Es sind entscheidende, vielleicht historische Entwicklungen im Nahen Osten: Die USA und Israel haben am frühen Samstagmorgen unserer Zeit den Iran attackiert. Auf Teheran, Isfahan und andere Städte im Iran gingen gezielte Bombenschläge nieder. Der Iran antwortete seinerseits mit massiven Bombardements von Israel, aber auch von US-Militärstandorten am Golf – und zunehmend von zivilen Zielen. Der oberste iranische Führer Ayatollah Ali Chamenei ist tot. Mainz& startet aus aktuellem Anlass einen Live-Ticker – bitte schaut immer wieder vorbei, wir aktualisieren bei wichtigen Informationen.

Hisbollah greift Israel aus dem Libanon an, Israel schießt zurück

Kurz nach Mitternacht in der Nacht zu Montag wurde Israel aus dem Libanon mit Raketen beschossen – die Hisbollah hat offenbar in den Krieg eingegriffen. Die radikal-islamische Miliz habe Raketen und Drohnen auf Israel abgefeuert, hieß es zwei Stunden später auf NTV, man wolle Vergeltung für die Tötung von Ayatollah Ali Chamenei. Israel griff daraufhin Ziele im gesamten Libanon an. Was von der Hisbollah überhaupt noch übrig ist, ist unklar. Israel hatte vergangenes Jahr die Terrormiliz empfindlich dezimiert.

Gezielter Angriff auf einen Gebäudekomplex in Teheran, nach Angaben des israelischen Militärs auf ein Gebäude der Revolutionstruppen. - Bericht: ZDF heute spezial, Screenshot: gik
Gezielter Angriff auf einen Gebäudekomplex in Teheran, nach Angaben des israelischen Militärs auf ein Gebäude der Revolutionstruppen. – Bericht: ZDF heute spezial, Screenshot: gik

Die Gefahr eines Eskalation des Konflikts ist derweil groß: Auch die Huthis hatten angekündigt, vom Jemen aus eingreifen zu wollen, bislang wurde darüber aber noch nichts gemeldet. Jordanien meldete sich höchst empört zu Wort, weil der Iran auch Ziele auf seinem Boden angriff – dabei habe man sich explizit für neutral erklärt. Auch wurden Berichten zufolge der US-Militärstützpunkte in Erbil im Norden des Irak mit Raketen und Drohnen angegriffen – das betrifft auch Deutschland: Hier sind auch Bundeswehrkräfte stationiert, den zehn Soldaten gehe es aber gut, berichtete etwa die BILD.

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Am Golf sieht man die Sache weniger entspannt: Die Emirate verurteilten den Angriff auf das Schärfste. Sie stellen einen Verstoß gegen das Völkerrecht und eine Verletzung der emiratischen Souveränität dar – das lässt nichts Gutes ahnen: Die Frage ist, wie lange sich die Emirate sich das noch gefallen lassen – und ob man aktiv in den Krieg eingreift.

 

Schock in den Golfstaaten, Flughäfen dicht, Touristen gestrandet

Die Auswirkungen des Krieges gegen den Oran haben vor allem inden Golfstaaten heftige Schockwellen ausgelöst: Insgesamt sieben arabische Staaten seien inzwischen von dem Iran in der Folge der Militärangriffe auf sein Land angegriffen worden, berichtete ZDF-Korrespondentin Golineh Atai: Das treffe diese Staaten hart – gerade die Golfstaaten sahen sich als neutral, der Oman hatte bis zuletzt die Vermittlerrolle zwischen den USA und dem Iran eingenommen.

Groß ist der Schock vor allem darüber, dass der Iran es nicht bei Gegenangriffen aus US-Militärstützpunkte belässt, sondern auch zivile Ziele am Golf angreift. Die Vereinigten Arabischen Emirate meldeten bereits am späten Samstagabend, man habe 132 ballistische Raketen und 195 Drohnen abgewehrt – inzwischen sind es noch deutlich mehr. Trümmerteile einer abgeschossenen Rakete sollen Brände im Hafen von Dubai ausgelöst haben.

Lufthansa-Flieger am Boden, hier während der Corona-Pandemie in Frankfurt. - Foto: Lufthansa
Lufthansa-Flieger am Boden, hier während der Corona-Pandemie in Frankfurt. – Foto: Lufthansa

Auch die Flughäfen von Dubai und Bahrain wurden angegriffen, ebenso die künstlichen Inseln des Immobilienprojekts „The Palm“ – das bekannte Hotel Burj Al Arab fing Feuer. Es soll auch Tote gegeben haben. Die Folge: Praktisch alle Großflughäfen der Region sind dicht, der Luftraum geschlossen – Zehntausende Touristen sind jetzt am Golf gestrandet, darunter auch Deutsche. Dubai ist das wichtigste Drehkreuz zwischen Europa und Asien, die Schließung hat erhebliche Auswirkungen auf den Flugverkehr weltweit.

Die Lufthansa stoppte alle Flüge nach Tel Aviv, Beirut, Amman, Erbil, Dammam und Teheran bis zum 8. März, bis zum gleichen Tag werden die Lufträume über Israel, dem Libanon, Jordanien, dem Irak, Katar, Kuwait, Bahrain und Iran gemieden. Flüge von und nach Dubai und Abu Dhabi fallen bis einschließlich 4. März aus, berichtet ZDF Online, auch der Luftraum der Vereinigten Arabischen Emirate wird bis dahin nicht genutzt.

 

Iran sperrt Straße von Hormus: Ölpreis schnellt nach oben

Praktisch umgehend nach Beginn des Krieges griff der Iran zu einer seiner schärfsten Waffen: Er sperrte die Straße von Hormus. Die Meerenge liegt zwischen dem Iran und den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie dem Oman ist die wichtigste Verkehrsroute für den Ölhandel der Golfstatten, rund ein Fünftel des weltweit gehandelten Öls muss hier entlang. Die Folgen für die Weltwirtschaft könnten dramatisch sein: Die wichtige Erdölsorte Brent stieg nach innerhalb weniger Stunden bereits um 10 Prozent, meldeten die Heute Nachrichten.

Die Blockade der Straße von Hormus und ihre Folgen: Bericht in den ZDF Heute Nachrichten. - Screenshot: gik
Die Blockade der Straße von Hormus und ihre Folgen: Bericht in den ZDF Heute Nachrichten. – Screenshot: gik

Am Sonntag meldete das ZDF, bereits jetzt stauten sich mehrere Hundert Öltanker vor und hinter der Meerenge. Viele Reedereien – darunter Reedereien, Ölkonzerne und Handelshäuser – stoppten ihre Schiffe aus Angst, zwischen die Fronten zu geraten: Der Iran hatte auch mehrere Öltanker beschossen. Die Schiffe hätten eine Funkdurchsage von den iranischen Revolutionsgarden erhalten, wonach „kein Schiff die Straße von Hormus passieren darf“, sagte ein Vertreter der EU-Marinemission Aspides der Agentur Reuters. Das könnte am Montag die Aktienmärkte hart treffen: An den Börsen werden Turbulenzen erwartet.

 

01. März: Angriffe gegen Iran gehen weiter, der schießt zurück

Am zweiten Tag des Angriffs auf den Iran gingen die Attacken unvermindert weiter, soweit man das von außen sagen kann. Nach Angaben von Donald Trump sowie der israelischen Regierung wurden bei den Angriffen neun Marineschiffe versenkt und das Marinehauptquartier weitgehend zerstört – und insgesamt 48 Führungspersönlichkeiten der iranischen Regierung getötet. Darunter sollen auch der  Verteidigungsminister sowie der Chef der Revolutionsgarden sein.

Der Iran bestätigte am Sonntagmorgen den Tod des Führers Ayatollah Ali Chamenei sowie Luftangriffe auf mehr als ein Dutzend weiterer iranischer Städte. Rätsel gibt es noch um den früheren Staatspräsidenten Mahmud Ahmadineschad: Die iranische Nachrichtenagentur Ilna hatte gemeldet, der 69-Jährge sei bei einem Angriff ums Leben gekommen – seine Partei bestreitet das. Eine Rolle spielt der Ex-Präsident schon lange nicht mehr: Der Hardliner war wesentlich für den verschärften Kurs seines Landes gegen den Westen verantwortlich und löste damit massive Wirtschaftssanktionen gegen den Iran aus.

Durch Gegenangriffe starben in Israel den Angaben zufolge neun Menschen, auch die USA mussten inzwischen berichten, es seien drei US-Soldaten getötet worden – wo, sagten die USA nicht. In der Nacht zu Montag startete Israel eine neue Angriffswelle auf Teheran – der Krieg könnte noch Tage oder Wochen dauern. US-Präsident Donald Trump sprach sogar von vier Wochen. Unsere Quelle auch dieses Mal: Der Liveticker von NTV.

 

Achmad Mansour: Flächenbrand? Jetzt erst?

Der Krieg gegen den Iran weckt die Angst vor einem „Flächenbrand“ – davon ist jetzt vielfach in den Nachrichten die Rede. Tatsächlich droht eine gesamte Region in den Konflikt hineingezogen zu werden, ist es in der Tat jetzt schon. Doch was genau soll eine „Flächenbrand“ sein? Einen interessanten Beitrag dazu hat am Samstag der Extremismusexperte Ahmad Mansour veröffentlicht – unter anderem hier auf seinem Facebook-Profil.

Der arabisch-israelische Terrorexperte Ahmad Mansour im September 2024 bei einem Auftritt in der Mainzer Synagoge. - Foto: gik
Der arabisch-israelische Terrorexperte Ahmad Mansour im September 2024 bei einem Auftritt in der Mainzer Synagoge. – Foto: gik

Darin schreibt Mansour: „Der Flächenbrand ist seit Jahren da – er beginnt nicht erst heute. (…) Ist nicht genau jene Infrastruktur aus Milizen, Proxys und Terrornetzwerken, die das Mullah-Regime seit Jahrzehnten im Nahen Osten aufgebaut hat, der eigentliche Brandbeschleuniger? Wer über das Feuer klagt, sollte auch über den sprechen, der das Benzin verteilt hat.“

Und dann zählt Mansour auf, wie der Iran systematisch seit Jahren Stellvertreter-Milizen im ganzen nahen Osten aufgebaut hat – Hisbollah, Huthis -, wie der Oran den syrischen Diktator Assad unterstützte, die wichtige Handelsstraße von Homus bedroht und zuletzt Zehntausende seines eigenen Volkes ermordetem weil es zu protestieren drohte. „Wer die Gefahr erst jetzt erkennt, verwechselt den Ausbruch mit der Ursache“, schreibt Mansour: „Der Flächenbrand begann nicht mit der Reaktion – er begann mit einer Ideologie, die Expansion, Destabilisierung und Gewalt systematisch exportiert hat.“

 

22.45 Uhr: der oberste iranische Führer Ayatollah Ali Chamenei ist tot

Was ist aus dem obersten iranische Führer Ayatollah Ali Chamenei geworden? Das war lange unklar. Seine Residenz war ein Trümmerfeld, bereits am Nachmittag berichteten israelische Medien, der iranische Diktator Chamenei sei möglicherweise verletzt oder getötet worden. Am Abend wurde dann bekannt: Chamenei war in seiner Residenz, aber wohl nicht in seinem Bunker – auf das Gebäude wurden 30 Bomben abgeworfen.

Auch der arabische Sender Al Jazeera bestätigte am Abend die Meldung: Ayatollah Ali Khamenei ist tot. - Screenshot: gik
Auch der arabische Sender Al Jazeera bestätigte am Abend die Meldung: Ayatollah Ali Khamenei ist tot. – Screenshot: gik

Um 20.44 Uhr meldete die Nachrichtenagentur Reuters erstmals, Khameneis Leiche sei gefunden worden, um 22.45 Uhr dann die Bestätigung: Khamenei ist tot. Dem israelischen Sender Kanal 12 zufolge wurde Trump und dem israelischen Premier Benjamin Netanjahu ein Foto gezeigt, auf dem Khameneis Leiche zu sehen ist. Trump verbreitete daraufhin um 22.45 Uhr die Nachricht vom Tod des iranischen Diktators über Social Media. Iran hat nicht widersprochen.

Im Iran brach daraufhin Jubel aus: Mehrere Videos zeigen inzwischen, wie Menschen aus ihren geöffneten Fenstern heraus jubeln und feiern, selbst auf den Straßen in manchen  Orten trafen sich Feiernde. Die Videos gelten als echt und bestätigt. Nach israelischen Angaben wurden bei den Angriffen zudem der iranische Verteidigungsminister Asis Nasirsadeh sowie der Chef der iranischen Revolutionsgarden, Mohammad Pakpour, getötet.

Sollte das stimmen, fährt vor allem Israel erneut die Strategie der „Enthauptung“ führender Köpfe in Staat und Militär, wie das bereits bei Angriffen auf die Hisbollah im Libanon der Fall war. Das Problem: Chamenei war nur der Kopf eines brutalen Terrorregimes, seine Nachfolge mit Sicherheit längst vorbereitet. Wer also kommt jetzt? Und wie handlungsfähig sind die Spitzen des Mullah-Regimes noch? CNN fragte gerade: Wer lenkt jetzt den Iran?

 

Airlines streichen Flüge, Flughafen Dubai dicht, Sicherheitshinweise

Wegen des Kriegs im Nahen Osten streichen inzwischen Airlines weltweit ihre Flüge in den Nahen Osten, darunter auch die Deutsche Lufthansa, British Airways und natürlich die Emirates: Die arabische Fluglinie stellte ihren Betrieb an ihrem Drehkreuz Dubai ein. Der Flughafen selbst Der Luftraum über dem Iran, dem Irak, über Israel sowie von Syrien, Kuwait, Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten ist geschlossen. Flüge werden derzeit vor allem über den Norden umgeleitet, Georgien wird dabei gerade zum Nadelöhr: Auch die Ukraine muss ja weiter umflogen werden.

Karte mit dem leer gefegten und gesperrten Luftraum über Iran, Irak und einer Reiher weiterer Staaten der Region am Abend des 02.. März 2026. - Dienst: Flightradar 24, Screenshot: gik
Karte mit dem leer gefegten und gesperrten Luftraum über Iran, Irak und einer Reiher weiterer Staaten der Region am Abend des 02.. März 2026. – Dienst: Flightradar 24, Screenshot: gik

Die Lufthansa teilte mit, bis zum 7. März würden alle Flüge nach Tel Aviv in Israel, in Irans Hauptstadt Teheran, Libanons Hauptstadt Beirut, Jordaniens Hauptstadt Amman und Erbil im Irak annulliert, berichtet NTV. Zusätzlich würden alle Flüge von und nach Abu Dhabi bis einschließlich Sonntag gestrichen, hieß es weiter. Die Lufthansa begründete ihr Vorgehen mit der „aktuellen Lage“ in der Region. Betroffene Passagiere könnten kostenlos umbuchen oder ihr Geld zurückbekommen.

Das Auswärtige Amt verschärfte inzwischen seine Sicherheitshinweise für alle Länder der Region. Gewarnt wird nun vor Reisen in folgende Staaten: Israel und die Palästinensischen Gebiete, Libanon, Jordanien, Syrien, Irak, Iran, Bahrain, Kuwait, Oman, Vereinigte Arabische Emirate, Saudi-Arabien, Katar und Jemen. Nicht zu vergessen ist auch: In den vergangenen Wochen hatten Syrien und auch die Türkei zudem die autonome Kurdenregion im Nordosten Syriens massiv bombardiert – nicht auszuschließen, dass diese Angriffe wieder aufflammen.

Iran bombardiert sechs Staaten rund um den Golf, auch zivile Ziele

Bis zum Abend hat Iran mit seinen Gegenschlägen nicht nur US-Militärstandorte rund um den Persischen Golf angegriffen – sondern auch zivile Ziele in fünf Staaten rund um den Golf: Betroffen sind Kuwait, Bahrain, Katar, Saudi-Arabien und die vereinigten Arabischen Emirate. Kuwait meldet etwa, man habe mehrere ballistische Raketen abgefangen, die auf den US-Luftwaffenstützpunkt Ali Al-Salem in dem Golfstaat abgefeuert wurden. Saudi-Arabien fing eigenen Angaben zufolge iranische Luftangriffe auf die Region Riad und die Ostprovinz ab. Getroffen wurden dabei unter anderem ein Luxushotel auf der Insel „The Palm“ in Dubai, das am Abend lichterloh brannte.

17.00 Uhr Ausnahmezustand in Israel: „Angst ist riesengroß“

Neun Stunden nach dem ersten Angriff auf den Iran, herrscht in Israel ab dem Nachmittag Ausnahmezustand, vor allem die Großstädte Haifa und Tel Aviv werden mit Bomben und Drohnen aus dem Iran angegriffen – ein deutlich schwererer Angriff als beim sogenannten „12-Tage-Krieg“ 2025, als der Iran auf US-Angriffe auf seine Atomablagen antwortete. Nun berichten Korrespondenten westlicher Medien, wie in den israelischen Städten pausenlos Luftalarm schrillt. „Die Angst in Israel ist riesengroß“, berichtet etwa NTV-Korrespondentin Rachel Blufarb in eindrücklichen Live-Reportagen.

Aus israelischen Städten werden wiederholt Einschläge von schweren Bomben gemeldet, zudem wächst die Befürchtung einer militärischen Eskalation – etwa durch den Einstieg der Hisbollah und Huthi. Die libanesische Hisbollah meldet sich zunächst zurückhaltend. Das Auswärtige Amt fordert aber am Abend alle Deutsche dringend vom Verlassen des Libanon auf. Die Huthis aus Jemen, eine vom Iran finanzierte Terrorgruppe, kündigt am Nachmittag an, sich in den Konflikt einschalten zu wollen – wie, ist noch unklar.

 

Rede von Trump: Terrorregime kann niemals Atomwaffen haben

US-Präsident Donald Trump meldete sich am frühen Morgen unserer Zeit – mitten in der Nacht US-Zeit – mit einer Rede zur Lage zu Wort, die auf seinem eigenen Kanal „Truth Social“ verbreitet wurde. In der achtminütigen Rede machte Trump klar, dass das oberste Ziel der USA ein Regime-Change ist – also die Ablösung des Mullah-Regimes. Das iranische Regime sei eine direkte Bedrohung für die USA und ihre Verbündeten seit 47 Jahren werde dort „Tod für Amerika“ skandiert, gefolgt von einer nicht enden wollende „Kampagne des Blutvergießens und Massenmordes“, des Terrors und der Anschläge.

Donald Trump bei seiner Rede zum Angriff auf den Iran. - Video: ZDF, Screenshot: gik
Donald Trump bei seiner Rede zum Angriff auf den Iran. – Video: ZDF, Screenshot: gik

„Es handelt sich um Massenterror, und wir werden uns das nicht länger gefallen lassen“, sagte Trump wörtlich – die ganze Rede im deutschen Wortlaut findet Ihr hier beim Handelsblatt zum Nachlesen. „Vom Libanon bis zum Jemen und von Syrien bis zum Irak hat das Regime Terrormilizen bewaffnet, ausgebildet und finanziert, die die Erde mit Blut und Eingeweiden getränkt haben“, sagte Trump weiter. Und es seien Irans Stellvertreter gewesen, die Hamas, die den ungeheuerlichen Angriff auf Israel am 7. Oktober verübten.

„Der Iran ist weltweit die Nummer eins unter den staatlichen Sponsoren des Terrors und hat erst kürzlich Zehntausende seiner eigenen Bürger auf der Straße getötet, als diese protestierten“, so der US-Präsident: Ein solches Regime dürfe „niemals eine Atomwaffe haben.“ Zuvor war berichtet worden, dass Trump „sehr unzufrieden“ mit dem Fortschritt der Iran-US-Gespräche in Sachen Atomprogramm gewesen sei – was der Iran angeboten habe, sei nicht genug und zu wankelmütig gewesen, so Trump jetzt.

 

Damit argumentiert Trump auf zwei Wegen: Zum einen mit der Gefahr von Atomwafffen in den Händen eines Terrorregimes – „um zu verhindern, dass diese sehr böse, radikale Diktatur Amerika und unsere zentralen nationalen Sicherheitsinteressen bedroht“ – und zum anderen auch mit seinem Versprechen, den Aufständischen im Iran zu Hilfe zu kommen: Trump hatte das angesichts der jüngsten Massenproteste im Iran versprochen, aber dann erst einmal nicht eingehalten.

An das iranische Volk gerichtet, saget Trump jetzt: „Und schließlich sage ich dem großen, stolzen Volk des Iran heute Abend, dass die Stunde eurer Freiheit gekommen ist. Bleibt geschützt. Verlasst euer Haus nicht. Draußen ist es sehr gefährlich. Überall werden Bomben fallen. Wenn wir fertig sind, übernehmt eure Regierung. Sie wird euch gehören. Das wird wahrscheinlich eure einzige Chance für Generationen sein.“

 

Samstag, 28. Februar 2026, 7.00 Uhr: Angriff gegen Iran

Die USA und Israel haben einen koordinierten Luftangriff gegen den Iran gestartet. Heftige Explosionen wurden nach Medienberichten – wie hier beim ZDF – in der Millionenmetropole Teheran gemeldet, dazu aber in einer ganzen Reihe weiterer iranischer Metropolen wie Ghom, Lorestan, Kermanschah, Karadsch und Tabris gemeldet. Auch nahe der Kulturmetropole Isfahan gab es Explosionen – dort befindet sich ein zentrales Nuklearzentrum, das bereits im vergangenen Jahr Ziel von US-Bombardierungen war.

Grafik im ZDF Heute Journal am am 26. Februar über die Kriegsflotte der USA rund um den Iran. - Grafik.: ZDF, Screenshot: gik
Grafik im ZDF Heute Journal am am 26. Februar über die Kriegsflotte der USA rund um den Iran. – Grafik.: ZDF, Screenshot: gik

Getroffen wurden Berichten zufolge Raketendepots, Luftverteidigungsanlagen und Ziele nahe Regierungsgebäuden sowie Regierungsgebäude und Ministerien. Die Residenz des obersten iranischen Führers Ayatollah Ali Chamenei soll ein Trümmerfeld sein – was aus Khamenei selbst wurde, ist unklar. Der Iran behauptet, Khamenei sei „in Sicherheit gebracht worden“ – das kann alles und nichts heißen. Zivile Ziele im Iran wurden den Angaben zufolge explizit NICHT attackiert und NICHT getroffen – das wird später noch wichtig. Im Fokus standen zunächst die Flugabwehr des Iran sowie ballistische Raketen und Abschussbasen, aber auch Atomeinrichtungen sowie die militärische und politische Führung des Landes.

Die iranische Regierung selbst forderte die Menschen auf, die Hauptstadt Teheran zu verlassen, Hunderte versuchten offenbar zu fliehen. Die Eskalation des Konfliktes hatte sich bereits am Freitag angedeutet: Die USA hatten da ihre Botschaftsangehörigen in Israel sowie in den Golfstatten aufgefordert, SOFORT Israel oder die Golfstaaten zu verlassen – damit war klar: Ein Angriff stand zumindest potenziell unmittelbar zuvor. Israel hatte bereits seit Tagen seine Bevölkerung zur Vorsorge und zum Bereitmachen der Luftschutzbunker aufgerufen.

Info& auf Mainz&: Wir starten diesen Live-Ticker wegen der hohen weltpolitischen Bedeutung des Kriegs gegen den Iran – niemand weiß derzeit, was sich daraus entwickelt. Der Ticker wird fortlaugend ergänzt, bitte schaut deshalb wieder vorbei! Unsere Quellen sind jeweils im Text verlinkt, dort findet Ihr meist auch weiterführende Informationen. Wir empfehlen ausdrücklich die Live-Berichterstattung des privaten Fernsehsenders NTV sowie dessen Berichte in der App und im Live-Ticker – sehr sachlich, gut recherchiert, ausführlich.