UPDATE&: Die neue Hitzewelle ist da, Büsche und Gräser sind staubtrocken – die Waldbrandgefahr ist hoch. Am späten Sonntagnachmittag schreckte eine dichte schwarze Rauchwolke in der Nähe der Autobahn A671, die weithin sichtbar war – nach Auskunft der Feuerwehr Wiesbaden brennt ein Waldstück neben der Autobahn. In unmittelbarer Nähe: Der ELW Entsorgungsbetrieb, eine Recyclingfirma und der Tierpark Mainz-Kastel. Bereits in der Nacht zu Samstag hatte es zwei Brände in Mainz gegeben. Um 19.09 Uhr gab die Feuerwehr in Wiesbaden eine Gefahrenmeldung zum Brand an der A671 heraus.

Bereits Anfang Juli hatte das Regierungspräsidium in Darmstadt vor einer hohen Waldbrandgefahr gerade in Südhessen gewarnt: Die letzten Niederschläge hätten für eine Entspannung nicht gereicht, die Wälder seien aufgrund der langen Dürreperiode der vergangenen Wochen weiterhin außergewöhnlich trocken, warnte die zuständige Forstbehörde, und betonte erneut: Nahezu alle Waldbrände würden von Menschen ausgelöst – oft durch achtlos weggeworfene Zigarettenkippen und anderes Fehlverhalten.
Am späten Sonntagnachmittag erhob sich nun eine auch in Mainz weithin sichtbare, pechschwarze Rauchwolke über dem rechtsrheinischen Hinterland des Rheins. Wie die Feuerwehr Wiesbaden auf Mainz&-Anfrage mitteilte, brennt aktuell ein Wiesen- und Buschgelände am Unteren Zwerchweg. Der Brand sei um 17.32 Uhr als „Waldbrand“ gemeldet worden, sagte ein Sprecher der Feuerwehr.
Brand an der Zufahrt zur Deponie Wiesbaden: Fenster schließen!
Der Untere Zwerchweg verläuft parallel zur A671, an ihm liegen ein Reitplatz und der Tierpark Mainz-Kastel. Auf der anderen Seite in Richtung Amöneburg liegen ein Recyclingbetrieb sowie das Betriebsgelände des Wiesbadener Entsorgungsbetriebs ELW an dem Unteren Zwerchweg, beide seien bislang von dem Brand aber nicht betroffen.

Der Brand sei im Bereich einer alten Gärtnerei ausgebrochen, hieß es bei der Feuerwehr und betreffe die Zufahrt zur Deponie Wiesbaden. Das Beunruhigende: Unter Kontrolle sei der Brand bislang nicht, sagte der Sprecher gegen 18.30 Uhr – es sei aber ein Großaufgebot der Feuerwehr vor Ort.
UPDATE&: Um 19.09 Uhr gab die Feuerwehr in Wiesbaden auch eine Gefahren-Warnmeldung über die Katastrophen-Apps heraus. Darin heißt es nun, es komme zu starker Rauchentwicklung sowie zu Sichtbehinderungen und Geruchsbelästigungen – auf gut Deutsch: Es stinkt. Offenbar brennen nicht nur Bäume und Büsche. Zudem könne es zu Rußablagerungen im Ausbreitungsbereich der Rauchwolke geben.
Anwohner sollen Kleingärten verlassen, Kinder ins Haus holen!
Also: Bitte haltet Eure Fenster und Türen geschlossen und schaltet Lüftungsanlagen aus! Die Anwohner im Bereich der Rauchwolke werden aufgefordert, die Kleingärten im Bereich des Unteren Zwerchwegs zu verlassen, die Kinder ins Haus zu holen, hilflose Passanten aufzunehmen und die Nachbarn zu informieren. Autofahrer werden gebeten, den Bereich großräumig zu umfahren.

Bereits in der Nacht zu Samstag hatte es im Bereich Mainz gleich zwei Brände gegeben, die vermutlich mit der Hitze in Zusammenhang hingen. Um 4.20 Uhr meldeten mehrere Anrufer ein Feuer in einer Kleingartensiedlung am Theresianum in Mainz-Weisenau: Eine Gartenhütte brannte lichterloh, wie die Feuerwehr Mainz mitteilte. Die Berufsfeuerwehr löschte den Brand mit Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehr Weisenau rund eine Stunde lang. Die Brandursache sei unbekannt, Personen kamen nicht zu Schaden.
Flächenbrand bei Hechtsheim mit Wasserflaschen eingedämmt
Nahezu zeitgleich meldete eine Autofahrerin um 4.35 Uhr einen beginnenden Flächenbrand zwischen Ebersheim und Hechtsheim – er entpuppte sich aber als eher kleinerer Einsatz: Als die Berufsfeuerwehr Mainz sowie die Freiwillige Feuerwehr Ebersheim vor Ort ankamen, waren Autofahrer dabei, den beginnenden Flächenbrand mit Wasserflaschen unter Kontrolle zu halten. Die Feuerwehr führte dann „abschließende Löscharbeiten“ durch.
Möglicherweise habe eine achtlos aus dem Auto geworfene Zigarette den Stoppelacker in Brand gesetzt, rügte die Feuerwehr, und lobte die Anruferin sowie die Autofahrer: Dank ihres beherzten Eingreifens habe ein Flächenbrand verhindert werden können.
Info& auf Mainz&: Mehr zur Brandgefahr auch in Mainz lest Ihr hier auf Mainz&:







