Ja, auch in der Antike wurde schon eifrig gespielt, die Römer speziell liebten Spiele aller Art - und damit sind nicht nur die Gladiatorenspiele oder Tierhatzen gemeint. Nein, die Römer kannten auch schon allerlei Gesellschaftsspiele, vom einfachen Würfeln über Modellwagen fürs Wagenrennen bis hin zu Brettspielen. Am kommenden Samstag lädt nun der Verein "Rettet das Römische Mainz" zum Weihnachtsbazar, dabei gibt's auch Spiele (wenn auch moderner Art) zu erwerben, dazu Playmobil-Römer, Kunst von Bianca Wagner und Lesungen mit Cartoonist von Frank Hoffmann. Und Alltagsfunde vom Sportplatz Mainz-Laubenheim. Unser Adventskalender-Türchen Nummer 17.

"In der Antike wurde viel gelacht, es gibt große Studien über den römischen Witz", weiß Christian Vahl, Vorsitzender des Vereins "Rettet das Römische Mainz". Zumeist seien es Witze, die auf Kosten anderer gingen, die Antike habe eine speziellen Humor gehabt, den man heute nicht mehr unbedingt nachvollziehen könne. Einige solche Witze finden sich auf der Seite des Forum Traiani, einer davon geht so:
„Einer mit üblem Mundgeruch schaute immer wieder zum Himmel empor und brachte viele Bitten vor. Da beugte sich Zeus in seine Richtung, um ihn zu sehen, und sagte gleich darauf: „Nur einen einzigen Wunsch erfüll! Die Götter unten flehe an!“
Überliefert sind Witze aus der Antike tatsächlich - in einem thematisch gegliederten Sammelband mit dem Titel der "Philogelos" - übersetzt so viel wie "der Lachfreund". Die Autoren Hierokles und Philagrios sammelten darin Witze aus mündlichen und schriftlichen Quellen, weiß die Schweizer Internetseite Watson zu berichten. In 265 Witzen wird demnach im "Philogelos" unter anderem über Akademiker, Weiberfeinde und Abderiten gespottet - das waren offenbar die Schildbürger der Antike, nämlich die Einwohner der griechischen Stadt Abdera: Sie gehörten zu den Lieblingsopfern antiker Witze und galten noch bis ins Spätmittelalter als einfältig und dümmlich.
Ludes Romani: Würfelspiele, Brettspiele und Walnuss-Wurfspiel
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