Griechenland steht kurz vor der Pleite, die Regierung hat seit heute die Schließung der Banken für sechs Tage verfügt. Das Land steht am Abgrund – oder vor dem Austritt aus dem Euro, wofür es übrigens gute Argumente gäbe. Doch die Finanzminister der EU wollen den Grexit – den Griechenland-Exit – unbedingt verhindern, beharren zugleich aber auf ihrem Sparkurs. Die Linke in Mainz schlägt unterdessen eine Städtepartnerschaft mit Griechenland vor. Viel Zündstoff, und genau dazu gibt es heute Abend hochaktuell eine Veranstaltung in Mainz.

Akropolis mit Baustelle
Baustelle Griechenland – wohin steuert das Land? – Foto: SPD Neustadt

„Griechenland und kein Ende?“ heißt die Veranstaltung,zu der die Neustadt-SPD einlädt. Zu Gast ist der ehemalige rheinland-pfälzische Finanzminister Carsten Kühl (SPD), der als Fachmann Licht ins Dunkel bringen soll. Kühl musste 2014 wegen der Nürburgring-Affäre zurücktreten, war aber zuvor als Minister viel auf Bundesebene unterwegs.

Was sind eigentlich die Ursachen dieser Krise? Und ist Merkels Euro-Rettungspolitik wirklich „alternativlos“? Darüber soll es im Anschluss an Kühls Vortrag eine Diskussion geben. Dabei werden sicher auch die allerneuesten Entwicklungen zur Sprache kommen.

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Unterdessen schlägt die Linke vor, Mainz solle eine Städtepartnerschaft mit einer griechischen Stadt eingehen. Die Ressentiments und Vorurteile gegenüber Griechen „sind erschreckend und eine Gefahr für das friedliche Zusammensein der Europäer“, sagte Fraktionschefin Waltraud Hingst. Der griechischen Bevölkerung werde oftmals pauschal Faulheit und Hinterlistigkeit vorgeworfen, was wiederum mit Vorwürfen der deutschen Tyrannei gekontert werde. Einer Entsolidarisierung auf europäischer Ebene, sowie einer Feindschaft zwischen den Menschen aus Griechenland und Deutschland müsse dringend vorgebeugt werden.

Mit einer Städtepartnerschaft könne Verständnis füreinander und Feindschaft und Vorurteilen gegeneinander vorgebeugt werden. Die Linke will deshalb für den Stadtrat am 15. Juli einen entsprechenden Antrag einbringen.

Vortrag und Diskussion über Griechenland, heute Abend, 29.6. um 19.00 Uhr, der Ort ist in der spanischsprachigen katholischen Gemeinde in der Mainzer Neustadt, Franz-Liszt-Straße 1.

3 KOMMENTARE

  1. Ich hoffe daß dieses makaber Spiel der aktuellen und der vorherigen Griechischen Regierung endlich beendet wird.
    Leider haben wir ein der EU eine Lavier-Gemeinschaft. Vor fünf Jahren hätten das Aus für die (betrügerisch erlangte) Teilnahme an der Gemeinschaftswährung kommen müssen. Die mittlerweile fünfte Insolvenz der Hellenen schreckt außerhalb Griechenlands niemanden mehr.
    Es ist absolut unverständlich wie sich europäische Politiker von den geübten hellenischen Schuldner am Nasenring vorführen lassen.
    Ähnlich unverständlich ist mir was Herr Kühn als gescheiterter Landesminister da für Neuheiten zur Meinungsbildung der Bürger beisteiern kann.

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