Wenn an diesem Montag die Schule nach den Herbstferien wieder losgeht, bleiben die Klassenzimmer in einer Schule leer: In der Integrierten Gesamtschule (IGS) Mainz-Bretzenheim fällt der Unterricht vor Ort aus. Schuld sei eine „weiterhin nicht funktionsfähige Heizungsanlage“, teilte die IGS auf ihrer Homepage mit – öffentlich machte das die Stadtratsfraktion der Linken. Der Vorfall zeige klar, „dass in unsere Schulen und die Gebäude nicht ausreichend investiert wurde“, kritisierte Schulexpertin Carmen Mauerer.

Die Meldung ließ aufhorchen: „In der IGS Bretzenheim wird es nach den Herbstferien keinen Präsenzunterricht geben“, teilte die Stadtratsfraktion der Linken am Wochenende mit – das wecke Erinnerungen an die Zeiten der Corona-Pandemie. Denn: In der IGS wird der Unterricht diese Woche nicht in Präsenz, sondern als Fernunterricht stattfinden. Das teilt die Schule selbst auch auf ihrer Homepage mit: „Aufgrund der weiterhin nicht funktionierenden Heizungsanlage und der herrschenden niedrigen Temperaturen können wir leider den Unterricht nach den Herbstferien nicht als Präsenzunterricht aufnehmen.“
Die letzte Oktoberwoche bis zum 31. Oktober werde deshalb als Fernunterricht stattfinden, kündigte die IGD weiter an, die Linke erinnerte das an die Schulschließungen während der Corona-Pandemie. „Aber diesmal heißt die Epidemie nicht Corona sondern Sanierungsstau an Schulen“, kritisierte die Stadtratsfraktion: Die defekte Heizung habe offenbar im Laufe der Herbstferien nicht repariert werden können.
Linke: Heizungsanlage veraltet, Ursache: mangelnde Investitionen
„So etwas passiert nicht von heute auf morgen“, betonte Carmen Mauerer, schulpolitische Sprecherin der Linksfraktion, und schimpfte: „Solche Ausfälle sind der Tatsache geschuldet, dass in unsere Schulen und die Gebäude nicht ausreichend investiert wurde! Dann klappt das System halt auch mal zusammen.“ Betroffen seien nun rund 1500 Schüler, das sei sicher auch für die Lehrer ein Problem, die übers Wochenende ihre Unterrichtskonzepte und Inhalte umstellen und anpassen mussten.

„Die Heizungsanlage ist – nach unseren Informationen – veraltet“, sagte Mauerer weiter. Eine Notheizung könne wohl frühestens zum 1.11. in Betrieb gehen. „Inwiefern diese Notheizung dann tatsächlich in der Lage sein wird, die ganze Schule auf ausreichende Temperaturen zu bringen, ist bleibt abzuwarten“, sagte die Stadträtin. Die Schule selbst treffe „sicher keine Schuld an der Misere“, die Ursache sei „politisches Versagen“, so die Linke weiter.
„Es sind falsche Prioritätensetzungen und die Unterfinanzierung der Kommunen, die zu solchen Missständen führen“, kritisierte Carmen Mauerer, und forderte: „Es muss endlich ein Umdenken stattfinden! Sonst gibt es immer mehr Lernen im Container und Fernunterricht, weil Schulgebäude nicht mehr nutzbar sind.“ Die IGS in Mainz-Bretzenheim ist im Übrigen nicht die einzige Schule, die mit Heizungsproblemen kämpft: Auch an der Wilhelm-Leuschner-Schule in Mainz-Kostheim fiel vergangene Woche der Unterricht aus, weil ein heizungsschaden nicht behoben werden konnte.
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