Trümmerberge, so weit das Auge reicht. Dazu der allgegenwärtige Staub, klebrig und zum Husten reizend. Wo der Schlamm noch feucht ist, stinkt es barbarisch, nach Öl und Fäkalien und was sonst noch möchte man gar nicht wissen. Es ist Tag 6 nach der Flutkatastrophe an der Ahr, und vielerorts laufen die Aufräumarbeiten auf Hochtouren. Erschöpfung und Apathie machen sich breit, viele Bewohner sind in einer Art Schockstarre, während gleichzeitig Hunderte Helfer in Kellern und auf den Gassen Schlamm schaufeln. Angesichts der steigenden Zahl der Toten wird die Frage werden immer lauter: Wie wurden die Bewohner des Ahrtals gewarnt? Hätten mehr Menschenleben gerettet werden können?

Ein Bagger beseitigt Schutt und Schlamm in einer kleinen Straße in Dernau, hier wohnten Peter und Judith in einem der Fachwerkhäuser. - Foto: gik
Ein Bagger beseitigt Schutt und Schlamm in einer kleinen Straße in Dernau, hier wohnten Peter und Judith in einem der Fachwerkhäuser. – Foto: gik

„Bis in den zweiten Stock stand bei uns das Wasser“, erzählt Peter, bis in den dritten Stock mussten sie flüchten, um sich zu retten – stundenlang bangten sie um ihr Leben. Telefon und Strom waren ausgefallen, Hilfe holen: unmöglich. Es ist Tag 6 nach der Sturzflut im Ahrtal, und Peter, Judith und Ursula sitzen an einem Versorgungspunkt in Dernau an der Ahr auf einer Bank. Früher einmal war hier ein netter kleiner Dorfplatz, jetzt stapeln sich hier Wasserflaschen und frisches Obst, Shampoo, Hygieneartikel, Kleidung. Überlebensnotwendiges in einer Krise, die vielen hier nur das gelassen hat, was sie am Leib trugen in jener Nacht, als die Flut kam.

Abends um 18.00 Uhr ging es los, berichten sie, da sei noch einmal die Feuerwehr in Dernau durch die Gassen gefahren, es habe Durchsagen gegeben, von starkem Hochwasser sei gewarnt worden. Hochwasser, das kennen sie hier an der Ahr. Dahinten am Haus, erzählt Ursula, gebe es am ersten Stock eine Markierung, von einem Hochwasser anno 1830, in vielleicht fünf, sechs Metern Höhe. So hoch werde das Wasser nie mehr steigen, hätten sie immer gesagt, erzählt Ursula. „Jetzt waren es noch drei Meter mehr“, sagt Peter.

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Trümmerwüste in Dernau am Tag 6 nach der Flutkatastrophe. - Foto: gik
Trümmerwüste in Dernau am Tag 6 nach der Flutkatastrophe. – Foto: gik

Ein schmuckes kleines Fachwerkhaus nannten Peter und seine Frau Judith ihr eigen, in einer idyllischen Seitengasse in Dernau, ein Lebenstraum. „Wir hatten alles so schön hergerichtet und saniert“, flüstert Judith, sie und ihr Mann sind im Rentenalter. Und dann zeigt sie Fotos aus jener Nacht, von ihrem Auto, das die Fluten in der Einfahrt des Hofes umherwirbelten, von Fluten in stockdunkler Nacht. Eine weitere Warnung habe es nicht mehr gegeben, berichten sie. Ja, eine Sirene gebe es im Ort sogar, auf der Kirche, doch die Sirene habe geschwiegen. Oben am Himmel kreist ein Polizeihubschrauber dröhnend über dem Ort. „So, mit dem Hubschrauber“, sagt Peter, „so hätte man warnen müssen, mit Lautsprecher und so.“

Beim Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach heißt es, man habe seit Montag, den 12. Juli, intensiv gewarnt und am 13. Juli auch Unwetterwarnungen herausgegeben. „Die entsprechenden konkreten einzelnen Warnungen werden dann jeweils auf Landkreis- und/oder Gemeindebene an die zahlreichen DWD-Partner im Katastrophenschutz (THW, Feuerwehr, Polizeien, Einsatzstäbe…) verteilt“, teilt der DWD auf Anfrage mit. Gewarnt worden sei auch mit Hilfe eines Unwetter-Warn-Videos auf Youtube sowie auf Warnkarten im Internet.

Zerstörung am Ahrufer in Dernau nach der Flutwelle: "Vor Hochwasser wird gewarnt". - Foto: gik
Zerstörung am Ahrufer in Dernau nach der Flutwelle: „Vor Hochwasser wird gewarnt“. – Foto: gik

„Diese Daten sind für jeden im Internet verfügbar“, heißt es auch im Mainzer Klimaschutzministerium, man habe vor den Unwettern die höchste Warnstufe ausgerufen gewesen, die Gefahrenkarte für akute Hochwasserfrühwarnung sei dunkellila gewesen, betonte eine Sprecherin gegenüber Mainz&. Die Informationen würden zudem an den jeweiligen Kreis und die jeweilige Stadt weitergeben, „um entsprechend örtlicher Alarm- und Einsatzpläne die Bevölkerung zu warnen“ – etwa mit Hilfe der Warn-Apps Katwarn und Nina. Doch viele Bewohner im Ahrtal berichten: Die Warn-Apps seien stumm geblieben. Auch auf der Homepage der Warnapp Nina sucht man eine Hochwasser-Warnmeldungen etwa für den Kreis Ahrweiler vergeblich.

„Ja, Starkregen war angesagt – aber was ist Starkregen?“, sagt Michael Lang, Inhaber der Weinhandlung Ahrwein-Depot in Ahrweiler: „Was soll man sich für ein Bild machen von dem Ausdruck „Starkregen“?“ Lang steht mitten in der Altstadt von Ahrweiler, rechts und links türmen sich die Trümmer der Flut zu meterhohen Bergen – Hunderte von Metern weit, Straße um Straße. Praktisch die gesamte Altstadt von Ahrweiler war überspült, bis zu 1,70 Meter hoch stand die Flut in den Straßen, berichtet Lang.

Zerstörtes Auto auf dem Bahndamm in Dernau. - Foto: gik
Zerstörtes Auto auf dem Bahndamm in Dernau. – Foto: gik

„Nachts zum 23.00 Uhr haben wir ein Getöse gehört und festgestellt, dass das Wasser schon einen Meter hoch bei uns vor der Tür stand, und haben gedacht: Oh, was ist das denn?“, berichtet Lang im Interview mit Mainz&: „Eine Viertelstunde später kam mein Auto vom Parkplatz aus angeschwommen und hat quasi vor der Tür ‚eingeparkt‘.“ Vorgewarnt worden seien er und die anderen Bewohner nicht, betont er: „Man hat noch nicht einmal mit Jahrhunderthochwasser gerechnet, und Jahrhunderthochwasser bedeutet eine Wasserhöhe von drei Metern. Wir hatten jetzt sieben Meter.“

Tatsächlich war noch am 14. Juli auf der Homepage des Klimaschutzministeriums von einer „angespannten Hochwasserlage“ die Rede, von „lang anhaltenden und kräftigen Regenschauern“, die „neue Höchststände“ bringen könnten, es könnten „ufernahe Bereiche überspült“ werden. „Insbesondere an Rhein und Mosel ist aufgrund der noch anhaltenden Regenfälle sowie der vorhergesagten, teils sehr ergiebigen Niederschläge mit einem deutlichen Anstieg zu rechnen“, teilte das Klimaschutzministerium noch am Mittwoch um 16.42 Uhr mit – von der Ahr war nirgends die Rede.

Am Abend des 14. Juli wurde die Ahr zu einem reißenden Strom, der das ganze Tal füllte. - Screenshot: SWR
Am Abend des 14. Juli wurde die Ahr zu einem reißenden Strom, der das ganze Tal füllte. – Screenshot: SWR

„Wir haben keine Risikokartierung für kleine Gewässer“, bekannte der Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, Armin Schuster, am Sonntagabend im Heutejournal, und betonte: „Unsere Warninfrastruktur hat geklappt.“ Über 150 Warnmeldungen habe seine Behörde im Vorfeld der Unwetter verschickt. Es sei aber bisher schwierig gewesen, „in einem Land, das die Erfahrungen mit diesen Gefahren nie gemacht hat, mit unseren Warnungen durchzukommen“, sagte Schuster: „Wenn wir die Menschen warnen wollen, das war bisher ein schweres Mühen – und oft galten wir als Panikmacher.“

Im Mai habe sein Amt einen acht Punkte Plan mit einer kompletten Reform des Bevölkerungsschutzes in Deutschland vorgestellt, „da spielt das Thema Selbstschutz der Bürger, aber auch das Thema, wie kommunizieren wir besser, eine zentrale Rolle“, sagte Schuster, der zugleich an die Bürger appellierte: „Wir oft haben Sie unsere Hinweise in den Warnmeldungen genutzt?“ Im September 2020 hatten Bund und Bundesamt gemeinsam einen nationalen Warntag ausgerufen, man wollte „die Bevölkerung für die Gefahren sensibilisieren und mit den Warnmethoden vertraut machen“, hieß es damals – es wurde ein Desaster: Warn-Apps warnten nicht, Sirenen starteten nicht, Entscheidungsabläufe funktionierten nicht – und oft gab es nicht einmal Sirenen, die hätten warnen können. „Wenigstens sind wir jetzt alle gewarnt, dass im Warnfall weder Sirenen noch Warnapps noch sonst etwas in dieser Art funktioniert“, kommentierte damals ein User auf Twitter.

Warn-App Katwarn: Wenn der Schutzengel in der Hosentasche versagt. - Foto: Bund
Warn-App Katwarn: Wenn der Schutzengel in der Hosentasche versagt. – Foto: Bund

Bei der Deutschen Feuerwehr-Gewerkschaft DFeuG wird man deshalb jetzt deutlich: „Es tritt zu Tage, was von vielen Seiten bereits vermutet wurde: Das flächendeckende Warnsystem der Bevölkerung in Deutschland ist nicht mehr ausreichend“, sagte Bundesvorsitzender Siegfried Maier. Offizielle Warnapps wie „Nina“ oder „KatWarn“ würden aktuell nur von etwa 10 Prozent der Bevölkerung genutzt. „Habe ich keine dieser Apps erhalte ich auch keine Warnung“, sagte Maier – das sei „ein Skandal“.

Dazu kommt: Die Warn-Apps decken nicht die gesamte Fläche der Republik ab. Manche Kommunen nutzen Katwarn, andere lieber Nina – keine Kommune nutzt beides. Bei der Stadt Mainz etwa entschied man sich vor Jahren bereits für die Nutzung von Nina – aus Kostengründen: Während bei Katwarn Nutzungsgebühren anfallen, ist Nina für die Kommunen lizenzkostenfrei. Nur: Kaum ein Nutzer weiß, ob sein Landkreis nun über Katwarn oder Nina warnt. Nach Recherchen des SWR wurde am Mittwochabend um 19.30 Uhr eine Warnmeldung der Behörden herausgegeben, dass Pegelstände über fünf Meter möglich seien – das war eine halbe Stunde, bevor in Dernau die Flut stieg.

Eine halbe Stunde später sei der Pegel dann selbst abgebrochen und von den Fluten zerstört worden, doch erst gegen 23.00 Uhr hätten die Behörden die Bewohner im Ahrtal aufgefordert, wer 50 Meter rechts und links der Ahr wohne, diesen Bereich doch bitte zu verlassen. Da waren große Teile des Ahrtals längst in den Fluten versunken. „Wir nehmen die Lage ernst, auch wenn kein Extremhochwasser droht“, hatte Klimaschutzministerin Anne Spiegel (Grüne) am Nachmittag in ihrer Pressemitteilung noch betont, man appelliere an die Flussanlieger, „die Lage im Blick zu behalten.“ Als Land sei man aber „auf Hochwasserereignisse gut vorbereitet.“

Schlammwüste mit Autowracks in Dernau an der Ahr. - Foto: gik
Schlammwüste mit Autowracks in Dernau an der Ahr. – Foto: gik

Gegen 20.00 Uhr, so erzählen sie in Dernau, sei die Ahr unaufhaltsam weiter gestiegen, immer schneller, immer tödlicher. Knapp 20 Tote haben sie allein hier zu beklagen, 123 Tote gibt das Lagezentrum des Landes inzwischen als offizielle Marke aus – 155 Personen werden weiter vermisst. Gegen 23.00 Uhr erreichte der Scheitel der Flutwelle offenbar Ahrweiler und Bad Neuenahr, viele Menschen schliefen da schon. „Wir saßen im Kerzenschein im Haus“, berichtet Lang, „der Strom war da schon ausgefallen.“

Einer 22 Jahre junge Frau sei in ihrer Wohnung ertrunken, berichtet Sylvia Stelgens in Bad Neuenahr, ihre Wohnung habe im Erdgeschoss gelegen. „Die Nachbarin rief noch; du musst kommen, du musst kommen“, berichtet Stelgens, „dann kam die Flut, und drückte sie ‚runter, ihr konnte niemand mehr helfen.“ Andere Menschen wurden in ihren Autos von der Flut überrascht, manch einer sogar mitsamt ihrer Häuser von der Gewalt der Wassermassen weggerissen. In Bad Neuenahr haben sie noch eine Brücke über die Ahr – im gesamten Tal vernichtete die Flut Brücken, Straßen, Eisenbahnschienen und Versorgungsleitungen.

Die zerstörte Brücke von Dernau: Jetzt drohen Gesundheitsgefahren durch Gift im Wasser. - Foto: gik
Die zerstörte Brücke von Dernau: Jetzt drohen Gesundheitsgefahren durch Gift im Wasser. – Foto: gik

Das Trinkwasser ist ausgefallen, Lautsprecherdurchsagen warnen eindringlich davor, sich an den Wassern der Ahr zu bedienen oder sie gar zu trinken – das Wasser ist hochgradig vergiftet. Zahllose Öltanks wurden aus den Kellern gerissen, Chemikalien in Weingütern fortgeschwemmt. 3000 Autos haben sie allein in Ahrweiler in den ersten Tagen geborgen, auch ihre Schadstoffe schwimmen jetzt in der Ahr, ebenso die Reste einer Lackfirma in Sinzig, von Schreinereien und anderen Betrieben. Fäkalien und Tierkadaver finden sich zusätzlich in den Fluten – die Kläranlagen im Tal wurden ebenso zerstört.

Ob die Häuser hier noch zu retten sind? „Viele nicht“, sagt Peter, gerade bei den alten Häuser werde es schwierig, die seien ja völlig durchweicht gewesen. Was sie hier in der nächsten Zeit vor allem brauchen, sind professionelle Bautrockner, dazu Gutachter, Statiker, Bauexperten. Noch laufen die Aufräumarbeiten auf Hochtouren, im Minutentakt fahren riesige Bagger oder Räumgeräte vorbei, riesige Transportlaster und Traktoren aller Art – es sind die Landwirte, die Bauunternehmer, die Lohnunternehmer aus der Landwirtschaft, die hier die Arbeit stemmen, offenbar gut organisiert, präzise und ungeheuer schnell.

Helfer schippen Schlamm auf einer Kreuzung in Dernau. - Foto: gik
Helfer schippen Schlamm auf einer Kreuzung in Dernau. – Foto: gik

Jeder hier auf den Straßen ist schlammbespritzt, meist von oben bis unten. Bundeswehrtrupps kommen vom Ausräumen eines Kellers, meist aber sind es Gruppen von Verwandten und Freunden, die Hand anlegen, Häuser ausräumen, Schlamm schieben. „Wildfremde Leute räumen mir gerade mein Lager aus, und machen es sauber“, sagt Sylvia Stelgens mit ungläubigem Staunen. In einem Internat am Hang oberhalb von Bad Neuenahr hat Sylvia gemeinsam mit Freundin Sabine Ulrich eine Versorgungsstation eingerichtet, hier gibt es alles, was man nur denken kann: Gespendete Kleidung füllt mehrere Zimmer, es gibt Kochtöpfe und Hygieneartikel, Essen, Kindertragen und Gummistiefel.  „Am dringendsten“, sagt Stelgen noch, „brauchen wir jetzt Geräte und Werkzeug, Stromaggregate sind das wichtigste.“

In Dernau versuchen sie in einem stockdunklen Keller eines Weinguts zu retten, was noch zu retten ist. Schlammverkrustete Flaschen reihen sich auf einem Holzbrett, viele sind es nicht. Ein Helfer freut sich über eine Tasche voller Campinglampen, eine großzügige Spende, das sei super für die vielen Keller ohne Licht, sagt der Mann, der von der Ostsee zum helfen gekommen ist. Und für die Nacht? „Hier ist doch keiner mehr“, sagt der Mann noch. Das Ahrtal – es ist zu einer Geisterstadt geworden.

Michael Lang zwischen den Trümmerbergen in Ahrweiler. - Foto: gik
Michael Lang zwischen den Trümmerbergen in Ahrweiler. – Foto: gik

Michael Lang aber will sich nicht unterkriegen lassen, und dabei hat ihn die Flut schwer mitgenommen. Gerade erst hatten sie vor neun Monaten ein altes Haus gekauft und in liebevoller Arbeit hergerichtet – in zwei Wochen hätte Eröffnung der Ahr-Vinothek sein sollen. Nun ist das Haus in Marienthal ebenso verwüstet wie sein Weinladen, versichert ist er nicht. „Wir wollen dem Gast einen Ort anbieten, wo er Ahrwein nicht nur kaufen, sondern auch genießen kann, und das in einer traumhaft schönen Atmosphäre“, sagt Lang: „Ein Highlight für jeden Ahrtal-Gast.“ Jetzt, ja, da sei alles kaputt, aber Lang sammelt nun Spenden für den Wiederaufbau. „Aber in drei, vier Jahren wird es wieder dastehen, und zwar schöner denn je“, sagte er noch: „Und daran glaube ich.“

Info& auf Mainz&: Michael Lang hat uns seine Geschichte auch in einem Video erzählt, zwischen den Trümmerbergen von Ahrweiler, Ihr findet es hier auf unserer Mainz&-Facebookseite. Wenn Ihr Michael und seine Ahr-Vinothek unterstützen möchtet, könnt Ihr das hier bei seiner Spendenkampagne tun. Mehr zu Fragen der Versicherung und der Debatte um eine Elementarschadensversicherung lest Ihr hier bei Mainz&.

 

 

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