Es war im März 2025, als das Nachbarland Hessen Handy-Schutzzonen an seinen Schulen ankündigte: Die private Handynutzung an Schulen sollte grundsätzlich verboten werden, Hessen argumentierte mit negativen Folgen für die psychische Gesundheit der Schüler durch Social Media-Nutzung und einer sinkenden Lernfähigkeit junger Menschen. In Rheinland-Pfalz lehnte man das damals strikt ab - nun dreht sich der Wind: Die neue Bildungsministerin Ute Eiling-Hütig (CDU) kündigte ebenfalls ein Handyverbot während der Schulzeit an. Zudem kehrt das Wettbewerbsprinzip bei Bundesjugendspielen zurück. (ABO&)

Sie war bis Mai 2025 Bildungsministerin in Rheinland-Pfalz: Stefanie Hubig (SPD), heute Bundesjustizministerin. - Foto: Ministerium für Bildung, Jonas Birk
Sie war bis Mai 2025 Bildungsministerin in Rheinland-Pfalz: Stefanie Hubig (SPD), heute Bundesjustizministerin. - Foto: Ministerium für Bildung, Jonas Birk

Die extensive Nutzung von TikTok, Instagram und Co durch Kinder und Jugendliche gerät immer mehr in die Kritik, seit sich die Nutzungszeiten vieler Kinder erheblich verlängert haben. Eine ganze Reihe europäischer Nachbarländer wie Frankreich und Italien führten deshalb als erste Handyverbote an Schulen ein, 2024 folgten Großbritannien und die Niederlande - Hessen setzte zum Schuljahr 2025/2026 ein privates Handyverbot in der Schulzeit um.

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In Rheinland-Pfalz forderte auch die CDU, damals in der Opposition ein solches Verbot: "Ein Smartphone auf dem Schultisch schränkt Schüler in ihrer Konzentration und damit in ihren Lernprozessen ein", sagte die CDU-Schulexpertin Jenny Groß im März 2025 - Groß ist seit Kurzem Staatssekretärin im Mainzer Bildungsministerium. Groß warnte schon damals, die mentale Gesundheit könne durch Cybermobbing und emotionale Zurückgezogenheit Schaden nehmen, Schulen müssten "sichere Lernorte sein und bleiben" - die CDU wolle deshalb die Schule zur handyfreien Zone für private Nutzung erklären.

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Kehrtwende in Mainz: Eiling-Hütig für Handyverbot an Schulen

Doch die damalige Bildungsministerin Stefanie Hubig lehnten das ebenso strikt ab wie ihr Nachfolger Sven Teuber (beide SPD) - bei den Sozialdemokraten überließ man die Entscheidung lieber den Schulen selbst. Dabei forderten Lehrer und Schulleiter selbst eine landesweite Regelung, um die Konflikte mit Eltern und Schülern zu entschärfen - die Minister lehnten dennoch ab. Inzwischen hat die CDU die Landtagswahl gewonnen, Mainz hat eine neue Bildungsministerin aus Bayern - und die kündigt eine Kehrtwende an.

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