Das Pfingstwochenende wird heiß, 30 Grad sind angesagt – nur: wo findet man in der Landeshauptstadt Abkühlung? Mainz ist mit nur wenigen Freibad-Möglichkeiten gesegnet, und nun kommt in der Saison 2026 noch ein Engpass hinzu: Die Maaraue bleibt in dieser Saison dicht. Und auch bei den Wasserspielplätzen in Mainz gibt es Einbußen – wir sagen Euch, wo Ihr Wasser zum Plantschen und Schwimmen findet.

Pünktlich zum langen Pfingstwochenende eröffnete vergangenen Mittwoch das Taubertsbergbad seine Freibadsaison: Seit dem 20. Mai stehen den Besuchern die Außenbereiche des Freibads zur Verfügung, die Wasserbecken sind allerdings noch eingeschränkt. Der Grund: das große Mehrzweckbecken ist weiter von Traglufthalle überwölbt, die den Badbetrieb im Winter während der Bauphase für das neue Sport- und Familienbad möglich macht.
Die Traglufthalle über dem Mehrzweckbecken soll nun Mitte Juni abgebaut werden, dafür bleibt das Taubertsberg voraussichtlich vom 15. Juni bis einschließlich 19. Juni 2026 komplett geschlossen. Danach sind dann alle Becken im Freibad nutzbar. Bis dahin stehen im Außenbereich nur das Nichtschwimmerbecken mit Wellenbad und Rutschen sowie das Kinderbecken zur Verfügung. Nutzbar sind natürlich ebenfalls der Kinderspielplatz, die Sportgeräte und das Beachvolleyball-Feld im Außenbereich.
Freibad Maaraue wird saniert – und bleibt 2026 geschlossen
Es ist nicht die einzige Einschränkung in Sachen Freibad: 2026 müssen die Mainzer komplett auf das Freibad auf der Maaraue verzichten. Das nostalgische Bad mit riesigen Wiesen, alten Bäumen und Domblick nach Mainz dürfte das Lieblingsbad der Mainzer sein, seine Schließung ist ein herber Verlust. Das Schwimmbad mit seinen 50.000 Quadratmeter Wiesen wurde bereits 1965 eröffnet, ist denkmalgeschützt – und sanierungsbedürftig.

Nach mehr als 60 Jahren Betrieb zeige das Schwimmbad „deutliche Mängel in seiner Grundsubstanz“, heißt es beim Wiesbadener Bäderbetrieb Mattiaqua, deshalb habe man sich für eine Generalsanierung der Beckenkörper, der Badewasseraufbereitung, der Elektroanlagen sowie der an die Beckenanlagen angrenzenden Grünflächen entschieden. Die neue Badewassertechnik soll den Wasser-, Strom-, und Chemikalienverbrauch deutlich senken und somit Ressourcen schonen.
Die Schwimmbecken wiederum werden nun mit Edelstahl ausgekleidet, das bringe Nachhaltigkeit und Langlebigkeit und sei bedeutend wartungsfreundlicher als die bekannten, gefliesten Schwimmbecken. Die Wasserfläche im Nichtschwimmerbecken wird umgestaltet und um einen Spraypark erweitert. „Der Charme des unter Denkmalschutz stehenden Schwimmbades bleibt jedoch erhalten und das Freibad wird auch zukünftig ein Magnet für Wasserratten und Freizeitsportler sein“, versichert man bei Mattiaqua.
Schwimmbäder um Mainz: Nieder-Olm, Rheinwelle, Naturbad Bingen
Aktuell sei bereits der Abriss der Beckenumgangsflächen und der angrenzenden Grünflächen erfolgt, auch wurden sämtliche Beckeneinbauteile wie Einstiegsleitern, Startblöcke und Geländer entfernt. Die alte Überlaufrinne vom Beckenkörper ist ebenfalls Geschichte: Der Wasserspiegel soll künftig auf Höhe des Beckenumgangs sein, sodass man eine freie Sicht aus dem Schwimmbecken heraus über den Rhein bis nach Mainz hat. Leider müsst Ihr darauf bis 2027 warten – dann soll der Umbau fertig sein.

Damit steht außer dem Taubertsbergbad in Mainz nur das Schwimmbad in Mainz-Mombach zur Verfügung, wer weiter fahren kann und will, der findet Ausweichmöglichkeiten im Rheinhessen-Bad in Nieder-Olm, einem einfachen, aber charmanten Freibad oder im frisch renovierten Freizeitbad Rheinwelle bei Gau-Algesheim. Einen Ausflug Wert ist in jedem Fall auch das Naturerlebnisbad oberhalb von Bingen: Das Bad ist in den Hang hinein gebaut, die Sicht Richtung Rüdesheim ist fantastisch – und der Schwimmteich wird mit Ultrafiltrat und Mikroorganismen gereinigt und kommt komplett ohne Chemie aus.
Ansonsten stehen in Wiesbaden noch gleich drei weitere Freibäder zur Verfügung: Das Kallebad und das Frei- und Hallenbad Kleinfeldchen sowie natürlich das berühmte, aber auch teure Opelbad auf dem Neroberg. Beliebt für einen Ausflug sind außerdem die Waldschwimmbäder bei Frankfurt, der Raunheimer Waldsee sowie der Walldorfer See bei Mörfelden Walldorf – Infos bitte selbst im Netz suchen. Infos zu den Wiesbadener Bädern gibt es hier im Internet.
Wasserspielplätze in Mainz: Hartenberg außer Betrieb
Bei Familien mit Kindern beliebt sind natürlich außerdem die Wasserspielplätze in Mainz, der vielleicht schönste ist der Plitsch-Platsch-Platz im Volkspark, der in Betrieb ist und zwischen 10.00 Uhr und 18.00 Uhr täglich läuft. Ein weiteres Plantschbecken gibt es am Fort Elisabeth, dort ist der Betrieb zwischen 9.00 Uhr und 18.00 Uhr offen, für die Neustadt gibt es den Wasserspielplatz auf dem Goetheplatz, der zwischen 11.00 Uhr und 18.00 Uhr betrieben wird, wie die Stadt Mainz auf ihrer Homepage informiert.
Einen Ausfall gibt es aber auch bei diesen Wasserspielen: Beim Wasserspielplatz auf dem Hartenberg seien „leider bauliche Mängel festgestellt worden“, informiert die Stadt: „Er geht daher vorerst nicht in Betrieb.“ Welche baulichen Mängel das sind, und wann der Wasserspielplatz wieder benutzbar sein könnte, das sagte die Stadt nicht.
Damit steh zu befürchten, dass in diesem Sommer viele auf der Suche nach Abkühlung auf die Rheinstrände ausweichen – aber Obacht! Das Baden im Rhein ist lebensgefährlich, weil unterschwellige Strömungen Euch rasant mitziehen und unter Wasser drücken können. Seid also bitte extra-vorsichtig beim Bad im Fluss!
Info& auf Mainz&: Mehr zum Umbau im Mainzer Taubertsbergbad könnt Ihr aktuell hier auf Mainz& nachlesen:
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