Am Montagabend spielt Deutschland in seinem ersten K.O.-Runden-Spiel bei der Fußball-Weltmeisterschaft gegen Paraguay – doch in den Mainzer Biergärten drohten die Fernseher dunkel zu bleiben. Der Grund: Die Allgemeinverfügung der Stadt Mainz, denn die hatte Ausnahmen für die Übertragung später Fußballspiele in der K.O.-Runde nur bis 21.00 Uhr Anpfiff vorgesehen. Dumm nur: Das Deutschlandspiel beginnt erst um 22.30 Uhr. Nun reagiert die Stadt – und lockert die Regelungen.

Vom 11. Juni bis zum 19. Juli 2026 findet die Fußball-Weltmeisterschaft der Männer statt, die Spielorte sind über die USA, Mexiko und Kanada verteilt – für Deutschland verschiebt das de Übertragungen in die Abendstunden. Ende Mai erließ die Stadt Mainz denn auch eine „Allgemeinverfügung“, in der sie Regeln für das Public Viewing in Biergärten und bei Outdoor-Veranstaltungen aufstellte.
Und danach ist der Betrieb von Freiluft-Übertragungsanlagen für alle Spiele zulässig, deren offizieller Anstoß zwischen 08.00 Uhr morgens oder spätestens 21.00 Uhr oder 22.00 Uhr unserer Zeit erfolgt, hieß es bei der Bekanntgabe. Nur hatte bei der Aufstellung der Regeln jemand nicht in den Spielkalender geguckt und auf die möglichen Spiele mit deutscher Beteiligung geachtet, Denn für Spiele in den Ausscheidungsrunden und der Finalphase – also vom 29. Juni bis 19. Juli 2026 – war eine Übertragung nur noch für Anstoßzeiten bis spätestens 21.00 Uhr genehmigungsfähig.
Deutschlandspiel am Montag drohte Aus beim Public Viewing
Dumm nur: Das Deutschlandspiel am Montag, den 29. Juni, beginnt erst um 22.30 Uhr unserer Zeit – damit hätten sämtliche Public Viewings in Biergärten ausfallen müssen. Offenbar wollten dies gleich mehrere Gastronome nicht hinnehmen: Der Stadtverwaltung lägen „Anträge vor, auch diejenigen Deutschlandspiele in der Außengastronomie zeigen zu dürfen, die nun – in der Finalphase – um 22.00 Uhr oder später starten“, teilte die Stadt Mainz am Sonntag in spröden Worten mit.

Grund seien „die außergewöhnlich hohen Temperaturen und das hohe öffentliche Interesses an der Fußball-Weltmeisterschaft“ – tatsächlich hat die viel kritisierte WM doch noch eine gewisse Begeisterung entfacht. Nun reagiert die Stadt sehr kurzfristig: „Für die späteren Spiele mit Beteiligung der deutschen Nationalmannschaft, die um 22.00 oder 23.00 Uhr starten, kann eine Sondergenehmigung beantragt werden“, teilte sie nun mit.
Für Mainzer Gastronomiebetriebe sei es möglich, auch noch kurzfristig eine solche Sondergenehmigung für diese späten Spiele zu beantragen, hieß es in der Pressemitteilung am Sonntagabend um 20.30 Uhr (!). Anträge könnten formlos an das Grün- und Umweltamt der Stadt Mainz gerichtet werden – das grün-geführte Amt war auch für die erste Allgemeinverfügung zuständig. „Die Anträge werden unbürokratisch und schnellstmöglich bearbeitet“, versicherte die Stadt nun.
Info& auf Mainz&: Wer eine solche Sondergenehmigung für die späten Spiele der Deutschen Nationalmannschaft beantragen möchte, wendet sich bitte per Email an gruen-umweltamt@stadt.mainz.de. Alle Regelungen zum Public Viewing in Mainz können im Detail auch noch mal hier im Internet im Sonderamtsblatt der Stadt Mainz nachgelesen werden.





