Wolltet Ihr schon immer mal auf einer Fastnachtsbühne stehen? Träumt heimlich davon, mit einem Vortrag zu brillieren, einer coolen Musiknummer, einem Comedy-Auftritt? Zum dritten Mal bieten der Gonsenheimer Carnevals-Verein (GCV) und die Füsiliergarde im Oktober mit seiner Narrenschau genau diese Möglichkeit: Einmal im Jahr öffnen sie eine Bühne für Fastnachts-Neulinge und solche, die immer schon mal Fastnachter werden wollten. Auf der Bühne des Otto-Schott-Gmynasiums findet dann vor rund 300 Zuschauern eine echte Fastnachtssitzung statt – mit rund 25 Nachwuchsnummern. In diesem Jahr steigt die Narrenschau am 26. Oktober, wer dabei sein will, kann sich noch bis zum 15. September 2019 bewerben.

Bei der Narrenschau von GCV und Füsiliergarde können sich Nachwuchs-Narren  erproben. - Foto: gik
Bühne frei für Nachwuchs-Narren, heißt es bei der Narrenschau von GCV und Füsiliergarde. – Foto: gik

„Wir freuen uns über jede Bewerbung, egal ob Tanz, Gesang oder Vortrag“, sagte Andreas Müller, einer der Organisatoren vom GCV, und betont: „Wir sind wirklich für alles offen.“ Interessierte müssten noch nicht einmal eine fertige Nummer mitbringen, es reiche schon eine Idee oder ein Grundgerüst für eine Nummer. Jedem Teilnehmer wird ein „alter Hase“ zur Seite gestellt, ein erfahrener Fastnachter, der Tipps geben kann, bei der Ausarbeitung hilft oder den Nachwuchsfastnachter richtiggehend coacht. „Es ist jedem selbst überlassen, wie viel er den Paten in Anspruch nehmen will“, betont Müller, „wir haben aber immer wieder die Rückmeldung bekommen, dass es das wirklich gebracht hat.“

Stimmt das Versmaß, holpert die Sprache? Wie ist die Präsenz auf der Bühne? „Sprecht laut und deutlich und langsam, dass selbst die Oma in der letzten Reihe versteht worum es geht“, erzählt Müller von typischen Hilfestellungen, „das haben wir selbst auch davon mitgenommen.“ Müller steht selbst inzwischen bei den großen Sitzungen des GCV auf der Bühne, die Höhen und Tiefen des Anfangs kennt er selbst sehr gut.

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„Wenn man aufgeregt ist, spricht man schneller, das ist einfach so“, weiß er, „oder wie geht man damit um, wenn es nicht so läuft und man auf die Nase fällt?“ Er selbst sei auch erst einmal bei anderen vereinen aufgetreten, um Bühnenerfahrung zu sammeln, bevor er beim GCV in der großen Show landen konnte mal im Eröffnungsspiel, mal als hyperaktiver Startup-Erfinder.

Die Brüder Werum schafften von der Narrenschau den Sprung auf die große GCV-Bühne. - Foto: gik
Die Brüder Adrian und Rainer Werum schafften von der Narrenschau den Sprung auf die große GCV-Bühne. – Foto: gik

„Man muss die Bühnenerfahrung erst mal bekommen“, weiß Müller, da sei die Hilfe der gestandenen „Großen“ der Fastnachtsszene unheimlich wertvoll. „Die haben 60 Mal auf der Bühne gestanden, wissen was geht und was nicht“, sagt Müller. Und genau dabei könne  auch die Narrenschau weiter helfen: „Jeder, der bisher mitgemacht hat, hat gesagt, das war eine gute Sache, das hat mich weitergebracht“, berichtet Müller.

Zwei Mal schon haben GCV und Füsiliergarde die Narrenschau ausgerichtet, rund 25 Teilnehmer durften sich jedes Mal auf der Bühne erproben. Das Publikum wisse, dass es sich um eine Nachwuchsshow handele, betonte Müller, „da wird niemand von der Bühne gebuht.“ Stattdessen hat sich die Nachwuchs-Fastnachtsshow schon als Sprungbrett für so manchen Akteur erwiesen: Die Brüder Werum waren mit ihren pfiffigen Gesangsnummern am Klavier nun schon zweimal auf der großen GCV-Bühne zu Gast, die junge „Herpes House Band“, ein A Cappella Gesangs-Quartett, feierte ebenfalls gleich zwei Mal Erfolge auf der großen GCV-Bühne. Und mit dem jungen Luca Lautenschläger hat sich der GCV ein echtes Multitalent in Sachen Nachwuchs gesichert – Narrenschau sei Dank.

Luca Lautenschläger, junges Nachwuchstalent in der Mainzer Fastnacht beim GCV. - Foto: gik
Multitalent Luca Lautenschläger fand der GCV ebenfalls über die Narrenschau. – Foto: gik

All das seien Beispiele, an denen man sehen könne: „Es kommt wirklich was bei raus, die Chancen werden genutzt“, sagt Müller. Natürlich funktioniere die Top-Karriere nicht gleich bei jedem auf Anhieb, „wir kooperieren aber auch mit anderen Vereinen, da haben auch einige unserer Narrenschau-Akteure von profitiert und dort Erfahrung gesammelt“, erklärt Müller. Das sei übrigens auch einer der Grunde, warum die Narrenschau so früh stattfinde: „Auch wenn im Oktober noch keine Fastnachtszeit ist, machen wir das mit Blick auf die Kampagne das so früh“, sagt Müller. Wenn alles passt, steht der Nachwuchs-Fastnachter unter Umständen schon drei Wochen später beim GCV auf der Kammerspiel-Bühne… In jedem Fall winkt ein spannender und unterhaltsamer Abend bei der Narrenschau.

Info& auf Mainz&: Wer sich nun noch bewerben möchte, der meldet sich bis zum 15. September 2019 per Email bei narrenschau(at)gcv-mainz.de. Die dritte Narrenschau findet dann am Samstag, den 26. Oktober 2019 in der Mensa des Otto-Schott-Gymnasiums statt. Für die Zuschauer kostet der Eintritt 8,- Euro, Tickets gibt’s ab Ende August beim GCV und der Füsiliergarde hier im Internet. Wie die Narrenschau so abläuft, könnt Ihr hier auf Mainz& bei unserem Bericht aus 2018 nachlesen.

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