Die Mainzer Fastnacht ist mitnichten nur Party und Abfeiern, die Fastnachtsvereine in Mainz engagieren sich regelmäßig auch für soziale Zwecke. Am Donnerstag trafen sich Mitglieder des Mainzer Narren-Clubs spontan zum Blutspenden in der Mainzer Unimedizin – den Transfusionszentralen werden die Blutkonserven knapp. Am Samstag findet zudem der traditionelle Kreppelverkauf der Garde der Prinzessin in Mainz statt, auch hier wird Geld für einen guten Zweck gesammelt.

Soziales Engagement und gesellschaftliche Haltung – das ist ein wichtiger Bestandteil der Fastnacht in Mainz. Es dürfte keinen einzigen Verein oder Garde geben, der oder die sich nicht einem sozialen Zweck verschrieben hat. Am Donnerstagnachmittag nun trat ein halbes Dutzend Mitglieder des Mainzer Narren Clubs (MNC) zu einer besonderen Aktion in der Mainzer Unimedizin an: Mit Narrenkapp auf dem Kopf und Konfetti in der Blutbahn wurde Blut gespendet.
„Da die Meldungen über zu wenige Blutspenden in Mainz in den letzten Wochen immer dringlicher wurden, haben wir uns sehr kurzfristig entschieden zu helfen“, sagte Peter Pulkowski, 2. Geschäftsführer des MNC: „Als Familie Mainzer Narrenclub ist es uns wichtig, auch der Gesellschaft etwas zurück zu geben. Ich denke gerade in der Fastnachtszeit ist es noch schwieriger Spender zu finden und die Blutkonserven werden noch knapper als bisher.“
Blutkonserven werden knapp: Jeder Blutstropfen zählt
Roland Conradi, leitender Oberarzt des Instituts für Transfusionsmedizin, freute sich über das spontane Engagement des Vereins: Jede Blutspende zähle, betonte Conradi. Auch für den MNC sei es schwierig gewesen, „in der laufenden Kampagne Leute zu einer Blutspende zu motivieren, da zeitgleich Sitzungen stattfinden und die Wagen für die Umzüge fertig werden müssen“, sagte Pulkowski. Dennoch trafen sich sieben Mitglieder des MNC zum Blutspenden – natürlich stilecht mit Narrenkappe.

Nach erfolgreicher Blutspende gab es noch fachliche Hintergrundinformationen und Einblicke zur weiteren Verwendung von Blut- und Plasmaspenden in der Mainzer Universitätsmedizin. Nach einem dreifachen Helau bedankte sich der MNC bei den Mitarbeitenden der Transfusionszentrale mit dem Kampagne Orden.
Man habe vereinbart, „dass solche Aktionen zukünftig auch außerhalb der Kampagne wiederholt werden“, berichtete Pulkowski weiter, und betonte. „Vielleicht finden sich in der Mainzer Fastnachtsfamilie noch andere Garden oder Vereine die unserem Beispiel folgen um Blutspender aus den eigenen Reihen zu aktivieren.
Kreppelverkauf der GdP: 3.000 Kreppel für Blauen Elefant
Untätig sind derweil natürlich auch andere Vereine nicht: Bereits am 24. Januar hatte die Mainzer Ranzengarde zu ihrem traditionellen Kirschgartenfest in der Mainzer Altstadt geladen. In diesem Jahr wurde dabei eine Spendencheck in Höhe von 1.111 Euro an die Organisatoren des Mainzer Jugendmaskenzugs übergeben. Der Umzug wird von der Arbeitsgemeinschaft Mainzer Straßencarneval (AMS) organisiert, die Teil des Verkehrsvereins Mainz ist, seit 1957 zieht der größte Kinder- und Jugendmaskenzug Europas am Fastnachtssamstag durch die Straßen von Mainz.

Ebenfalls traditionell ist zudem der Kreppelverkauf der Garde der Prinzessin – und der findet genau morgen, am 07. Februar statt. Los geht’s ab 10.33 Uhr auf dem Gutenbergplatz vor dem Mainzer Staatstheater, umrahmt wird der Kreppelverkauf vom Trommlercorps, der Fahnengruppe und den Majorettes der GdP, auch Getränke gibt’s vor Ort. Zur Verfügung stehen 3.000 Kreppel, die sind erfahrungsgemäß sehr schnell weg.
Der Erlös geht an das Kinderhaus „Blauer Elefant“ in der Mainzer Neustadt, einer Anlaufstelle des Kinderschutzbunds für Kinder und Eltern, die in ihrem Stadtteil Unterstützung und Beratung vor Ort suchen. Das kostenfreie Angebot richtet sich an Schulkinder im Alter zwischen sechs und zwölf Jahren. Die Kreppel wiederum werden von dem Mitgliedern der Garde finanziert, so dass jeder eingenommene Cent dem guten Zweck zugeht.
Info& auf Mainz&: Mehr Berichte zur Mainzer Fastnacht findet Ihr hier in unserer Rubrik Narretei& auf Mainz&.







