„Mutmacher-Menschen“, so heißt sein erstes Buch, und als Mutmacher sieht sich Marcel Friederich selbst. Dabei fällt der 37-jährige Mainzer als erstes durch sein schiefes Gesicht auf: Marcel wurde mit dem Moebius und dem Poland-Syndrom geboren, als Kind erlebte er massives Mobbing, und machte dennoch Karriere als Sportjournalist. Lange verdrängte Marcel, was seine Behinderung mit ihm macht, heute will er anderen Mut machen und sagt: „Anders Sein ist (m)eine Superkraft.“ Heute erscheint sein Buch „Mutmacher-Menschen“, Mainz& hat Marcel auf der Frankfurter Buchmesse getroffen. Ein Gespräch über ein schiefes Gesicht, Respekt, ein liebevolles Miteinander – und eine große, heilende Geheimkraft.

Mainz&: Marcel, wir stehen hier gemeinsam auf der Frankfurter Buchmesse – und Du präsentierst hier die ersten Exemplare Deines Buches „Mutmacher-Menschen“.

Marcel: Tja, jetzt hier zu stehen, und das Buch das erste Mal in den Händen zu halten, das ist etwas sehr Besonderes. Aber ganz besonders wichtig ist es mir, dass ich die Botschaft verbreite für ein respektvolleres, verständnisvolles und vorteilsfreieres Miteinander in der Gesellschaft. In der Gesellschaft, wo Hass, Hetze und Propaganda und Parolen immer stärker werden, möchte ich für Werte einstehen.

- Werbung -
Werben auf Mainz&
Der Mainzer Journalist Marcel Friedrich und Mainz&-Chefin Gisela Kirschstein gemeinsam auf der Frankfurter Buchmesse. - Foto: Mainz&
Der Mainzer Journalist Marcel Friedrich und Mainz&-Chefin Gisela Kirschstein gemeinsam auf der Frankfurter Buchmesse. – Foto: Mainz&

Mainz&: Lass uns noch mal am Anfang anfangen, ja?

Marcel: Sehr gerne.

Mainz&: Du bist von Hause aus was genau…?

Marcel: Ich bin gelernter Journalist, habe in Mainz Publizistik studiert und im Lokaljournalismus begonnen. Ich habe den Journalismus früh als Mittel und Wege genommen, um Selbstvertrauen zu bekommen. Ich habe selbst in der Schule viele blöde Sprüche bekommen, für mein Aussehen, für mein Anderssein – und da war mein Selbstvertrauen hier unten.

Und dann musste ich einen Weg suchen, um irgendwie rauszukommen aus dem Negativstrudel, weil damals so Dinge in meinem Kopf präsent waren wie: So ’n schrägen Typen, der findet doch nie einen Job oder eine Partnerin, wenden sich irgendwann mal meine Freunde von mir ab? Ich habe immer wieder blöde Mobbingsprüche erlebt, Kinder, die mich in der Schule zum Lachen bringen wollten, weil sie sehen wollten, wie sich mein Gesicht verzieht. Und dann musste ich mir halt irgendwie einen Weg suchen, um ein bisschen mutiger zu werden, um selbstbewusster zu werden.

Und weil ich schon immer sehr Fußballball-affin war, und selbst gespielt habe, habe ich dann gesagt: Vielleicht kannst du es ja schaffen, indem du über Fußball berichtest – und so kam dann mein Weg in den Journalismus. Und als ich dann die ersten Artikel geschrieben habe, und die in der Zeitung gelesen habe, dann kam diese Mobber-Typen zu mir, aber da war es mir irgendwann egal, weil ich Stolz auf mich entwickelt hatte, durch meine Arbeit als Journalist.

Werbung

Marcel Friederich: Mainzer, Sportjournalist, Medienexperte

Mainz&: Du bist in Mainz geboren, zur Schule gegangen, und so?

Marcel: Genau. Meine Eltern kommen aus Nackenheim, dort bin ich zunächst aufgewachsen, dann aber in Mainz zur Schule gegangen.

Mainz&: Und bevor Du dieses Projekt entwickelt hast, hast Du wo genau gearbeitet…?

Marcel: Ich habe zwei Jahrzehnte lang als Journalist oder Medienexperte gearbeitet, unter anderem mit den Stationen: Ausbildung beim Axel Springer Verlag, dann war ich bei Europas größtem Sportmagazin, der „Sportbild“, war bei Fußballvereinen in Schalke und in Leipzig, war Chefredakteur bei einem Basketballmagazin, und zuletzt eben bei der Dachorganisation der Fußball-Bundesliga als Kommunikationsleiter. Das ist ein Weg, auf den ich total stolz bin.

Marcel Friederich und sein schiefes Smiley-Emoji. - Fotos: Friederich
Marcel Friederich und sein schiefes Smiley-Emoji. – Fotos: Friederich

Aber ich habe nie länger als drei Jahre bei irgendeinem Arbeitgeber ausgehalten, weil ich immer gedacht habe: Ich muss nächste Schritte gehen. Weil ich ja immer diesen Hintergedanken im Kopf hatte: Ich bin weniger Wert. Ich bin weniger Wert, als andere mit meiner Behinderung, und ich muss mehr leisten.

Und als ich dann bei der Fußballbundesliga, der Dachorganisation, angefangen habe, mit Anfang, Mitte 30, dann kamen unterschiedliche Sachen zusammen: Ich bin mit Carina, meiner Partnerin, zusammengekommen, ich hatte meinen Traumjob und dachte, mit dem könntest du doch in Rente gehen. Dann kam ich auch wieder zurück nach Mainz, das war ein ganz wichtiger Punkt für mich. Ich hatte acht, neun Jahre lang nicht in Mainz gelebt, aber dennoch war immer auch ein Ziel, wieder hier zu leben.

Diese drei Punkte: der tolle Job, die Partnerin und die Rückkehr nach Mainz – das war der erste Moment, wo ich das allererste Mal dachte: So, jetzt hast Du im Leben alles erreicht, was du erreichen wolltest. Und dann habe ich zum allerersten Mal, Gisela, ein bisschen reflektiert und mal überlegt: Wie kamst du eigentlich dazu? Und dann erst habe ich verstanden: Ich habe bis dahin immer nur kompensiert – und jetzt kommt der allererste Moment, wo ich überhaupt mal ein bisschen reflektiert habe.

Werbung

 

„Vor 2,5 Jahren das erste Mal über meine Behinderung gesprochen“

Dann habe ich mich mal damit beschäftigt: Wer bin ich denn überhaupt? Was ist das Syndrom, mit dem ich lebe? Ich habe dann Menschen kennengelernt, die mit dem gleichen Syndrom leben, und wurde von einer Frau in einen Podcast eingeladen. Vor zweieinhalb Jahren habe ich in dem Podcast das erste Mal über mein Leben mit körperlicher Behinderung gesprochen.

Und dann entstand eine Welle, eine unfassbare Welle von tollem, bewegendem Feedback, als mir Leute sagten: Es ist so wichtig, dass du über dein Anderssein positiv konnotiert sprichst. Und dass Du Mut machst mit Deinem Anderssein, dass Du es nicht als Makel, als Schwäche siehst, sondern es positiv angehst. Und dann wurde mir klar: Ich muss alles, was ich vorher gemacht habe, meinen journalistischen Weg, sogar meinen Traumjob, aufgeben und muss mehr für die Gesellschaft einstehen.

Mainz&: Aber warum?

Marcel: Weil ich so dankbar bin für mein Leben, ich durfte mir so viele Träume erfüllen, Gisela. Und jetzt möchte ich ein bisschen etwas zurückgeben, in einer gesellschaftlich-politisch diffusen Lage, wo man es mit der Angst zu tun bekommen muss, in welche Zukunft wir gehen. Deshalb möchte ich meinen Beitrag leisten für eine respektvollere, vorurteilsfreiere Gesellschaft.

Werbung

 

„Mein schiefes Gesicht, das ist ein Wiedererkennungsmerkmal“

Mainz&: Reden wir vielleicht einmal über Deine Behinderung: Was ist das für ein Syndrom?

Marcel: Ich bin so geboren. Am Auffälligsten ist das Moebius-Syndrom, das bedeutet, dass ich in der linken Gesichtshälfte keine Nerven habe, was man eben halt vor allem beim Lachen erkennt Und dadurch habe ich halt ein etwas schräges Gesicht und ein etwas schräges Lachen – ich nehme mich damit auch ganz gerne ein bisschen aufs Korn, deshalb gibt es auch dieses etwas schräge, eigens kreierte Smiley-Emoji. Ich versuche, es ja ein bisschen mit Humor anzugehen.

Marcel Friedrich: "Mein Anders Sein ist meine Superkraft, mein schiefes Gesicht ein Wiedererkennungsmarkmal." - Foto: Friederich
Marcel Friedrich: „Mein Anders Sein ist meine Superkraft, mein schiefes Gesicht ein Wiedererkennungsmarkmal.“ – Foto: Friederich

Das Syndrom hat auch zur Folge, dass ich mein linkes Auge nicht komplett schließen kann. Ich brauche regelmäßig künstliche Augentropfen, und weil ich es nicht richtig schließen kann, macht es manchmal komische Dinge. Dann habe ich noch ein weiteres Syndrom, das Poland-Syndrom, das hat ein paar körperliche Themen, wie beispielsweise, dass die Finger meiner linken Hand verkürzt sind. Das war anfangs schwieriger, aber inzwischen kann ich ganz normal Auto fahren – es gibt so viel schlimmere Dinge. Aber das waren am Anfang halt Themen, die für mich schwierig waren, damit erst einmal umzugehen, vor allem als Kind in der Schule.

Heute habe ich gemerkt: gerade mein Gesicht, mein Lachen, das ist ein Wiedererkennungsmerkmal. Wenn ich durch die Stadt laufe, erkenn mich die Menschen erkennen, sie sprechen mich an und sagen, sie haben schon mal mein Gesicht gesehen. Deshalb sag ich ja auch: Mein Anders Sein ist jetzt für mich kein Makel mehr, sondern es wird eher zu einer Superkraft. Und das versuche ich Leuten klarzumachen: Hey, Du bist zwar anders, aber Du bist doch auch sehr besonders – und Du hast ganz tolle Superkräfte.

Anders Sein wird einem in Deutschland nicht leicht gemacht

Mainz&: Anders Sein wird einem in dieser Gesellschaft ja nicht gerade leicht gemacht, richtig?

Marcel: Genau, das ist es: Nein, wird es nicht! Und genau deswegen versuche ich, das ins Positive zu ziehen.

Mainz&: Warum, glaubst Du, ist das so?

Marcel: Ich glaube, es tut uns ganz gut, sich an einer scheinbaren Norm zu orientieren. Es gibt irgendwie eine große Mehrheit, man lehnt sich an diese Mehrheit an – und ich habe das ja selbst erlebt: Ich wurde gemobbt in der Schule, aber ich war auch kein Kind von Traurigkeit. Ich habe mich ja auch immer wieder der Mehrheit angeschlossen, und auch andere gemobbt. Weil ich gedacht habe, in der Mehrheit ist man irgendwie ’safe‘ unterwegs. Wenn ich mir das überlege: Ich stehe heute für gelebte Vielfalt und für Vorurteilsfreiheit ein. Aber ich war früher auch jemand, der mitgemobbt hat, weil ich überhaupt dieses Verständnis gar nicht hatte davon, was es in anderen auslöst.

Anders Sein - in Deutschland heißt das oft noch Ausgrenzung und Behinderung. - Foto: gik
Anders Sein – in Deutschland heißt das oft noch Ausgrenzung und Behinderung. – Foto: gik

Als ich dann selbst an der Reihe war, da habe ich gedacht: Okay, Mist. In der 5., 6. Klasse war ich noch so der akzeptierte und habe andere mitgemobbt. Aber als ich dann so in der 7., 8. Klasse war, da wurde es für mich doof. Und wenn Du das auf beiden Seiten miterlebt hast, weißt Du einfach, was es auslöst, wenn du nicht respektiert wirst und wenn du andere nicht respektierst. Und häufig ist es einfach nur Unwissenheit.

Mainz&: Warum tun wir Deutschen uns so schwer, Anders Sein zu akzeptieren? Ich habe ja auch in den USA gelebt, dort wird mit Anders Sein komplett anders umgegangen, und ich habe das als sehr befreiend erlebt. Dort hatte ich viel mehr das Gefühl, so akzeptiert zu werden wie ich bin – warum wird einem das hier so schwer gemacht?

Marcel: Das ist eine gute Frage. Ich sehe es schon ganz genauso wie Du. Ich glaube, das liegt auch ein bisschen an der deutschen Grundmentalität, die tendenziell ein bisschen meckernder ist. Die ein bisschen ernster ist. Deshalb fahren wir ja auch ganz gerne irgendwo in den Urlaub nach Italien, Spanien oder Griechenland, wo die Leute einfach ein bisschen lockerer drauf sind.

Und ich habe auch häufig das Gefühl, in Deutschland sind die Menschen so gehetzt und viel auf Leistung aus. Und da wird Anders Sein im ersten Moment eben halt als Makel eingeschätzt, weil scheinbar solche Menschen nicht so leistungsfähig sein können. Und ich möchte zeigen: Es geht doch auch hier bei uns in Deutschland, wenn man ein bisschen anders ist.

Man darf aber natürlich auch nicht in eine Jammerrolle verfallen. Wenn ich jetzt sagen würde, ich bin anders, ich sehe komisch aus, und deshalb brauche ich jetzt irgendwelche Sonderrechte – Nein: Du musst schon auch für dich selbst einstehen und gucken, dass Du Deine Leistung bringst. Und wenn Du das tust, und wenn Du mit dir selbst im Reinen bist, dann kannst Du ein bisschen mehr bewegen. Aber ich bin voll und ganz bei Dir: In Deutschland braucht es mehr Offenheit, Lockerheit dem Anders Sein gegenüber – das ist mit meine Mission.

Werbung

„Anders Sein ist auch Deine Superkraft“

Mainz&: Was genau ist Dein Projekt jetzt? Du hast Deinen Job aufgegeben und konzentrierst Dich auf was genau?

Marcel: Ich konzentriere mich auf unterschiedliche Säulen: Vorträge bei Unternehmen, bei Messen und in Schulen. Letzte Woche war ich beispielsweise auf einer der größten Personalmessen in der Wiener Hofburg und durfte dort auf der Bühne stehen und über das Thema „Mut zum Anders Sein“ reden. Das ist mein Slogan: „Mut zum Anders Sein.“ Egal, ob Du sichtbar oder nicht sichtbar anders bist, Du kannst auf dein Anders Sein stolz sein, es ist nicht immer ein Makel. Du kannst stolz sein, und Du kannst deine Superkräfte herausarbeiten. Darüber spreche ich bei Messen.

Marcel Friederich und sein Buch über Mutmacher-Menschen in unserer Gesellschaft.- - Foto: gik
Marcel Friederich und sein Buch über Mutmacher-Menschen in unserer Gesellschaft.- – Foto: gik

Vor zwei Wochen war ich donnerstags bei einem Führungskräfteseminar in Frankfurt, und durfte dort über das Thema sprechen. Und am Freitag war ich bei einer Stiftung in Mainz-Mombach eingeladen, die sich für sozial benachteiligte Kinder einsetzt, und wir haben genau die gleichen Themen besprochen: Was macht uns anders? Was verbindet uns? Wie gehen wir respektvoll miteinander um? Und wie können wir Vorurteile abbauen? Das ist genau dasselbe Thema für Führungskräften wie für Kinder.

Von daher sind es jetzt viele Vorträge, viele Workshops, dann natürlich auch die journalistische Arbeit – und das Buch als ein Fokus. Ich versuche auch, die Social Media-Kanäle sehr intensiv zu bespielen, es sind also unterschiedliche Bausteine. Und es soll auch bald etwas geben, das in die Richtung eines Mutmacher-Vereins geht, mit Fokussierung vor allem auf Schulen und Unterstützung von Kindern.

Das Buch: 11 Mutmacher-Menschen von 17 bis 90 Jahren

Mainz&: Reden wir mal über Dein Buch, das heute erscheint, was erwartet uns da?

Marcel: Für das Buch habe ich in drei Kapiteln meinen Lebensweg beschrieben, und ich habe elf Menschen getroffen, die mit ganz unterschiedlichen Hürden und Herausforderungen leben –  sichtbare, wie nicht sichtbare. Darunter sind auch zwei Mainzer: David Dietz, FDP-Politiker, der „Mann ohne Arme“, und Oma Rosi, 90 Jahre – weil Alter ist ein großes Hindernis für viele Menschen. Wer weiß denn mit 90 Jahren noch seine Zeit gut und sinnvoll zu nutzen? Und Rosi schafft es, mit viel Begeisterung ihre Instagram-Follower als Influencerin zu begeistern mit dem Thema: Dankbar durchs Leben zu gehen.

Auch der Mainzer FDP-Politiker David Dietz ist einer der Mutmacher-Menschen in Marcels Buch, hier bei einer Rede im Mainzer Stadtrat. - Foto: gik
Auch der Mainzer FDP-Politiker David Dietz ist einer der Mutmacher-Menschen in Marcels Buch, hier bei einer Rede im Mainzer Stadtrat. – Foto: gik

Und so hat man in dem Buch ganz viele unterschiedliche Protagonisten, bekannte wie Thomas Hitzelsperger, der Ex Fußballer, oder Theresa Enke, deren Mann – einer der weltbesten Fußballtorhüter – der sich 2021 vor einen Zug gelegt hat. Und sie hat dann gesagt: Okay, ich mache daraus etwas Gutes, ich gründe eine Stiftung und enttabuisiere Depressionen und psychische Erkrankungen.

Und so habe ich Menschen getroffen, von 17 bis 90, mit sichtbaren und nicht-sichtbaren Themen, die eines vereint: Sie gehen mit ihren Schicksalsschlägen positiv um und sie inspirieren dadurch andere. Ich habe diese Menschen zusammen mit einer Videografin getroffen, so dass schon seit Anfang des Jahres sehr viel Social Media Content entstanden ist. Und es gibt eine Mutmacher-Webseite, die alle diese Menschen bündelt.

„Mein Ziel: Für Respekt werben und unsere Gesellschaft zu stärken“

Mainz&: Und die Rückmeldungen sind offenbar überwältigend, positiv, oder? Du hast da offenbar einen Nerv getroffen?

Marcel: Gisela, ich kann Dir sagen, auf mich kommen Menschen zu, die sagen: Marcel, Du hast mich am allermeisten berührt und mich begeistert. Ein Mann sprach mich nach einem Vortrag an, dem liefen die Tränen über die Wange, weil ihn das so berührt hatte. Ich merke einfach, das Thema kommt bei den Menschen an. Kürzlich kam in Nürnberg eine Frau auf mich zu und sagte, Marcel, ich lebe schon seit vielen Jahren mit Krampfadern, und ich traue mich damit nicht an den Strand. Du hast mir so geholfen, damit auch ein bisschen lockerer und optimistischer umzugehen.

Ich bekomme Nachrichten via Social Media, die genau das Thema beschreiben: Anders Sein, Mobbing, nicht respektiert zu werden – so, wie ich es ja auch jahrzehntelang dachte. Und genau da möchte ich mehr Menschen stärken, zu ihrem eigenen Anders Sein zu stehen, sich zu akzeptieren – das ist Ziel Nummer eins. Und Ziel Nummer zwei ist, unserer Gesellschaft dadurch zu stärken. Ich möchte dafür sensibilisieren, dass wir natürlich alle anders sind, aber auch unsere Gemeinsamkeiten haben –  und deshalb auch sehr respektvoll miteinander umgehen können.

Mainz&: Lieber Marcel, ich danke Dir ganz herzlich für dieses wundervolle, Mut machende Gespräch!

Info& auf Mainz&: Das Buch „Mutmacher-Menschen: Stark. Schräg. Außergewöhnlich“ erscheint am 6. November, ist im Pinguletta Verlag erschienen, und für 20,- Euro überall zu kaufen, wo es Bücher gibt. Am 18. November 2025 gibt es eine Lesung mit Marcel Friedrich in der „Kulturei“ auf der Zitadelle in Mainz. Mehr zum Projekt „Mutmacher Menschen“ findet Ihr hier im Internet, mehr zu Marcel selbst gibt es hier.

Werbung