „Er gehört zur Landesgeschichte dazu, das zerstört man nicht.“ Zur Frage, was aus den römischen Exponaten der Steinhalle werden sollte, äußerte sich Hering nicht, das Interview erschien als kleine Randnotiz in den Zeitungen – der Nicht-Auszug wurde als Tatsache dargestellt

Eine breite Information der Presse, etwa durch eine Pressmitteilung oder gar eine Pressekonferenz, erfolgte jedoch nie, auch die Mainzer wurden über die neuen Pläne bisher nicht öffentlich informiert. Man werde „über das finale Konzept breit informieren“, heißt es von Seiten des Landtags nun – der neu gestaltete Landtag im Deutschhaus soll zum Verfassungsfest am 18. Mai fertig werden.

Aufbau des Kunstwerks "Drei Fahnen" vor dem neu sanierten Mainzer Landtag an der Großen Bleiche. - Foto: gik
Aufbau des Kunstwerks „Drei Fahnen“ vor dem neu sanierten Mainzer Landtag an der Großen Bleiche. – Foto: gik

Es ist zudem nicht das erste Mal, dass Herings als Landtagspräsident Entscheidungen über eine Gestaltung im Herzen von Mainz unter Ausschluss der Mainzer treffen lässt: Auch bei der Kür des Kunstwerks vor dem neuen Landtag, den „Drei Fahnen“, die ein Spiel mit der Nationalfahne darstellen sollen, blieben die Mainzer komplett außen vor. Eine Jury externer (!) Kunstexperten wählten aus 170 Einsendungen den Siegerentwurf auf – vorgestellt wurde er der Öffentlichkeit erst nach der Wahl.

Dabei stellt die Freifläche an der Großen Bleiche einen wesentlichen Teil eben jenes Areals dar, um dessen Neugestaltung seit Jahren in Mainz intensiv gerungen wird – Landtagspräsident Hering focht das indes offenbar nicht an: Die Gestaltung der neun Meter hohen Metallrahmen, an denen Stoffbahnen flattern sollen, wurden offenbar weder mit der Stadt Mainz abgesprochen, noch nehmen sie Rücksicht auf die Interessen der Mainzer nach mehr Grün oder eine künftige Umgestaltung des Bleichen-Areals – mehr dazu lest Ihr in unserem Mainz&-Leitartikel vom September 2018.

Die Steinhalle des Landesmuseums vom Innenhof aus bei der Museumsnacht 2017. - Foto: gik
Die Steinhalle des Landesmuseums vom Innenhof aus bei der Museumsnacht 2017. – Foto: gik

Die Entscheidung für ein Demokratiemuseum kam offenbar ebenso überraschend und wenig transparent daher: „Die Idee der Landesregierung, hier jetzt plötzlich ein Demokratie-Museum oder Demokratie-Labor einrichten zu wollen, überrascht auf der ganzen Linie“, kritisiert etwa das Darmstädter Mitglied des Museums-Freundeskreises, Thomas Frank, in einem Brief an die Museumsleitung: „Dieser Aspekt stand zu keinem Zeitpunkt auch nur ansatzweise im Raum.“ Er könne sich nun „leider nicht des Eindrucks erwehren, dass hier nach einer billigen Entsorgungsmöglichkeit der ‚alten Bestuhlung‘ gesucht wird“, schreibt Frank, und warnt eindringlich: „Ein Wortbruch der Landesregierung wäre fatal, stünde ihr auch nicht gut zu Gesicht“ – und würde „Glaubwürdigkeit, Verlässlichkeit und Ansehen der Landesregierung“ erschüttern.

Info& auf Mainz&: Mainz& hat seit 2015 über die Pläne zum Umbau des alten Landtags im historischen Deutschhaus berichtet, einen ausführlichen Bericht findet Ihr hier bei Mainz&. Auch über die stets als Zwischennutzung gedachte Umwidmung der Steinhalle des Landesmuseums haben wir ausführlich berichtet, etwa hier im März 2016. Einen Bericht über die Große Mainzer Jupitersäule lest Ihr hier auf Mainz&, unseren Leitartikel zu dem Fahnen-Kunstwerk vor dem neuen Mainzer Landtag findet Ihr hier.

11 KOMMENTARE

  1. Offenbar denkt man schon daran, die Demokratie als temporäre Erscheinung zu sehen, für die es nur noch Platz im Museum gibt. Längst ist die reale Politik zu einem Hort selbstgefälliger Nar(r)zissten und Autisten verkommen. Die Missachtung der römischen Funde passt zu Mainz. Haben Stadt und Bürger jemals ihre Vergangenheit angemessen gewürdigt? Drususstein und Aquädukt wurden als Steinbrüche missbracht. Und von den Funden hat man nichts am Ort gelassen. Sowohl die Weisenauer Gräberstraße als auch der Isistempel, das Amphitheater oder das ausgedehnte Militärlager auf dem Kästrich wurden zugebaut. Alleine das Römerschiffe-Museum ist ein Lichtblick.

  2. unse liebes goldisches Meenz versinkt vor lauter Politik-Geschacher immer mehr in Mittelmäßigkeit und wird in nicht all zu ferner Zukunft ganz unter „ferner liefen“ versinken:
    * das geplante Zentrum des RGZM (das mals eine Istitution von Weltruf war) wird einer alten Schule geopfert und ist vor Bezug schon zu klein
    * die Zitadelle muss als Biotop herhalten
    * der Bibelturm fällt dem Marktfrühstück zum Opfer
    * und jetzt soll auch noch unser Römisches Erbe im Landes(!)museum der Pöstchenschacherei der Sozen zum Opfer fallen
    Denn welchen Sinn hätte ein solches „Museum“ an dieser Stelle ausser Genossen wieder gut dotierten Pöstchen mit Pensionsanspruch zu beschaffen – aber der Steuerzahler zahlt ja brav :-/

  3. Das arme Landesmuseum – bedroht von einem Hering und im Stich gelassen von einem Wolf.

    Heute schmiede ich mal ein Pasquill,
    um zu schreiben, was ich sagen will.
    Ja, ich muß es wahrlich sagen,
    weil er sonst mir platzt, mein Kragen!
    Himmelschreiend muß ich nennen,
    was die Medien hier verpennen:
    Das „Goldne Roß“ wird schwerst bedrängt,
    weil der Gast nun glaubt, er lenkt.
    Fehlt dem Wolf ein Hoden und das Hirn,
    hat er Angst und biet’ dem Hering nicht die Stirn.
    „Fabelhaft“ – à la Aesop und La Fontaine,
    doch das darf ja bitte nicht durchgeh’n!
    Packt die Möbel einfach wieder ein!
    Demokratiegeschichte ist ja fein …,
    nehmt den Landtag oder zieht woandershin,
    schlagt Euch aber das Museum aus dem Sinn!
    Übergriffig-dreist, Du Fisch, was ist das eitel,
    Pasquino zieht Dir hiermit einen Scheitel!
    Kennst Du dieses Wort denn schon?
    In-sub-or-di-na-ti-on.
    Mainz, begehre auf und kämpf’ für die Steinhalle,
    Wo seid Ihr denn, Ihr Kampfgefährten alle?
    Traut Euch raus und mischt Euch ein!
    Pasquino will es nicht allein.

    • Liebe Susanne,
      ich werde weiter gemeinsam mit dem Vorstand des Freundevereins und vielen Gleichgesinnten um die Rückgabe der Steinhalle und der Sichtbarmachung römischen Denkmäler kämpfen!
      Elisabeth

  4. Creo que la venerable colección epigráfica de la Steinhalle debe mantenerse en su integridad en la forma y el lugar en que hasta ahora se ha conservado. Su contenido es por sí mismo una parte fundamental del patrimonio histórico de Alemania y de Europa. Los políticos deben buscar otro lugar para ese „centro temático“ que quieren establecer, y no destruir el que por sí mismo es un monumento de la memoria histórica común a todos los europeos.

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